Parkinson, Antikörper

Parkinson: Antikörper Prasinezumab verzögert Krankheit um 11 Wochen

Veröffentlicht: 11.06.2026 um 14:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue TherapieansÀtze bei Parkinson: Sport, Prasinezumab-Studie und Anerkennung als Berufskrankheit erweitern Behandlungsoptionen.

Parkinson-Therapie 2026: Kickboxen, Antikörper und Berufskrankheit
Senioren trainieren therapeutisches Kickboxen in einem hellen Fitnessstudio, fokussiert auf Bewegung und Koordination. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Besonders das therapeutische Kickboxen zeigt vielversprechende Ergebnisse.

Training gegen die Sturzgefahr

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Der TSV Eintracht Hittfeld in Seevetal suchte im Juni 2026 personelle VerstĂ€rkung. Grund: Das Parkinson-Kickboxen in der Sportarena SchĂŒtzenstraße wĂ€chst rasant. Das Team besteht unter anderem aus der Kickboxerin und Parkinson-Krankenschwester Beate Schönwald vom UniversitĂ€tsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Das Ziel: SelbststÀndigkeit fördern, Sturzrisiko senken. Die dynamischen Bewegungen trainieren Gleichgewicht, ReaktionsfÀhigkeit und Kraft. So sollen die typischen motorischen EinschrÀnkungen der Erkrankung abgemildert werden.

Medikamentöser Durchbruch

Auch die Pharmaforschung liefert neue Hoffnung. Eine am 9. Juni 2026 im Fachjournal The Lancet veröffentlichte Phase-II-Studie zeigt: Der Antikörper Prasinezumab von Roche verzögert den Krankheitsverlauf.

An der Studie nahmen 534 Patienten in Europa, den USA und Kanada teil. In der Placebo-Gruppe verschlechterte sich der Zustand nach durchschnittlich 49,7 Wochen. Bei den mit Prasinezumab behandelten Patienten trat dieser Effekt erst nach 61,1 Wochen ein – ein Zeitgewinn von 11,4 Wochen.

Besonders deutlich war der Effekt bei Patienten, die bereits L-Dopa einnahmen. Hier verzögerte sich die Verschlechterung um 16 Wochen auf ĂŒber 64 Wochen. Eine Phase-III-Zulassungsstudie lĂ€uft bereits unter der Leitung von Klaus Seppi von der Medizinischen UniversitĂ€t Innsbruck an 110 Zentren.

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Parkinson als Berufskrankheit

Ende Mai 2026 erkannte das Bundeskabinett Parkinson als Berufskrankheit an – bei nachweisbarem Zusammenhang mit Pestizid-Kontakt. Das betrifft vor allem BeschĂ€ftigte in der Land- und Forstwirtschaft, im Gartenbau und in der SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung.

Betroffene erhalten nun Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Dazu zĂ€hlen Rentenzahlungen oder spezifische Rehabilitationsmaßnahmen. FĂŒr die Umsetzung stellt der Bund 20 Millionen Euro fĂŒr die Sozialversicherung fĂŒr Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau bereit. Die endgĂŒltige Zustimmung des Bundesrates steht noch aus.

Die Kombination aus spezialisierten Sportangeboten, neuen Medikamenten und verbesserten rechtlichen Rahmenbedingungen erweitert die UnterstĂŒtzung fĂŒr Parkinson-Patienten im Jahr 2026 massiv.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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