Pflaumen-GetrÀnke: Neun von zehn enthalten mehr als 10 g Sorbit
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 14:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In jĂŒngst veröffentlichten Berichten warnen Mediziner eindringlich vor dem Missbrauch von Pflaumen-GetrĂ€nken (???), die verstĂ€rkt als Mittel zur Gewichtsreduktion vermarktet werden. Die Produkte enthalten oft signifikante Mengen an Sorbit, was bei Konsumenten akute körperliche Beschwerden auslösen kann.
WĂ€hrend die GetrĂ€nke oft als natĂŒrliche UnterstĂŒtzung beim Abnehmen beworben werden, betonen Experten, dass die erzielte Gewichtsabnahme primĂ€r auf den Verlust von Wasser und Elektrolyten zurĂŒckzufĂŒhren ist und keinen echten Fettabbau darstellt.
Signifikante Sorbit-Konzentrationen in populÀren Produkten
Eine mediale Stichprobe von zehn fĂŒhrenden, durch soziale Medien populĂ€r gewordenen Pflaumen-Ballaststoff-GetrĂ€nken verdeutlicht das AusmaĂ der Belastung. In neun der zehn untersuchten Produkte lag der Sorbitgehalt bei ĂŒber 10 g pro 100 g. Der gemessene Höchstwert belief sich auf 19 g pro 100 g.
Diese Werte stehen in deutlichem Kontrast zu naturbelassenen FrĂŒchten. Frische Pflaumen weisen im Vergleich dazu lediglich einen natĂŒrlichen Sorbitgehalt zwischen 1 g und 5,4 g pro 100 g auf. Die hohe Konzentration in den verarbeiteten GetrĂ€nken verstĂ€rkt die abfĂŒhrende Wirkung massiv und fĂŒhrt zu den beobachteten gesundheitlichen Problemen bei den Anwendern.
Wissenschaftliche Einordnung der Schwellenwerte
Prof. Zhu Yi von der China Agricultural University erlÀuterte die physiologischen Auswirkungen dieser Dosierungen. Demnach könnten bei empfindlichen Personen bereits Mengen von 5 g Sorbit BlÀhungen verursachen.
Eine Dosis von ĂŒber 10 g löse bei der Mehrheit der Menschen Durchfall aus. Da Sorbit als Zuckeralkohol vom DĂŒnndarm nur schwer absorbiert wird, bindet es im Dickdarm Wasser und beschleunigt die Darmpassage, was den vermeintlichen Effekt der âReinigungâ oder Gewichtsabnahme suggeriert.
Neun von zehn der beliebtesten Pflaumen-GetrĂ€nke enthalten mehr als 10 g Sorbit pro 100 g â bei empfindlichen Menschen reichen schon 5 g fĂŒr BlĂ€hungen, ĂŒber 10 g lösen bei der Mehrheit Durchfall aus. Wer abnehmen will, verliert dabei vor allem Wasser und Elektrolyte, kein Fett. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie kritische GetrĂ€nke erkennen und welche PortionsgröĂen wirklich sicher sind. Jetzt kostenlosen Sorbit-Check anfordern
Mediziner weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein durch Durchfall induzierter Gewichtsverlust trĂŒgerisch ist. Der Körper verliert dabei essenzielle FlĂŒssigkeit und wichtige Mineralstoffe, wĂ€hrend das Körperfettgewebe von diesem Prozess unberĂŒhrt bleibt.
Regulatorische Grauzonen und Kennzeichnung
Die rechtliche Einordnung solcher Produkte unterliegt spezifischen Normen. GemÀà der Richtlinie GB2760-2024 ist der Zusatz von Sorbit in reinen Obst- und GemĂŒsesĂ€ften untersagt. Anders verhĂ€lt es sich jedoch bei der Kategorie der FruchtgetrĂ€nke.
Hier dĂŒrfen Hersteller Sorbit nach eigenem Ermessen beziehungsweise gemÀà dem âProduktionsbedarf angemessenâ verwenden, ohne dass eine konkrete gesetzliche Obergrenze festgeschrieben ist. Diese regulatorische FlexibilitĂ€t ermöglicht die hohen Konzentrationen in den als Lifestyle-Produkten vermarkteten GetrĂ€nken.
Empfehlungen fĂŒr den sicheren Verzehr
Die EuropĂ€ische Pflaume (??), die von Mitte August bis September Hauptsaison hat und vor allem in der Region Xinjiang geerntet wird, gilt bei moderatem Verzehr als gesundes Lebensmittel. FĂŒr die Lagerung wird eine Temperatur zwischen 0 °C und 5 °C empfohlen, um die Frische zu erhalten.
Sie haben nach dem Pflaumen-Drink Durchfall bekommen und sich trotzdem ĂŒber die Waage gefreut? Dieser Gewichtsverlust ist trĂŒgerisch: Der Körper verliert FlĂŒssigkeit und Mineralstoffe, das Fettgewebe bleibt unberĂŒhrt. Unser kostenloser Leitfaden erklĂ€rt die Warnsignale abfĂŒhrend wirkender GetrĂ€nke und wie Sie Pflaumen ohne Risiko in Ihren Alltag einbauen. Warnsignale jetzt kostenlos prĂŒfen
Fachleute raten zu einer kontrollierten Aufnahmemenge:
* Gesunde Personen sollten nicht mehr als fĂŒnf FrĂŒchte pro Mahlzeit bei maximal zwei bis drei Portionen tĂ€glich verzehren.
* FĂŒr Diabetiker wird eine Menge von ein bis zwei FrĂŒchten pro Mahlzeit bei höchstens zwei Portionen am Tag empfohlen.
* Beim Konsum von SÀften sollte die Menge auf etwa zwei Flaschen tÀglich begrenzt werden, wobei pro Portion lediglich ein Glas getrunken werden sollte.
Zudem wird klargestellt, dass die Schale der FrĂŒchte bedenkenlos verzehrt werden kann. Diese verfĂŒge ĂŒber eine natĂŒrliche Wachsschicht, weshalb eine zusĂ€tzliche kĂŒnstliche Wachsung fĂŒr den Handel nicht erforderlich sei.
