Pfefferminzöl: Menthol senkt Blutdruck um 8 mmHg
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 12:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das Ergebnis: Durch die Anwendung sank der Blutdruck um durchschnittlich 8 mmHg. Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff Menthol.
Hausmittel im Vergleich
Ein Kardiologe der Charité ordnet die Ergebnisse ein. Die im herkömmlichen Pfefferminztee enthaltene Menthol-Menge reiche für eine signifikante Wirkung meist nicht aus. Andere Hausmittel zeigen ähnliche Effekte: Eine Übersichtsarbeit von 2008 belegte für Knoblauch eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 8 mmHg und des diastolischen um 7 mmHg. Auch Vitamin C (500 mg täglich) und Probiotika werden mit niedrigeren Werten in Verbindung gebracht. Probiotika können den systolischen Wert einer Studie zufolge um 3 bis 14 mmHg senken.
Urteil erschwert Zugang zu Therapien
Die Bedeutung ergänzender Behandlungsmethoden zeigt ein aktuelles Urteil. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen lehnte am 11. Juli 2026 die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente bei chronischen Schmerzen ab (Az. L 8 R 219/24). Das Gericht sah die Klägerin trotz ihrer Beschwerden als leistungsfähig für leichte Tätigkeiten – mindestens sechs Stunden täglich.
Medizinische Gutachter hatten die Schmerzerkrankung nicht als sicher nachgewiesen angesehen. Juristen betonen deshalb die Notwendigkeit einer lückenlosen Dokumentation regelhafter Schmerztherapien. Kliniken wie die OsteMed Klinik in Bremervörde bieten multimodale Ansätze, die medizinische, psychologische und physiotherapeutische Behandlungen kombinieren.
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Rückruf und neue Wirkstoffe
Die medikamentöse Therapie bleibt die tragende Säule bei Bluthochdruck – ist aber nicht frei von Risiken. Ein Rückruf von 36 Chargen des Blutdrucksenkers Ramipril 5 mg des Herstellers 089Pharm sorgte kürzlich für Aufsehen. Grund: mangelnde Bruchfestigkeit der Tabletten. Betroffen sind Chargen mit Haltbarkeit bis Juni 2027.
Neue Wirkstoffklassen rücken in den Fokus. Eine Metaanalyse mit Daten bis Mai 2025 belegte für Tirzepatid bei Patienten mit Adipositas und Schlafapnoe eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 5,86 mmHg.
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Wenig Nachfrage bei CBD-Produkten
Während hochkonzentrierte Wirkstoffe wie Menthol messbare Erfolge erzielen, zeigt sich bei anderen Produkten ein anderes Bild. CBD-Rauchwaren, die in Österreich seit Sommer 2025 über Trafiken vertrieben werden dürfen, verzeichnen laut Suchtmedizinern eine geringe Nachfrage. Die niedrigen Dosierungen entfalten oft keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirkung. Das unterstreicht: Klinisch validierte Dosierungen sind entscheidend – egal ob bei pflanzlichen oder pharmazeutischen Mitteln.
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