Outlook-Blockliste, Microsoft

Outlook-Blockliste: Microsoft sperrt .msix- und .msixbundle-Anhänge

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 01:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die geplante Outlook-Sperre betrifft seltene Paketdateien; Administratoren können Ausnahmen festlegen, alternativ helfen Umbenennung oder Download-Links.
Ein minimalistischer, moderner Serverraum mit metallischen Server-Racks und poliertem Betonboden in kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft verschärft die Sicherheitsmaßnahmen für seine E-Mail-Dienste. Das Unternehmen nimmt die Dateitypen .msix und .msixbundle in die Outlook-Blockliste auf, um die Sicherheit für Anwenderinnen und Anwender zu erhöhen.

Durch diese Maßnahme können Nutzer entsprechende Dateianhänge im neuen Outlook für Windows sowie in der Webversion Outlook im Web unter Exchange Online standardmäßig weder herunterladen noch direkt öffnen, wie aus einem Bericht von shumakeji.org.cn vom 26. Oktober 2026 hervorgeht.

Anpassungsmöglichkeiten für IT-Administratoren

Die Einführung der erweiterten Schutzmaßnahme steht kurz bevor: Der Rollout ist für den Zeitraum von Anfang bis Mitte November 2026 vorgesehen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben IT-Verantwortliche in Unternehmen die Möglichkeit, organisatorische Anpassungen vorzunehmen.

Administratoren können die beiden Dateiendungen gezielt in die Eigenschaft AllowedFileTypes der sogenannten OwaMailboxPolicy aufnehmen. Dadurch bleibt es Organisationen überlassen, die Blockade bei Bedarf zu lockern und den Empfang sowie das Öffnen dieser Paketformate für ihre Nutzer weiterhin zu gestatten.

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Microsoft selbst begründet den Schritt mit dem Nutzungsverhalten der Anwenderschaft und bezeichnet die betroffenen Dateitypen als nicht häufig verwendet. Da E-Mail-Anhänge immer wieder als Übertragungsweg für unerwünschte oder schädliche Programme genutzt werden, sollen wenig verbreitete Installations- und Paketformate durch standardmäßige Sperren als Sicherheitsrisiko minimiert werden.

Praktische Umgehungsmöglichkeiten für den Arbeitsalltag

Für Umgebungen, in denen eine Anpassung der Mailbox-Richtlinien durch Administratoren nicht infrage kommt, bestehen alternative Vorgehensweisen. Sollten Nutzer weiterhin Dateien mit den Endungen .msix oder .msixbundle übermitteln müssen, gelten zwei primäre Ausweichwege.

Einerseits kann die Dateiendung vor dem Versand der E-Mail manuell umbenannt werden, damit das System den Anhang nicht automatisch blockiert; der Empfänger muss die Datei nach dem Herunterladen lediglich wieder in das ursprüngliche Format zurückbenennen.

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Andererseits empfiehlt sich das Versenden eines Download-Links anstelle eines direkten E-Mail-Anhangs. Über solche Verweise lassen sich die entsprechenden Datenpakete auf Cloud-Speichern oder internen Dateiablagen hinterlegen und anschließend von den Empfängern abrufen, ohne dass die Sperrmechanismen von Exchange Online greifen.

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