Parodontitis-App ParoComPas: Plaque-Wert sinkt um 16,2 Prozent
30.05.2026 - 00:01:43 | boerse-global.deDie Ernährungswissenschaftlerin Valeriya Denisova hat für ihre Forschung an der Makroalge Ulva compressa – besser bekannt als Meeressalat – den Better World Award 2025 erhalten. Ihre Arbeit zeigt: Das grüne Meeresgemüse könnte zur nachhaltigen Nährstoffquelle für Mensch und Tier werden.
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Denisova erforscht im Projekt SolKubiM an der Universität Potsdam und dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau den Anbau der Alge in salzhaltigem Tiefenwasser in Bad Saarow. Die Analyseergebnisse sind vielversprechend: Die Alge ist reich an Ballaststoffen, essenziellen Aminosäuren, Carotinoiden und Omega-3-Fettsäuren. Aktuell untersucht die Forscherin die optimalen Kultivierungsbedingungen – mit speziellen Belichtungssystemen.
Algen als Futter für Milchkühe
Auch die Nutztierhaltung entdeckt Algen für sich. Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf testet seit etwa einem Jahr im Projekt Alg4Nut, ob Algen als Futtermittel für Milchkühe taugen. In einem aktuellen Versuch erhielten zehn von 30 Kühen Algenfutter. Die Forscher analysieren die Auswirkungen auf Milchproduktion, Energieeffizienz und Methanausstoß. Erste Beobachtungen deuten auf eine gute Akzeptanz hin – die detaillierten Laboranalysen stehen aber noch aus.
Was hat Ernährung mit gesunden Zähnen zu tun?
Die im Juni 2026 veröffentlichte 124. Ausgabe der Patienteninformation ZahnRat liefert Antworten. Die Zahnärztinnen Anja Kulick und Shirin Nikkhah-Shirazi haben Empfehlungen entwickelt, die sich an Patienten in Brandenburg, Sachsen und Thüringen richten. Im Fokus: versteckter Zucker, kauintensive Kost zur Speichelanregung und die Auswirkungen von Intervallfasten auf die Mundflora.
Die Botschaft der Experten: Die richtige Lebensmittelauswahl unterstützt nicht nur den Stoffwechsel, sondern stärkt auch die Zähne.
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Neue Waffe gegen Parodontitis
Forschende des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Halle haben einen Wirkstoff identifiziert, der den Parodontitis-Erreger Porphyromonas gingivalis gezielt blockiert – ohne die nützliche Mundflora anzugreifen. Das Spin-off PerioTrap Pharmaceuticals hat bereits eine Mikrobiom-Zahnpasta auf den Markt gebracht. Weitere Produkte wie Pflege-Gele und Mundwässer sind in Entwicklung.
Digitale Hilfe kommt von der App ParoComPas, einem Prototyp des Spin-offs Phellow seven. Eine klinische Studie an sieben Universitätskliniken mit 194 Patienten bestätigte: Moderate Nutzer der App verbesserten ihre mundgesundheitsbezogene Lebensqualität signifikant und senkten den Plaque-Wert um 16,2 Prozentpunkte.
Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln
Trotz des Booms an Supplementen warnen Fachleute vor unnötigen Präparaten. Eine Untersuchung von Öko-Test vom Juni 2026 bewertete 28 Magnesium-Präparate als überflüssig für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung. Die Kritik: Jedes zweite Produkt überschreitet die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung von 250 Milligramm pro Tag. Überdosierungen können Durchfall oder Herz-Kreislauf-Probleme auslösen.
Gleichzeitig kommen neue Funktionsgetränke auf den Markt – wie das im Mai 2026 eingeführte Wasser BAZE mit B-Vitaminen, Magnesium, Zink, Selen und dem Kohlenhydrat Isomaltulose. Der Rat der Experten: Mineralstoffe lieber über natürliche Quellen wie Vollkornprodukte, Nüsse oder eben Makroalgen decken als über hochdosierte Supplemente.
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