Outlook Windows: Mehrere Konten ab August in einer Ansicht
28.05.2026 - 15:09:57 | boerse-global.deLange war es ein Ärgernis für Windows-Nutzer: Während die mobile Version und der Mac-Client schon lange mehrere Postfächer in einer Ansicht vereinen konnten, blieb der Windows-Outlook außen vor. Jetzt hat Microsoft nachgebessert.
Der Softwarekonzern bestätigte die Einführung der sogenannten „All Accounts View“ für Outlook unter Windows. Der Rollout soll laut Microsoft 365 Roadmap im August 2026 beginnen. Nutzer können dann E-Mails aus verschiedenen Konten in einer einzigen, integrierten Ansicht lesen, löschen, verschieben, archivieren und mit Flaggen versehen.
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Noch nicht alles perfekt
Die erste Version bringt jedoch Einschränkungen mit. Die Suchfunktion innerhalb der vereinheitlichten Ansicht wird sich zunächst nur auf das primäre Postfach erstrecken. Auch die Unterstützung von freigegebenen Postfächern ist erst für einen späteren Zeitpunkt geplant. Immerhin: Microsofts KI-Assistent Copilot wird von Anfang an in der neuen Ansicht integriert sein.
KI-Offensive auf ganzer Linie
Das Update ist Teil einer umfassenden KI-gestützten Modernisierung von Microsofts Software-Ökosystem. Für Mitte 2026 hat der Konzern ein bedeutendes Update für Windows 11 angekündigt, das sich speziell an Unternehmensnutzer und Besitzer von Copilot+-PCs richtet. Die Funktion „Ask Copilot“ wird in die Taskleiste und das Startmenü integriert und soll Zusammenfassungen liefern sowie den Workflow steuern.
Ein weiteres Feature namens „Click to Do“ ist für Excel geplant. Es automatisiert die Datenextraktion aus Bildern und PDFs direkt auf dem Gerät. Microsoft arbeitet zudem an einem neuen „Copilot Design System“, das auf Nutzerfeedback zu aufdringlichen Steuerelementen reagiert. Geplant sind ein „Dynamic Action Button“ und ein „Throw & Catch“-Mechanismus, die KI-Interaktionen kontextbezogener und weniger störend machen sollen.
Plattform-Entwicklung und Sicherheitslage
Die Unified Inbox ist nicht der einzige Schritt, um die neue Outlook-Version für Windows an die Funktionsvielfalt des klassischen Clients anzupassen. Bereits Ende 2025 wurde die native PST-Unterstützung eingeführt, zudem wurden der RAM-Verbrauch gesenkt und die Offline-Funktionen verbessert. Allerdings fehlen weiterhin COM-Add-Ins und VBA-Makros. Microsoft will den klassischen Outlook-Client bis 2029 unterstützen.
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Die Ankündigung fällt in eine Zeit intensiver Sicherheitsbemühungen. Erst im April 2026 schloss Microsoft eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2026-39833) in Outlook 365 und Outlook 2019, die Remotecodeausführung ermöglichte.
Aktuell sorgt eine Zero-Day-Sicherheitslücke in Exchange OWA (CVE-2026-42897) für Unruhe. Die Cross-Site-Scripting (XSS)-Lücke wird seit dem 14. Mai 2026 aktiv ausgenutzt. Microsoft empfiehlt als Übergangslösung den Exchange Emergency Mitigation Service (EEMS). Ein permanenter Patch wird erst um den 10. Juni 2026 erwartet.
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