Palantir, Künstliche Intelligenz

Palantir erwartet 2,65 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 02:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Palantir rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatzsprung auf rund 2,65 Milliarden Dollar. Neben Behörden tragen inzwischen vor allem US-Unternehmen zur Expansion des Datenanalyse-Spezialisten bei.

Palantirs Geschäft wächst in mehreren Bereichen

  • Palantir erwartet für das laufende Vierteljahr einen Umsatz von rund 2,65 Milliarden Dollar.
  • Der Umsatz im vergangenen Quartal stieg auf 2,3 Milliarden Dollar, der Quartalsgewinn auf 1,13 Milliarden Dollar.
  • Das US-Unternehmensgeschäft legte um 148 Prozent auf 984 Millionen Dollar zu.
Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert. (Archivbild) - Bild: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Palantir erwartet fast 2,65 Milliarden Dollar Umsatz

Die Datenanalyse-Firma Palantir setzt ihr rasantes Wachstum fort und erwartet für das laufende Vierteljahr einen Umsatz von rund 2,65 Milliarden Dollar. Das Unternehmen profitiert neben Aufträgen von Militär und Behörden zunehmend von der Nachfrage US-amerikanischer Firmen nach KI-Software.

Umsatz steigt im Jahresvergleich um 96 Prozent

Zuletzt erhöhte Palantir den Umsatz im Jahresvergleich um 96 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn wuchs um 49 Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar.

Palantir ist auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert. Die Software wird unter anderem eingesetzt, um Geheimdienst- und Militärinformationen zu analysieren.

US-Geschäft treibt die Expansion

Die Erlöse im US-Heimatmarkt lagen im vergangenen Vierteljahr bei 1,94 Milliarden Dollar und damit mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit amerikanischen Regierungsbehörden wuchs um 96 Prozent auf 953 Millionen Dollar.

Software von Palantir wird unter anderem vom Heimatschutzministerium und vom Pentagon eingesetzt. Medienberichten zufolge kommt sie auch im Iran-Krieg zum Einsatz.

Unternehmen fragen stärker nach KI-Hilfe

Besonders kräftig legte das Geschäft mit US-Unternehmen zu. Es stieg um 148 Prozent auf 984 Millionen Dollar und zeigt, dass Palantir seine Abhängigkeit vom öffentlichen Sektor verringert.

Für das laufende Quartal sagt das Unternehmen damit erneut ein Wachstumstempo von rund 90 Prozent voraus. Palantir zählt zu den Anbietern, die KI nicht nur für Text- oder Bildanwendungen, sondern zur Verarbeitung und Nutzung großer betrieblicher und staatlicher Datenbestände vermarkten.

Palantir verbindet Datenanalyse, künstliche Intelligenz und operative Entscheidungsunterstützung. Das Unternehmen arbeitet traditionell mit Sicherheitsbehörden und Streitkräften, hat sein Geschäftsmodell aber zunehmend auf kommerzielle Kunden ausgeweitet. Die Zahlen der Meldung zeigen, dass das aktuelle Wachstum nicht allein von öffentlichen Auftraggebern getragen wird.

Besonders dynamisch entwickelt sich der US-Markt: Regierungsaufträge und Unternehmensgeschäft liegen dort inzwischen in einer ähnlichen Größenordnung. Damit wird Palantir stärker von der allgemeinen Nachfrage nach KI-Software abhängig. Für Kunden liegt der Nutzen vor allem darin, große und heterogene Datenbestände in bestehende Arbeitsabläufe einzubinden, statt lediglich einzelne Anwendungen bereitzustellen.

Wachstum mit politischen und wirtschaftlichen Risiken

Die starke Konzentration auf die USA bietet Palantir kurze Wege zu Behörden und Unternehmen, erhöht aber zugleich die Abhängigkeit von staatlichen Budgets, politischen Prioritäten und der Investitionsbereitschaft großer Konzerne. Hinzu kommen Debatten über Datenschutz, den Einsatz datenbasierter Systeme in Sicherheitsbehörden und die Verwendung militärischer Software in Konflikten.

Für Anleger und Wettbewerber ist vor allem die anhaltend hohe Wachstumsrate relevant. Die Prognose von rund 2,65 Milliarden Dollar Umsatz im laufenden Quartal würde das Tempo nahezu halten. Entscheidend wird sein, ob Palantir die Expansion im Unternehmensgeschäft fortsetzen kann, ohne dass Margen, Kundenbindung oder die öffentliche Akzeptanz der Technologie unter Druck geraten.

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