Passwort-Illusion, Deutschen

Passwort-Illusion: 74% der Deutschen unterschÀtzen ihr Sicherheitsrisiko

31.05.2026 - 22:49:43 | boerse-global.de

Kryptobörse MEXC veröffentlicht Anleitung zur 2FA-Einrichtung. Hintergrund: Cyberangriffe werden schneller, KI treibt Professionalisierung der Hacker voran.

Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der Experten vor der UnzulÀnglichkeit klassischer Passwörter warnen.

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Die trĂŒgerische Sicherheit der Passwörter

74 Prozent der Deutschen halten ihre Passwörter fĂŒr sicher – ein gefĂ€hrlicher Trugschluss. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von YouGov im Auftrag des eco-Verbandes. Die RealitĂ€t sieht anders aus: Nur etwa jeder vierte Nutzer verwendet eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Lediglich 24 Prozent setzen auf Passwort-Manager.

Norbert Pohlmann vom Vorstand des eco-Verbandes bezeichnet das herkömmliche Passwort als die unsicherste Form der Authentifizierung. Christian Dörr, Professor am HPI, betont jedoch: Passwörter bleiben vorerst ein zentraler Baustein der Sicherheit.

Generation Z zeigt, wie es geht

Besonders junge Nutzer setzen auf moderne Verfahren. 41 Prozent der 18- bis 29-JĂ€hrigen verwenden bereits passwortlose Anmeldeverfahren. Der Trend zeigt: Die Generation Z ist bereit fĂŒr den Abschied vom klassischen Passwort.

Google rĂŒstet gegen Cookie-Diebstahl auf

Parallel zu den BemĂŒhungen um Authentifizierungs-Apps treibt Google die technische Absicherung voran. FĂŒr Chrome unter Windows startete Ende Mai der Rollout von Device Bound Session Credentials (DBSC). Das Verfahren bindet Sitzungscookies kryptografisch an die Hardware des Nutzers.

Der Browser nutzt das Trusted Platform Module (TPM) oder die Secure Enclave, um ein nicht exportierbares SchlĂŒsselpaar zu erzeugen. Die Folge: Selbst wenn Angreifer Cookies stehlen, sind diese auf fremden GerĂ€ten wertlos.

Cyberangriffe werden rasant schneller

Die Geschwindigkeit von Cyberangriffen hat massiv zugenommen. Analysen von Mandiant zeigen: Die Zeitspanne zwischen Einbruch und Datenweitergabe sank von acht Stunden im Jahr 2022 auf nur 22 Sekunden im Jahr 2025. Ein Grund mehr, auf starke Authentifizierung zu setzen.

KI treibt die Professionalisierung der Angreifer

Kaspersky meldete fĂŒr Januar bis April 2026 einen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-GerĂ€te um 188 Prozent. Auf Plattformen wie Telegram verbreiten sich automatisierte Phishing-Dienste wie „Kali365“. Sie zielen gezielt darauf ab, herkömmliche MFA-Verfahren zu umgehen.

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Behörden schlagen Alarm

Das britische NCSC empfiehlt mittlerweile Passkeys und biometrische Verfahren als sicherste Authentifizierungsmethode. In Indien fĂŒhrte die Umstellung der Zentralbank auf FIDO-basierte Passkeys zu einer Halbierung der BetrugsfĂ€lle bei gleichzeitig schnelleren Transaktionen.

In Deutschland warnte das Bundesfinanzministerium zuletzt vor einer aktuellen Phishing-Welle. Kriminelle nutzen gefÀlschte Steuererstattungsmitteilungen, um sensible Zugangsdaten abzugreifen.

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