Pando: OpenAI skaliert Git-Zugriffe und senkt Push-Latenz fast um das FĂŒnffache
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 04:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deOpenAI hat ein Git-kompatibles Backend namens Pando fĂŒr sein unternehmenseigenes Monorepo vorgestellt. Das System wurde so eingefĂŒhrt, dass die bestehenden ArbeitsablĂ€ufe der Entwickler ohne Ănderungen beibehalten werden konnten.
Die technische Darstellung der Eigenentwicklung wurde von den Autoren Aaron Friel, Taylor Blau und Ted Nyman veröffentlicht. Ziel von Pando ist es, horizontal skalierbare Schreibzugriffe auf viele Branches zu ermöglichen und zugleich einen maximalen Durchsatz bei Leseoperationen zu erreichen.
Skalierung und Leistungssteigerung im Entwicklungsbetrieb
Die Notwendigkeit fĂŒr das neue Backend ergab sich aus dem rasanten Wachstum der EntwicklungsaktivitĂ€ten. Nach Unternehmensangaben sollen die Quartals-Commits in das Monorepo bis Ende 2026 im Vergleich zum ersten Quartal 2024 um ĂŒber 2.400 Prozent steigen. Das bisherige System war diesem Druck zunehmend weniger gewachsen: Ende des Vorjahres war die ZuverlĂ€ssigkeit zeitweise unter die Marke von 90 Prozent gefallen.
Im produktiven Einsatz fĂŒhrte Pando laut OpenAI zu deutlichen Verbesserungen. So konnte die mediane Latenz bei Push-VorgĂ€ngen um fast das FĂŒnffache gesenkt werden. Zudem bewĂ€ltigt die Infrastruktur inzwischen ein enormes Datenvolumen und liefert pro Tag nahezu ein Petabyte an Git-Daten aus. Bei diesen Leistungs- und ZuverlĂ€ssigkeitsvorteilen handelt es sich allerdings um Angaben des Unternehmens, die bisher nicht unabhĂ€ngig geprĂŒft wurden.
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Technische Architektur und parallele Verarbeitung
Architektonisch setzt Pando darauf, Aktualisierungen von Branches unabhĂ€ngig voneinander zu koordinieren und Packfiles ĂŒber verschiedene Abrufe hinweg zu teilen. Am 2. November 2026 wurden weitere technische Details zur Funktionsweise bekannt: Pushes auf unabhĂ€ngige Referenzen laufen demnach vollstĂ€ndig parallel ab. Aktualisierungen einzelner Referenzen erfolgen wiederum ĂŒber atomare Compare-and-Swap-Operationen, um Konsistenz zu gewĂ€hrleisten.
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ZusĂ€tzlich integriert das System ein mehrstufiges Speichermanagement. Eine Hintergrund-Kompaktierung fasst kleinere Packfiles schrittweise zu gröĂeren Einheiten zusammen, die bis zu vier Ebenen (L4) umfassen. Dieses Verfahren Ă€hnelt dem Prinzip von Log-Structured Merge-Trees (LSM-Trees), wie sie aus modernen Datenbanksystemen bekannt sind.
Mit diesem Ansatz entschied sich OpenAI fĂŒr eine andere Strategie als Branchenkollegen: Anders als Anthropic behielt OpenAI das etablierte Git-System als grundlegendes Fundament der eigenen Codebasis bei, anstatt eine völlig neue Versionsverwaltung einzufĂŒhren.
