Outlook-Sicherheit, Microsoft

Outlook-Sicherheit: Microsoft blockiert .msix- und .msixbundle-Anhänge

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 06:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Outlook blockiert künftig zwei Installationsformate; Administratoren können sie vor dem geplanten Rollout gezielt zulassen.
Ein minimalistischer, moderner Serverraum mit ordentlichen, unbeschrifteten Server-Racks in einem kühlen, sterilen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft erweitert die integrierten Schutzmaßnahmen seiner E-Mail-Dienste und nimmt die Dateiendungen .msix sowie .msixbundle in die Outlook-Blockliste auf. Wie aus entsprechenden Berichten hervorgeht, betrifft diese Sicherheitsmaßnahme sowohl die Webversion Outlook im Web unter Exchange Online als auch das neue Outlook für Windows. Mit diesem Schritt soll das Risiko durch potenziell gefährliche E-Mail-Anhänge weiter eingedämmt werden.

Einschränkungen für Standardnutzer und Vorlauf für Administratoren

Nach dem Inkrafttreten der Änderung können Standardnutzer entsprechende Dateianhänge mit den Endungen .msix und .msixbundle weder herunterladen noch direkt in der Anwendung öffnen. Microsoft stuft diese Paketformate im gewöhnlichen E-Mail-Verkehr als selten verwendet ein, weshalb eine pauschale Blockade die meisten Anwender im Arbeitsalltag nicht einschränken dürfte.

Für Unternehmensumgebungen besteht jedoch Anpassungsbedarf, falls derartige Installationspakete weiterhin regulär per E-Mail ausgetauscht werden müssen. Administratoren erhalten daher die Möglichkeit, vor dem für Anfang bis Mitte November 2026 vorgesehenen Rollout einzugreifen. Über die Richtlinieneigenschaft AllowedFileTypes innerhalb der OwaMailboxPolicy lassen sich die beiden Dateitypen bei Bedarf gezielt freigeben.

Mit der Maßnahme folgt Microsoft seiner bisherigen Linie zur Abwehr verdächtiger Inhalte. In Outlook im Web blockiert das Unternehmen bereits seit längerer Zeit diverse potenziell riskante Dateiformate, darunter Skript- und Archivdateien wie .py, .ps1 und .cab.

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Flankierende Schutzmaßnahmen für private Nutzerkonten

Neben der Filterung gefährlicher Dateitypen rückt auch der Schutz der Zugangsdaten in den Fokus. Entsprechende Anleitungen verweisen darauf, dass private Konten bei Outlook.com dasselbe zentrale Kennwort wie das übergeordnete Microsoft-Konto nutzen. Eine Aktualisierung der Zugangsdaten wirkt sich daher unmittelbar auf sämtliche verknüpfte Dienste des jeweiligen Microsoft-Kontos aus.

Die reguläre Passwortänderung erfolgt in den Einstellungen des Microsoft-Kontos über den Sicherheitsbereich. Nach einer obligatorischen Identitätsprüfung müssen Nutzer das aktuelle sowie das neue Kennwort hinterlegen und speichern. Optional lässt sich eine automatische Erinnerung einrichten, die alle 72 Tage zu einer erneuten Kennwortänderung auffordert.

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Falls die Zugangsdaten vergessen wurden, führt der Weg über eine spezielle Rücksetzseite, bei der die Bestätigung über eine hinterlegte Wiederherstellungs-E-Mail oder Telefonnummer erfolgt. Das bestehende Passwort wird in den Kontoeinstellungen aus Sicherheitsgründen nicht angezeigt, weshalb Nutzer bei Bedarf in ihrem lokalen Passwortmanager nachsehen müssen.

Diese Vorgaben zur Kennwortverwaltung beschränken sich auf private Outlook.com-Konten und greifen nicht bei Arbeits- oder Schulkonten. Auf Mobilgeräten wie dem iPhone erfordert eine Kennwortänderung zudem Folgeschritte: Zunächst muss das Passwort im Microsoft-Konto aktualisiert werden, bevor eine erneute Anmeldung in der Outlook-App oder in Apple Mail unter Einstellungen, Apps, Mail und Mail-Accounts vorgenommen werden kann.

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