PC Insights: Microsofts KI-Tool frisst 1 GB RAM beim Sparen
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 22:36 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der KI-Assistent von Microsoft soll künftig die Systemleistung von Windows-11-PCs überwachen – und fällt dabei selbst durch hohen Speicherverbrauch auf.
Die neue Funktion namens PC Insights ist Teil des Copilot-Dienstes und wird derzeit schrittweise an Nutzer in den USA ausgerollt. Sie analysiert die Auslastung von CPU, RAM und GPU, prüft den Akkuzustand, die Speicherkapazität und den Netzwerkstatus. Auch Windows Update, Antivirensoftware und Startzeiten werden überwacht.
Lesender Zugriff ohne Reparaturfunktion
PC Insights führt einen rein lesenden Systemscan durch und kann potenzielle Probleme identifizieren – etwa wenn der freie Speicher für eine bestimmte Anwendung nicht ausreicht. „Die Funktion erkennt, dass nur 87 GB frei sind, obwohl ein Programm mehr als 100 GB benötigt", so ein Microsoft-Sprecher. Eine automatische Fehlerbehebung bietet das Tool derzeit jedoch nicht.
Die Nutzung ist freiwillig: Anwender müssen Copilot manuell die Berechtigung erteilen, auf Systemdaten zuzugreifen. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und läuft auf Windows 11 Version 23H2 und neuer.
Ironie der Effizienz: KI frisst Arbeitsspeicher
Beobachter sehen eine gewisse Ironie in der Performance-Bilanz des Tools. Während PC Insights eigentlich helfen soll, ausgelastete Systeme zu identifizieren, belegt Copilot selbst zwischen 800 MB und 1 GB RAM, wenn die Funktion aktiv ist. Der hohe Speicherverbrauch entsteht, weil das Tool in einer privaten Instanz des Microsoft-Edge-Browsers läuft.
Wenn Ihr System trotz neuer Funktionen wie PC Insights streikt oder Fehlermeldungen zeigt, müssen Sie kein IT-Profi sein. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie die häufigsten Windows-11-Probleme und Update-Fehler ganz einfach selbst beheben. 5 Windows-11-Fehler sofort selbst beheben
Jüngste Updates und kritische Fehlerbehebungen
Erst Ende Juni 2026 hatte Microsoft mit dem Update KB5095093 mehrere gravierende Stabilitätsprobleme behoben. Besonders brisant: Ein Bug ließ die Datei CapabilityAccessManager.db-wal, die App-Berechtigungen protokolliert, auf bis zu 500 GB anwachsen – ein massives Speicherproblem für betroffene Systeme.
Das Update adressierte zudem Abstürze von Startmenü, Taskleiste und Datei-Explorer auf Unternehmensgeräten, die über Provisionierungspakete oder Autopilot konfiguriert wurden. Die Fehlerbehebungen betrafen Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2.
Globale Geräte-ID: Zwischen Tracking und Fahndungserfolg
In einem weiteren Dokument bestätigte Microsoft die Existenz der Global Device Identifier (GDID) – einer permanenten ID, die an das Microsoft-Konto gebunden ist und selbst nach Updates bestehen bleibt. Deaktivieren lässt sie sich nicht, ohne den Zugriff auf die Systemaktivierung oder den Microsoft Store zu verlieren.
Ob Hardware-Probleme oder System-Abstürze – ein vorbereiteter USB-Stick kann im Ernstfall Ihre Rettung sein, um Windows 11 sicher neu zu installieren. Die Gratis-Anleitung für Einsteiger zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie diesen wichtigen Notfall-Stick korrekt erstellen. Kostenlose Anleitung für Windows 11 Boot-Stick sichern
Laut technischen Berichten nutzte das FBI diese Kennung kürzlich, um ein Mitglied der Hackergruppe Scattered Spider über vier Länder hinweg zu verfolgen – trotz dessen Einsatz von Proxys und VPNs. Die Offenlegung fällt in eine Zeit intensiver Diskussionen über die Telemetrie von Windows 11: Für Home- und Pro-Nutzer bleiben die erforderlichen Diagnosedaten aktiv, während Enterprise-Anwender auf eine restriktivere Sicherheitsstufe zugreifen können.
Cloud-Neuinstallation und Tastatur-Anpassung
Im Windows-Insider-Experimental-Channel testet Microsoft derzeit eine Cloud-Rebuild-Funktion. Sie erlaubt eine vollständige Neuinstallation von Windows 11 über eine Netzwerkverbindung aus der Wiederherstellungsumgebung – ohne USB-Stick.
Zudem kündigte der Konzern an, dass Nutzer bald die spezielle Copilot-Taste auf Tastaturen umbelegen können, um den Workflow zu verbessern.
Marktdaten korrigiert: Windows dominiert weiter
Aktuelle Marktdaten von StatCounter zeigen: Windows hält weiterhin 72 Prozent des Desktop-Marktes und läuft auf rund 1,6 Milliarden Geräten weltweit. Die Zahl folgt auf eine Korrektur: Ein früherer Fehler hatte den Marktanteil fälschlich auf 56 Prozent beziffert. macOS kommt auf rund 16,37 Prozent, Linux auf 4,39 Prozent.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
