Parallels Desktop 27: Metal-Grafiktreiber mit 160% OpenGL-Boost
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 17:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Parallels hat Parallels Desktop 27 veröffentlicht, eine neue Version seiner Virtualisierungssoftware für Apple-Silicon-Macs. Im Zentrum des Updates steht ein neuer, Metal-basierter Grafiktreiber, der erstmals OpenGL 4.3 für Windows-VMs unterstützt und damit die Grafikleistung in virtuellen Maschinen spürbar verbessern soll.
Deutliche Leistungssprünge bei Grafik und Rendering
Nach Angaben von Parallels liefert der neue Grafiktreiber auf M3-Chips und neueren Modellen eine bis zu 160 Prozent schnellere OpenGL-Leistung. Besonders profitieren sollen Nutzer professioneller Grafikanwendungen: In ArcGIS Pro verspricht der Hersteller eine bis zu 35 Prozent schnellere 3D-Rendering-Leistung sowie eine um 24 Prozent beschleunigte Workflow-Verarbeitung. Damit richtet sich die neue Version gezielt an Anwender, die rechenintensive Grafik- und Geodatenanwendungen unter Windows auf dem Mac ausführen.
KI-Beschleunigung durch SME2-Unterstützung
Parallels Desktop 27 nutzt zudem die SME2-Technologie (Scalable Matrix Extension) auf M4-Chips und neueren Modellen, um KI-Workloads innerhalb der virtuellen Maschinen zu beschleunigen. Laut Hersteller lassen sich Matrix-Operationen dadurch bis zu siebenmal schneller ausführen.
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Neuronale Netze sollen auf M4-Chips und neueren Modellen um bis zu das 1,75-fache beschleunigt werden. Die SME-Unterstützung steht sowohl für Linux- als auch für Windows-VMs zur Verfügung, was die neue Version auch für Entwickler und Datenwissenschaftler interessant macht, die KI-Modelle plattformübergreifend testen oder trainieren.
Neue Funktionen für Unternehmenskunden
Neben den Leistungsverbesserungen bringt Parallels Desktop 27 auch eine Reihe von Funktionen für den Unternehmenseinsatz mit. Dazu zählen eine kommandozeilenbasierte Lizenzprüfung, eine erneuerte SOC-2-Zertifizierung sowie das Konzept sogenannter Secure Golden Images für sichere, standardisierte VM-Vorlagen.
Zusätzlich integriert die Software eine DevOps-Oberfläche mit Jenkins-Anbindung, die Entwicklerteams bei der Automatisierung von Build- und Testprozessen unterstützen soll.
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Preise und Verfügbarkeit
Die Standard Edition von Parallels Desktop 27 ist als Dauerlizenz für 219,99 US-Dollar erhältlich. Alternativ bietet Parallels ein Abonnement für 99,99 US-Dollar pro Jahr an. Interessierte können die Software zunächst über eine 14-tägige Testversion ausprobieren, bevor sie sich für eine der beiden Lizenzoptionen entscheiden.
Mit den erweiterten Grafik- und KI-Funktionen positioniert Parallels seine Desktop-Virtualisierung stärker als Werkzeug für professionelle und technisch anspruchsvolle Einsatzszenarien auf Apple-Silicon-Hardware – von Geodatenanalyse bis hin zu KI-gestützten Entwicklungsworkflows.
Mehr zum Thema bei 9to5Mac: „Parallels Desktop 27 brings OpenGL 4.3 and AI acceleration to Apple silicon“
