Pearl, PRL

Pearl (PRL): Krypto-Token schießt von 0,60 auf 1,50 Euro

31.05.2026 - 18:39:11 | boerse-global.de

Neue Proof-of-Useful-Work-Coins und die Umrüstung auf KI-Infrastruktur verändern die Wirtschaftlichkeit von Hochleistungsgrafikkarten grundlegend.

Pearl (PRL): Krypto-Token schießt von 0,60 auf 1,50 Euro - Foto: über boerse-global.de
Pearl (PRL): Krypto-Token schießt von 0,60 auf 1,50 Euro - Foto: über boerse-global.de

Neue „Proof of Useful Work"-Coins (PoUW) und die massenhafte Umrüstung traditioneller Bitcoin-Miner auf KI-Infrastruktur verändern die Wirtschaftlichkeit von Hochleistungs-Grafikkarten grundlegend. Im Zentrum steht der Token Pearl (PRL), der auf Matrix-Multiplikationen für KI-Inferenz setzt.

Pearl sorgt für Goldgräberstimmung bei GPU-Minern

Seit dem Mainnet-Start am 27. April 2026 zieht Pearl massiv Investoren und Miner an. Die täglichen Einnahmen für Nvidias Flaggschiff RTX 5090 sind seit April auf rund 17 Euro eingebrochen – die Netzwerk-Schwierigkeit stieg nach dem initialen Ansturm rapide an. Doch der Token selbst erlebte eine spektakuläre Rallye: Innerhalb von nur zwei Tagen Ende Mai schoss der Kurs von etwa 0,60 auf über 1,50 Euro in die Höhe.

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Auslöser war offenbar eine Wallet, die möglicherweise einem Risikokapitalfonds gehört und PRL im Wert von über 1,4 Millionen Euro anhäufte. Pearl hat zudem praktischen Nutzen: Eine Partnerschaft mit Together AI gewährt 25 Prozent Rabatt auf bestimmte KI-Modell-Endpunkte. Knapp neun Prozent der Gesamtmenge von 2,1 Milliarden Token sind bereits geschürft. Seit dem 23. Mai ist PRL zudem an der Börse SafeTrade gelistet.

Bitcoin-Miner flüchten in KI-Rechenzentren

Die Bitcoin-Hashrate und der Mining-Schwierigkeitsgrad sind 2026 um bis zu neun Prozent von ihren Höchstständen gefallen. Die Antwort der großen Player: die radikale Neuausrichtung auf KI.

Bitdeer hat seinen gesamten Bitcoin-Bestand verkauft und fährt seit Februar eine Null-Haltungs-Politik. Im April schürfte das Unternehmen zwar 783 BTC, doch der Umsatz im ersten Quartal stieg auf 174 Millionen Euro – mehr als das Doppelte des Vorjahreszeitraums. SATO Technologies treibt trotz eines Umsatzrückgangs auf 1,25 Millionen Euro sein „AI Factory 1"-Projekt in Québec mit 20 Megawatt Leistung voran.

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Marathon Digital erweitert sein Stromportfolio auf über 1,1 Gigawatt. Statt selbst GPU-Dienste anzubieten, will das Unternehmen Rechenzentrumsfläche an Hyperscaler und KI-Labore vermieten. Bit Digital setzt auf eine andere Strategie: Mit seinen Ethereum-Beständen sicherte sich die Firma eine Kreditlinie von 92 Millionen Euro für die KI-Tochter WhiteFiber.

Hardware-Boom: Von der Luxus-GPU bis zum Industrie-Cluster

Die Nachfrage nach KI-fähiger Hardware treibt sowohl den High-End-Markt als auch spezialisierte Industriecluster an. Gigabyte bringt eine 40-Jahre-Jubiläumsedition der RTX 5090 mit 32 GB GDDR7-Speicher und 2.730 MHz Takt – zum Preis von rund 4.850 Euro. Im Gebrauchtmarkt bleibt die ältere RTX 3090 mit 24 GB VRAM ein Favorit für lokale LLM-Enthusiasten und kostet zwischen 650 und 830 Euro.

Auf industrieller Ebene liefert Aethir GPU-Infrastruktur für einen 240-Millionen-Euro-Auftrag von Axe Compute aus. Das Projekt umfasst 2.304 Nvidia B300 GPUs und soll im dritten Quartal 2026 starten. In Gagarin, Armenien, eröffnet Eleveight AI eine Blackwell-native KI-Fabrik mit einer Anfangsinvestition von bis zu 110 Millionen Euro. Zwanzig Prozent der Rechenleistung sind für lokale Universitäten reserviert.

Revolution im Orbit: Mining im Weltall

Die Suche nach Energieeffizienz treibt die Branche zu ungewöhnlichen Lösungen. Nvidia und SPAN arbeiten angeblich an „Project XFRA": einem Netzwerk flüssigkeitsgekühlter Blackwell-GPUs in Privathaushalten. Teilnehmer bekämen Strom- und Internetkosten erstattet.

Noch ambitionierter ist Starcloud: Nach dem Start eines Raumfahrzeugs mit Nvidia H100 GPU im Jahr 2025 bereitet das Unternehmen eine Mission zum Test von ASIC-Bitcoin-Minern im Orbit vor. Die Idee: Vakuum und Solarenergie könnten Kühl- und Energiekosten drastisch senken – auch wenn Strahlung und Wärmeableitung noch große Herausforderungen darstellen.

Bis 2030, so prognostiziert es der Chip-Hersteller TSMC, werden 55 Prozent aller produzierten Chips KI oder Hochleistungsrechnen unterstützen. Energieeffizienz hat die reine Rechenleistung als oberste Priorität abgelöst.

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