PayPal-Übernahme, Stripe

PayPal-Übernahme: Stripe und Advent verhandeln über 53-Mrd-Deal

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 06:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PayPal verhandelt erneut über eine Übernahme durch Stripe und Advent. Analysten zeigen sich gespalten, während das Unternehmen starke Quartalszahlen präsentiert.

PayPal: Übernahmegespräche mit Stripe und Advent wieder aufgenommen
Ein modernes Büro-Konferenzzimmer mit Blick auf ein Finanzviertel, in dessen Mitte ein Smartphone mit digitaler Zahlungs-App liegt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Zahlungsdienstleister PayPal steht im Zentrum weitreichender Konsolidierungsbestrebungen in der Finanztechnologie-Branche. Wie Mitte August bekannt wurde, hat das Unternehmen die Verhandlungen über eine mögliche Übernahme durch den Wettbewerber Stripe und den Finanzinvestor Advent wieder aufgenommen. Zuvor war ein Angebot in Höhe von 60,50 US-Dollar pro Aktie, was einem Gesamtwert von rund 53 Milliarden US-Dollar entspricht, abgelehnt worden.

Verhandlungen über strategische Neuausrichtung dauern an

Trotz der ursprünglichen Ablehnung des Angebots durch PayPal werden die Gespräche laut Branchenberichten fortgeführt. Analysten gehen davon aus, dass eine Einigung möglicherweise innerhalb der nächsten Wochen erzielt werden könnte.

Das Interesse von Stripe an einer solchen Transaktion unterstreicht die aktuelle Expansionsstrategie des Unternehmens. Parallel zu den Verhandlungen mit PayPal wurde bekannt, dass Stripe das Unternehmen OpenRouter für eine Summe von über 7 Milliarden US-Dollar übernimmt.

Die strategischen Bewegungen fallen in eine Phase, in der PayPal seine Marktposition festigen will. Während das Übernahmeangebot von 60,50 US-Dollar pro Aktie die Bewertung stützt, bleibt die operative Entwicklung des Unternehmens ein zentraler Faktor für Investoren.

Aktuelle Marktdaten und Analysteneinschätzungen

An der Börse zeigte sich die PayPal-Aktie zuletzt volatil. Am vergangenen Montag sank der Kurs um 1,93 Prozent auf 60,47 US-Dollar, wobei das Handelsvolumen mit etwa 9,07 Millionen Aktien rund 52 Prozent unter dem üblichen Durchschnitt lag.

In den darauffolgenden Handelstagen stabilisierte sich das Papier leicht und notierte zuletzt bei 60,75 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung wird derzeit auf rund 51,97 Milliarden US-Dollar taxiert, bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 11,48.

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Das Stimmungsbild unter den Marktbeobachtern bleibt gemischt. Von insgesamt 47 befragten Analysten raten derzeit 34 zum Halten der Aktie, während 9 eine Kaufempfehlung aussprechen und 4 zum Verkauf raten. Das durchschnittliche Kursziel wird in einem Korridor zwischen 56,19 US-Dollar und knapp unter 60,00 US-Dollar verortet.

Solide Quartalszahlen und institutionelles Interesse

Trotz der Unruhe durch die Übernahmegerüchte konnte PayPal im operativen Geschäft zuletzt positive Akzente setzen. Im zweiten Quartal, dessen Ergebnisse Ende Juli veröffentlicht wurden, meldete das Unternehmen einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,38 US-Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Analysten, die im Konsens von 1,28 US-Dollar ausgegangen waren, übertroffen.

Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent auf 8,68 Milliarden US-Dollar. Zudem kündigte das Unternehmen eine Dividende in Höhe von 0,14 US-Dollar an, die im September zur Auszahlung kommen soll.

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Diese fundamentale Entwicklung hat das Interesse institutioneller Anleger verstärkt. Im zweiten Quartal des Jahres tätigten namhafte Investmenthäuser umfangreiche Zukäufe:

  • BlackRock: Der Vermögensverwalter erwarb rund 74,97 Millionen PayPal-Aktien in einem geschätzten Gesamtwert von 3,24 Milliarden US-Dollar.
  • Equity Investment Corp: Das Unternehmen kaufte etwa 3,30 Millionen Aktien im Wert von zirka 142,41 Millionen US-Dollar, womit PayPal die zwölftgrößte Position in ihrem Portfolio einnimmt.
  • Mitsubishi UFJ Asset Management: Der japanische Finanzkonzern baute seine Beteiligung um rund 2,26 Millionen Aktien im Wert von zirka 97,37 Millionen US-Dollar aus.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Gespräche mit Stripe und Advent zu einer finalen Übereinkunft führen oder ob PayPal seinen Weg als eigenständiges Unternehmen unter dem Druck des Wettbewerbs fortsetzt.

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