Passkeys, Microsoft

Passkeys ab September: Microsoft macht SMS-Login überflüssig

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 11:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Das Wayne County Community College verlegt seine IT-Infrastruktur komplett zu Microsoft 365. Neue Sicherheitsstandards und KI-Richtlinien begleiten den Wechsel.

WCCCD-Studierende: Umstellung von G Suite auf Microsoft 365
Nahaufnahme der Hände eines Studenten, die auf einem Laptop tippen, mit einem leuchtenden Microsoft 365-Logo über dem Bildschirm. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Migration begann am 17. Juli 2026 und zentralisiert sämtliche akademische Werkzeuge in einem einzigen Ökosystem. Für deutsche Bildungseinrichtungen, die ähnliche Umstellungen planen, bietet dieser Schritt wertvolle Anhaltspunkte.

Das My Wildcat Portal als zentrale Anlaufstelle

Der Umstieg erfolgt über das neue Self-Service-Portal "My Wildcat Portal". Es bündelt den Zugriff auf zentrale Anwendungen wie Outlook, Teams und OneDrive. Darüber hinaus integriert die Plattform wichtige akademische Systeme – darunter Degree Works, Blackboard und die Verwaltung von Studiengebühren und Finanzhilfen.

Um die Sicherheit während der Umstellung zu gewährleisten, müssen alle Studierenden eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) nutzen. Dieser Schritt folgt einem branchenweiten Trend zu strengeren Identitätsprüfungen im Bildungsbereich.

Gestaffelte Einführung und KI-Richtlinien in Maryland

Während das WCCCD den kompletten Umstieg auf einmal vollzieht, setzen andere Einrichtungen auf eine gestaffelte Einführung – insbesondere bei KI-Tools. Die St. Mary's County Public Schools in Maryland haben Anfang Juli mit dem Enterprise-Rollout von Microsoft Copilot begonnen.

  • Verwaltungspersonal: Zugriff seit 1. Juli 2026
  • Lehrkräfte: Zugriff ab 1. Januar 2027
  • Studierende: Zugriff frühestens Ende 2027

Der Einsatz unterliegt strengen Richtlinien, die bereits im Juni 2024 festgelegt wurden. Sie verbieten den Einsatz von KI für Benotungen, Disziplinarmaßnahmen oder formelle Leistungsbewertungen. Zudem müssen alle KI-generierten Inhalte klar gekennzeichnet werden. Sensible Daten bleiben im geschützten Microsoft-365-Mandanten – eine Vorgabe, die an die europäische DSGVO erinnert.

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Neue Sicherheitsstandards ab Herbst 2026

Microsoft führt mehrere plattformweite Änderungen ein, die Studierende und Lehrkräfte betreffen werden:

Ab 1. September 2026 werden Passkeys zur Standard-Authentifizierungsmethode in Microsoft Entra ID. Die native SMS- und Sprachauthentifizierung wird bis zum 1. Februar 2027 eingestellt. Nutzer müssen dann vor der Anmeldung einen Passkey registrieren. Branchenanalysten von Forrester empfehlen, bei dieser Migration besonders risikoreiche Nutzergruppen zu priorisieren.

Auch die externe Zusammenarbeit ändert sich: Die Einmal-Passwort-Authentifizierung (OTP) für SharePoint Online wird ab 1. Oktober 2026 schrittweise abgeschaltet. Sämtliches externes Teilen läuft dann über Microsoft Entra B2B – der Prozess soll bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein.

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Mit der Umstellung auf Passkeys reagiert Microsoft auf die Bedrohung durch Datenklau, von dem jährlich Millionen Konten in Deutschland betroffen sind. Ein kostenloser Report zeigt, wie Sie die neue Technologie bei Diensten wie Microsoft oder WhatsApp sofort einrichten und so Hackerangriffen keine Chance mehr lassen. Was steckt hinter Passkeys – der Technologie, die Passwörter für immer ablösen soll?

Datenaufbewahrung: Teams-Nachrichten mit Verfallsdatum

Mit der zunehmenden Nutzung von Microsoft Teams für die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrkräften verschärfen sich die Datenmanagement-Regeln. Die Johns Hopkins University hat eine neue Aufbewahrungspolitik angekündigt:

  • Teams-Chatnachrichten: Automatische Löschung nach 90 Tagen (ab 15. Oktober 2026)
  • Nachrichten vor dem 17. Juli 2026: Werden um diesen Stichtag herum gelöscht
  • Besprechungsaufzeichnungen und Transkripte: 180-Tage-Löschzyklus

Die Universität empfiehlt, wichtige akademische Inhalte vor der Oktober-Frist in permanente Teams-Kanäle oder OneDrive zu verschieben.

Parallel dazu führt Microsoft ab August 2026 eine KI-basierte Archivierung ein. Teams wird dann automatisch KI-Besprechungsarchive für berechtigte Sitzungen erstellen – vorausgesetzt, ein Transkript wurde gespeichert und mindestens ein Teilnehmer besitzt eine Copilot-Lizenz.

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