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Papst Leo XIV.: Nach Lungen-OP droht ein Leistungsverlust von 10 bis 20 Prozent

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 12:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach der Entfernung des rechten unteren Lungenlappens verläuft die Erholung normal; öffentliche Termine entfallen bis zum 20. Oktober.

Papst Leo XIV. erfolgreich an frühem Lungenadenokarzinom operiert
Ein leerer, sonnendurchfluteter Flur in einer modernen römischen Klinik mit Marmorboden und hohen Fenstern. Illustration mit AI erstellt.

Beim 71-jährigen Papst Leo XIV. ist in der römischen Gemelli-Klinik der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden. Eine histologische Schnellschnittuntersuchung während des Eingriffs bestätigte den vorab bestehenden Verdacht auf ein bösartiges Lungenadenokarzinom.

Die Operation erfolgte mittels videoassistierter Technik, dauerte rund 90 Minuten und verlief nach Angaben der behandelnden Mediziner erfolgreich sowie ohne Komplikationen. Insgesamt befand sich der Papst etwa drei Stunden im Operationssaal.

Chirurgischer Verlauf und medizinische Befunde

Der festgestellte Rundherd war zuvor im Rahmen einer Routineuntersuchung entdeckt worden. Er befand sich in einem sehr frühen, gut lokalisierten Stadium ohne Anzeichen einer Ausbreitung.

Zur exakten Größe des Karzinoms machten die Verantwortlichen keine Angaben. Das chirurgische Team stand unter der Leitung von Stefano Margaritora, Chefarzt der Thoraxchirurgie am Policlinico Gemelli, der laut Berichten auf eine Erfahrung von über 5.500 Lungenoperationen zurückblickt.

Unterstützt wurde er von Elisa Meacci, Maria Teresa Congedo und Leonardo Petracca Ciavarella, während die Anästhesie von Massimo Antonelli, Giovanni Punzo und Giuseppe Bello verantwortet wurde.

Nach dem regulären Erwachen aus der Narkose und einer kurzen Beobachtungsphase wurde der Papst auf ein Zimmer im zehnten Stock der Klinik verlegt. Der eigentliche Papsttrakt stand aufgrund von Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung. Am 13. Oktober 2026 war das Kirchenoberhaupt kurz nach 13 Uhr zu Fuß im Krankenhaus eingetroffen. Für die Dauer des Aufenthalts wurde der Zugang zu dem entsprechenden Klinikbereich gesperrt.

Fachärzte ordnen den Eingriff als Standardverfahren bei früh erkannten Tumoren ein. Edoardo Mercadante vom Institut Ifo Regina Elena in Rom erklärte, dass eine Lobektomie bei Lungenknoten üblicherweise zwei bis drei Stunden in Anspruch nehme und bei bösartigen Befunden neben der Lappenentfernung auch eine mediastinale Lymphadenektomie umfasse.

Jürgen Behr vom Lehrstuhl für Klinische Pneumologie der Ludwig-Maximilians-Universität München wies darauf hin, dass das Adenokarzinom die häufigste Lungenkrebsform sei und der Verlust des unteren Lungenlappens einen Leistungsverlust des Organs von etwa 10 bis 20 Prozent nach sich ziehe.

Eine im September 2026 im New England Journal of Medicine veröffentlichte Übersichtsarbeit von Callister und Silvestri beziffert das Krebsrisiko bei Lungenknoten ab einem Zentimeter Größe auf rund 15 Prozent, während sich laut der American Thoracic Society insgesamt weniger als 5 Prozent aller Lungenknoten als bösartig herausstellen.

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Ein Zufallsbefund bei einer Routineuntersuchung hat beim Papst einen Lungenknoten im sehr frühen Stadium sichtbar gemacht — und damit den Weg für eine rechtzeitige Behandlung geebnet. Wer die eigenen Risiken kennt, kann im Ernstfall ruhiger entscheiden. Kostenlosen Gesundheits-Leitfaden anfordern

Verlauf der Rekonvaleszenz und Terminabsagen

Einen Tag nach der Operation verließ Papst Leo XIV. das Bett, ging im Krankenhaus umher, nahm Nahrung zu sich und absolvierte Atemübungen. Die Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora stellten nach Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen fest, dass die Werte im erwarteten Bereich lägen und der postoperative Verlauf normal sei.

Vatikansprecher Matteo Bruni teilte mit, dass die postoperative Erholung voraussichtlich etwa eine Woche in Anspruch nehmen werde. Der durchschnittliche Klinikaufenthalt nach einem solchen Eingriff liegt bei sieben bis zehn Tagen.

Sämtliche öffentlichen Audienzen und Termine wurden bis einschließlich 20. Oktober 2026 abgesagt, darunter auch ein für diesen Zeitraum vorgesehener Gottesdienst zu Ehe und Familie auf dem Petersplatz.

Ob eine für den 6. bis 17. November geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru – einschließlich eines Aufenthalts im 3.400 Meter hoch gelegenen Cusco – stattfinden kann, hält der Vatikan vorerst offen.

Hintergrund und weltweite Reaktionen

Papst Leo XIV., der aus den Vereinigten Staaten stammt und am 8. Mai 2025 zum Nachfolger von Papst Franziskus gewählt wurde, gilt als sportlich und ist Nichtraucher. Adenokarzinome treten statistisch vermehrt auch bei Personen auf, die nicht rauchen.

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Nach einer Lungen-OP geht es für viele Betroffene um die Frage: Wie viel Leistung kommt zurück? Fachärzte sprechen von einem möglichen Verlust von rund 10 bis 20 Prozent — doch mit gezielten Atemübungen lässt sich die Ausdauer Schritt für Schritt wieder aufbauen. Leitfaden zur Erholung nach Lungen-OP sichern

In der Familie des Papstes traten bereits Krebserkrankungen auf: Seine Mutter Mildred starb im Alter von 78 Jahren nach einer Chemotherapie, sein Vater Louis Prevost mit 77 Jahren an Darmkrebs, und sein in Florida lebender Bruder Louis Prevost befindet sich wegen eines Multiplen Myeloms in medizinischer Behandlung.

Auf die Nachricht der Operation reagierten zahlreiche internationale Staats- und Kirchenvertreter mit Genesungswünschen, darunter der britische Monarch König Charles III. per Brief sowie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer. Weitere Botschaften übermittelten unter anderem UN-Generalsekretär António Guterres, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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