PayPal, Umsatz

PayPal Q1 2026: Umsatz übertrifft Erwartungen, Gewinn sinkt

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 23:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

PayPal übertrifft Umsatzerwartungen, verzeichnet aber einen Gewinnrückgang. Der Konzern startet eine Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm.

PayPal übertrifft Umsatzprognosen, kämpft mit Gewinnrückgang
Digitale Finanzdatenströme mit dezentem PayPal-Logo, symbolisieren Wachstum, KI-Integration und Aktienperformance im digitalen Finanzkontext. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

San José – PayPal hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 8,4 Milliarden US-Dollar erzielt und damit die Analystenprognosen von rund 8,1 Milliarden US-Dollar übertroffen. Das abgerechnete Zahlungsvolumen (Total Payment Volume, TPV) stieg um elf Prozent auf 464 Milliarden US-Dollar. Besonders die Venmo-Sparte und das „Kauf auf Rechnung“-Geschäft (BNPL) trugen zum Wachstum bei. Venmo verzeichnete ein Plus von 14 Prozent und macht nun 19 Prozent des Gesamtvolumens aus. Die Transaktionen über „Pay with Venmo“ schnellten sogar um 34 Prozent nach oben.

Doch die positive Umsatzentwicklung hat einen Haken: Der Nettogewinn fiel von 1,29 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 1,11 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 1,21 US-Dollar pro Aktie. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,34 US-Dollar. Die Zahl der aktiven Konten stieg leicht um ein Prozent auf 439 Millionen, während die Transaktionen pro aktivem Konto minimal um ein Prozent auf 58,7 sanken.

KI-Revolution und Konzernumbau

CEO Enrique Lores hat ein milliardenschweres Sparprogramm angekündigt. Der Konzern treibt die Künstliche Intelligenz massiv voran und verspricht sich davon Einsparungen von mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar in den nächsten zwei bis drei Jahren. Bereits zuvor hatte PayPal rund 20 Prozent der Belegschaft entlassen – etwa 4.700 Stellen fielen weg.

Gleichzeitig stellte der Konzern seine Struktur auf drei Geschäftsbereiche um:
- Checkout Solutions & PayPal
- Consumer Financial Services & Venmo
- Payment Services & Crypto

Das Ziel: mehr Fokus auf die Wachstumsfelder. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet PayPal ein Ergebnis je Aktie, das zwischen einem leichten Rückgang und leichtem Plus gegenüber 2025 liegen dürfte.

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Erste Dividende und milliardenschwerer Aktienrückkauf

Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, schüttet PayPal erstmals eine Dividende aus. Nach einer ersten Zahlung von 0,14 US-Dollar pro Aktie im Jahr 2025 wurde der Betrag für 2026 auf 0,28 US-Dollar verdoppelt. Zudem legt der Konzern ein neues 15 Milliarden US-Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm auf. Der bereinigte freie Cashflow soll 2026 bei mindestens sechs Milliarden US-Dollar liegen.

Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Börse skeptisch. Die PayPal-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 14 Prozent verloren, auf Jahressicht sogar 25 bis 30 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa acht – deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Analysten fordern weitere Belege für die Nachhaltigkeit der Margen, bevor sie eine Neubewertung vornehmen.

Wettbewerb im Checkout-Markt wird härter

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PayPal steht unter Druck: Konkurrenten wie Stripe Link haben im ersten Halbjahr 2026 bereits 200 Millionen registrierte Konten gemeldet – und nähern sich damit den rund 220 Millionen von PayPal. Auch Shop Pay (150 Millionen Konten) sowie BNPL-Anbieter wie Klarna und Afterpay investieren massiv in die Optimierung des Gast-Checkouts.

PayPal setzt dagegen auf seinen Fastlane-Service, der die Konversionsrate beim Checkout um acht bis 13 Prozent verbessern soll. Im Bereich der digitalen Währungen hat das Unternehmen seinen regulierten Stablecoin PYUSD auf die Polygon-Blockchain gebracht – mit dem Ziel, globale Abwicklungen günstiger zu machen. Die Marktkapitalisierung des Stablecoins liegt derzeit bei rund drei Milliarden US-Dollar.

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