Pflanzenbetonte, ErnÀhrung

Pflanzenbetonte ErnÀhrung: Demenzrisiko sinkt um sieben Prozent

01.06.2026 - 18:41:26 | boerse-global.de

Studien belegen: Pflanzenkost senkt Demenzrisiko, digitale Programme helfen beim Abnehmen. Wirtschaftsweise fordern Zuckersteuer.

Pflanzenbetonte ErnĂ€hrung: Demenzrisiko sinkt um sieben Prozent - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Pflanzenbetonte ErnĂ€hrung: Demenzrisiko sinkt um sieben Prozent - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Fachkonferenzen, neue Studien und politische Forderungen zeichnen ein klares Bild: PrÀvention wird zum zentralen Thema.

Life Summit Berlin: 3.600 GĂ€ste diskutieren ĂŒber Langlebigkeit

Ende Mai versammelte sich die Longevity-Szene in Berlin. Über 3.600 Besucher kamen zur Messe Life Summit. Experten diskutierten ĂŒber prĂ€zise Messungen bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln und verlĂ€ssliche Gesundheitsinformationen. Das regelmĂ€ĂŸige Messen und Anpassen von Supplementen gilt als Kern moderner Gesundheitsstrategien.

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Bereits im Januar fand im RETTER Bio-Natur-Resort ein Longevity-Summit statt. 150 Teilnehmer und zehn Referenten aus Medizin, Psychologie und Wissenschaft waren dabei. Der Fokus lag auf einem ganzheitlichen Gesundheitsangebot auf Basis eines spezifischen Bio-Codes. Die Fortsetzung ist fĂŒr Januar 2027 geplant.

ErgĂ€nzend startet Anfang Juni die 17. Essen Health Conference. Sie untersucht die komplexen ZusammenhĂ€nge zwischen Gesundheit, Bildung und Arbeitswelt – besonders die psychische Gesundheit von LehrkrĂ€ften und FĂŒhrungskrĂ€ften.

Digitale Programme: Wirksame Hilfe beim Abnehmen?

Eine Meta-Analyse aus dem FrĂŒhjahr 2026 liefert klare Zahlen. 19 Studien mit 3.556 Teilnehmern zeigen: Digitale Abnehmprogramme fĂŒhren zu 2,6 bis 6,6 Kilogramm mehr Gewichtsverlust als keine Intervention. Einen signifikanten Vorteil gegenĂŒber klassischen PrĂ€senzprogrammen gibt es aber nicht.

Parallel dazu diskutieren Experten ĂŒber GLP-1-Agonisten in der Adipositas-Therapie. Prof. Dr. Manfred MĂŒller, ehemaliger PrĂ€sident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft, betonte auf dem DDG-Kongress in Berlin: „Diese Medikamente können eine fundierte ernĂ€hrungsmedizinische Behandlung nicht ersetzen.“ Obwohl ErnĂ€hrung bei PrĂ€diabetes und Typ-2-Diabetes als zentrale Ursache gilt, spielen ErnĂ€hrungsfachkrĂ€fte in der Versorgungskette oft eine untergeordnete Rolle.

Die Forschung zur Intentions-Verhaltens-LĂŒcke zeigt: FĂŒr dauerhaften Erfolg mĂŒssen RĂŒckschlĂ€ge normalisiert und Planungsmechanismen verbessert werden.

Pflanzenkraft: Schutz fĂŒr Gehirn und Kreislauf

Eine Analyse von 92.000 DatensĂ€tzen in der Fachzeitschrift „Neurology“ zeigt: Pflanzenbetonte ErnĂ€hrung senkt das Demenzrisiko um sieben Prozent. Weitere Studien belegen: TĂ€glicher Verzehr von HĂŒlsenfrĂŒchten und Soja kann das Risiko fĂŒr Bluthochdruck um bis zu 30 Prozent reduzieren.

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Neben der richtigen ErnĂ€hrung halten Experten auch gezielte mentale Übungen fĂŒr unerlĂ€sslich, um das Gehirn bis ins hohe Alter fit zu halten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 11 praktische Alltagstipps zur Demenzvorbeugung. Kostenlosen Gehirntraining-Guide hier herunterladen

Die University of Nottingham fand zudem positive Effekte von Inulin bei Knieschmerzen durch Osteoarthritis.

Die UniversitĂ€t Bielefeld setzt diese Erkenntnisse direkt um. Anfang Juni startet die Aktionswoche „Eat Good & Feel Good“ mit veganen Speisen wie Buddha Bowls und Smoothies.

Wirtschaftsweise fordern Zuckersteuer

Der SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung empfiehlt in seinem FrĂŒhjahrsgutachten Ende Mai eine VerschĂ€rfung der PrĂ€ventionspolitik. Die Experten fordern Lenkungssteuern auf stark zuckerhaltige Lebensmittel und Alkohol. Auch striktere WerbebeschrĂ€nkungen stehen auf der Liste.

Das Ziel: Die Kosten im Gesundheitssystem langfristig senken. Reine Informationsangebote entfalten nach EinschÀtzung des Gremiums nur begrenzte Wirkung.

Vorsicht vor Fake-Werbung mit Prominenten

VerbraucherschĂŒtzer warnen vor unseriösen Angeboten in sozialen Netzwerken. Aktuell missbrauchen BetrĂŒger das Image von ZDF-Koch Sebastian Lege. In gefĂ€lschten Anzeigen behaupten sie, Prominente hĂ€tten durch bestimmte PrĂ€parate massiv Gewicht verloren.

Das Management der Betroffenen hat rechtliche Schritte eingeleitet. Verbraucherzentralen raten zur Vorsicht bei dubiosen Abnehmprodukten mit Promi-Werbung.

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