Outlook, Mac

Outlook für Mac 16.110: Kritischer Bug löscht E-Mail-Verlauf

23.06.2026 - 00:08:15 | boerse-global.de

Ein Fehler in Outlook 16.110 für Mac unterdrückt den Nachrichtenverlauf beim Antworten. Microsoft empfiehlt Downgrade oder Umstieg auf die neue Version.

Outlook für Mac: Schwerer Bug beim Antworten auf E-Mails
Outlook - Close-up of a laptop keyboard with a blurred Outlook email on screen, showing a blank space in a reply email. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die neueste Version von Outlook für Mac enthält einen folgenschweren Fehler: Beim Antworten oder Weiterleiten von E-Mails wird der ursprüngliche Nachrichtentext nicht übernommen.

Der Bug betrifft Version 16.110 (Build 26061317) und sorgt dafür, dass bei längeren E-Mail-Threads ein leerer Bereich erscheint, wo eigentlich die gesamte Konversationshistorie stehen sollte. Für professionelle Nutzer wird die Arbeit mit komplexen E-Mail-Ketten damit nahezu unmöglich.

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Problem trifft vor allem Legacy-Nutzer

Besonders betroffen sind Anwender der klassischen Outlook-Version für Mac. Berichten aus der Nutzer-Community zufolge gelingt es der Anwendung nicht, den vorherigen Text in das Antwortfenster zu laden. Das erschwert die Kontextarbeit in umfangreichen E-Mail-Verläufen erheblich.

Microsoft schlägt zwei Lösungswege vor: Entweder der Umstieg auf die „New Outlook“-Version für Mac – oder ein Downgrade auf Version 16.109.3. Wer sich für den zweiten Weg entscheidet, muss zudem die automatischen Updates deaktivieren, um eine Neuinstallation der fehlerhaften Version zu verhindern.

Administratoren von verwalteten Geräten wurden bereits auf einen erhöhten Support-Aufwand hingewiesen. Ein offizieller Patch für das Problem steht noch aus.

Neuer Look und kommende Funktionen

Trotz des Rückschlags brachte Microsoft am 22. Juni 2026 Version 16.110 mit mehreren geplanten Verbesserungen auf den Markt. Das Update führt ein „Liquid Glass“-Design ein, das auf macOS 26 Tahoe zugeschnitten ist, sowie eine native PST-Importfunktion für Mac-Nutzer. Auch die mobilen Versionen für Android und iOS erhielten Anfang Juni Updates mit verbesserten Dateivorschauen und tieferer Copilot-Integration.

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Für Windows-11-Nutzer testet Microsoft mehr als zehn neue Funktionen für den „New Outlook“-Client. Der Zeitplan:

  • Juli 2026: Integration der PST-Unterstützung
  • August 2026: Einführung einer „Alle Konten“-Ansicht zur Bündelung mehrerer Postfächer
  • September 2026: Erweiterte Serienbrieffunktionen

Interne Tests deuten darauf hin, dass der neue Client zwar die Funktionslücke zur klassischen Version schließen soll, die Leistung aber weiterhin Anlass zur Sorge gibt. Analysten berichten von Ladezeiten von über zehn Sekunden, wenn E-Mails über Systembenachrichtigungen geöffnet werden.

Größere Veränderungen im Microsoft-Ökosystem

Die Outlook-Probleme fallen in eine Zeit umfassender Änderungen. Microsoft bestätigte, dass Exchange Online ab Oktober 2026 den Zugriff über Exchange Web Services (EWS) einschränken wird. Danach funktioniert EWS nur noch für zugelassene Anwendungen – Microsoft drängt auf eine vollständige Migration zu Microsoft Graph. IT-Administratoren sollten ihre aktuellen Abhängigkeiten überprüfen, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.

Das Juni-Update „Patch Tuesday“ (KB5094126), das 208 Sicherheitslücken schloss, hat zudem mehrere weitere Systemfehler ausgelöst. Dazu gehören ein Problem im Windows-11-Papierkorb, bei dem gelöschte Dateien interne Systemnamen statt der Originalnamen anzeigen, sowie Berichte über Systemabstürze und BitLocker-Sperren auf bestimmter Hardware. Microsoft plant, die Papierkorb-Anzeige im Juli 2026 zu korrigieren.

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