Outlook-Update, Copilot

Outlook-Update: Copilot startet doppelt so schnell ab 28. Mai

31.05.2026 - 01:19:03 | boerse-global.de

Microsoft rüstet Outlook mit doppelt so schnellem Copilot und autonomen KI-Funktionen auf. Neue Sicherheitswarnung vor Phishing-Tool Kali365.

Outlook-Update: Copilot startet doppelt so schnell ab 28. Mai - Foto: über boerse-global.de
Outlook-Update: Copilot startet doppelt so schnell ab 28. Mai - Foto: über boerse-global.de

Der Technologiekonzern Microsoft hat seinem E-Mail-Client Outlook eine umfassende KI-Überholung verpasst. Im Fokus stehen ein schnellerer Copilot-Assistent und die Einführung sogenannter agentischer KI-Funktionen, die Aufgaben eigenständig erledigen können.

Seit dem 28. Mai 2026 rollt Microsoft die neuen Funktionen für Microsoft 365 aus. Die „Mit Copilot bearbeiten"-Option ist nun nicht nur in Outlook, sondern auch in Word, Excel und PowerPoint produktiv verfügbar. Grundlage der Entwicklung ist eine Forschungsarbeit unter der Leitung von Mukul Singh, die Software-Umgebungen als „ressourcenarme Programmiersprachen" behandelte – ein Ansatz, der autonomere KI-Aktionen ermöglicht.

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Copilot startet doppelt so schnell

Das Update bringt vor allem spürbare Geschwindigkeitsvorteile. Der KI-Assistent startet nun doppelt so schnell wie seine Vorgängerversion. Ein neues Interface-Design setzt auf „progressive Offenlegung": Schwebende Buttons lassen sich ausblenden, die KI wird nur auf Anfrage aktiv – etwa innerhalb eines einzelnen Absatzes oder einer E-Mail-Entwurfs.

Doch Microsoft geht noch weiter. Seit dem 29. Mai 2026 erzeugt das Markieren einer E-Mail in Outlook automatisch eine Aufgabe in Microsoft To Do. Die Aufgabenliste enthält eine Vorschau der Nachricht und einen direkten Link zum ursprünglichen E-Mail-Thread. Der KI-Assistent kann zudem lange E-Mail-Ketten zusammenfassen und offene Punkte hervorheben.

Effizienz im Vergleich: Outlook hinkt hinterher

Die Frage, wie viel Zeit die KI wirklich spart, bleibt spannend. Branchenvergleiche zeigen ein gemischtes Bild. Nutzer spezialisierter Tools wie Superhuman – im Juli 2025 von Grammarly übernommen – verarbeiten 34 Prozent mehr E-Mails und sparen über vier Stunden pro Woche. Outlook-Copilot-Nutzer kommen dagegen auf etwa 30 Minuten Ersparnis pro Woche.

Das dürfte Microsoft nicht ruhen lassen. Interne Projekte deuten auf eine weitreichende Konsolidierung hin.

„Super App" soll alle KI-Tools vereinen

Unter der Leitung von Jacob Andreou arbeitet Microsoft an einer sogenannten Super App. Das interne Motto lautet „Delivering one Copilot". Ziel ist es, GitHub Copilot, Copilot Chat und eine neue agentische Ebene namens „Autopilot" zu vereinen. Der Start der einheitlichen Plattform ist für Ende Sommer 2026 geplant.

Geleakte Informationen deuten auf spezialisierte Agenten hin – etwa ein „Scout"-Tool, das komplexe, plattformübergreifende Arbeitsabläufe übernehmen soll.

FBI warnt vor Kali365: Neue Phishing-Welle gegen Microsoft 365

Die Fortschritte bei der Produktivität haben eine Kehrseite: wachsende Sicherheitsrisiken. Ende Mai 2026 warnte das FBI vor einer Phishing-as-a-Service-Plattform namens Kali365. Das Tool ist seit mindestens April 2026 aktiv und wird auf Telegram für rund 250 Euro pro Monat vermarktet. Es zielt gezielt auf Microsoft-365-Konten ab.

Die Angreifer umgehen die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), indem sie OAuth-2.0-Gerätetoken stehlen. Die Opfer erhalten Phishing-E-Mails, die wie Benachrichtigungen von SharePoint, OneDrive oder Teams aussehen. Ein Klick führt zu einer täuschend echten Microsoft-Anmeldeseite. Sobald der Gerätecode eingegeben ist, haben die Hacker Zugriff auf Outlook und andere Office-Anwendungen – ohne das Passwort zu benötigen.

Das FBI empfiehlt Unternehmen, den Device Code Flow in den Sicherheitseinstellungen einzuschränken oder zu blockieren.

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Das Ausmaß der Sicherheitsprobleme spiegelt sich in den Community-Foren wider: Auf Microsoft Q&A wurden bis zum 30. Mai 2026 über 160.000 Fragen zu Outlook registriert, mehr als 22.000 davon zu Kontowiederherstellung, Hacking-Vorfällen und gesperrten Konten.

Neue Verwaltungsfunktionen und Optimierungsregeln

Microsoft hat zudem feinere Kontrollen für externe Kommunikation eingeführt. Seit dem 28. Mai 2026 unterstützt Outlook „Extern"-Tags in Posteingangsregeln. Nutzer können E-Mails von außerhalb der Organisation automatisch sortieren, markieren oder verschieben. Die Funktion steht für Windows, Web und Mac zur Verfügung und erfordert die Konfiguration über PowerShell.

Für die allgemeine Postfachpflege stehen mehrere Optimierungswerkzeuge bereit:

  • Sweep-Funktion: Automatische Bereinigung von Ordnern durch Löschen oder Verschieben von Nachrichten bestimmter Absender.
  • Tracking-Pixel blockieren: Nutzer können in den Sicherheitseinstellungen versteckte Pixel blockieren, mit denen Absender das Öffnen von E-Mails verfolgen.
  • Senden rückgängig machen: Die Plattform erlaubt einen Verzögerungszeitraum von bis zu 30 Sekunden.
  • Massenverwaltung: Neue Optionen erleichtern das Abbestellen von Newslettern in großen Mengen und die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben mit „Quick Steps".

Diese Neuerungen fallen in eine Zeit des Umbruchs im E-Mail-Marketing. So schloss Klaviyo im Frühjahr 2026 seine „Project Lighthouse"-Überholung ab, die unter anderem prädiktive Segmente und einheitliche Editoren für Multi-Channel-Kommunikation einführte.

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