Phi, Silica

Phi Silica entfernen: Windows 11 gibt 2,59 GB Speicher frei

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft testet in Windows 11 die Deinstallation von KI-Komponenten wie Phi Silica. Nutzer können so über 2,59 GB Speicherplatz freigeben.

Windows 11: Versteckte Option zum Entfernen lokaler KI-Modelle entdeckt
Ein modernes Laptop auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In der neuesten experimentellen Vorschauversion von Windows 11 hat Microsoft eine Funktion integriert, die es Anwendern ermöglicht, lokale künstliche Intelligenzmodelle und zugehörige Komponenten vom System zu entfernen. Diese Entdeckung in der Build-Nummer 26300.8553 deutet darauf hin, dass der Softwarekonzern den Nutzern künftig mehr Kontrolle über die Speicherbelegung durch KI-Ressourcen geben könnte.

Bisher sind diese Optionen innerhalb des Betriebssystems noch verborgen und müssen gezielt angesteuert werden. Die Neuerung betrifft vor allem die sogenannten Copilot+-Funktionen, die auf lokalen Sprach- und Bildmodellen basieren, um Aufgaben direkt auf dem Endgerät statt in der Cloud zu verarbeiten.

Signifikante Speicherfreigabe durch Entfernung von Phi Silica

Im Zentrum der Deinstallationsoption steht unter anderem das KI-Modell Phi Silica. Dieses von Microsoft entwickelte Small Language Model (SLM) ist fester Bestandteil der lokalen KI-Architektur in aktuellen Windows-Versionen. Den vorliegenden Informationen zufolge beansprucht allein dieses Modell eine beträchtliche Menge an Festplattenkapazität.

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Durch das Entfernen von Phi Silica und weiteren KI-Komponenten über die neu entdeckte Einstellungsoption lässt sich ein Speicherplatz von mehr als 2,59 GB freigeben.

Für Anwender, die über begrenzte Speicherkapazitäten verfügen oder die lokalen KI-Funktionen des Betriebssystems nicht nutzen möchten, stellt dies eine relevante Möglichkeit zur Systemoptimierung dar. Bisher waren solche tief im System verankerten KI-Modelle für den Nutzer nicht ohne Weiteres entfernbar.

Hardware-Anforderungen und strategische Einordnung

Die Einführung von Deinstallationsoptionen für KI-Komponenten steht in engem Zusammenhang mit den Hardware-Spezifikationen für moderne Windows-Systeme. Microsoft hat für die Zertifizierung als Copilot+ PC klare Mindestanforderungen definiert. Diese umfassen einen Arbeitsspeicher von mindestens 16 GB sowie eine Festplattenkapazität von wenigstens 256 GB.

Besonders entscheidend für die lokale Ausführung von Modellen wie Phi Silica ist zudem die verbaute Rechenleistung für KI-Prozesse. Ein Gerät muss demnach über eine Neural Processing Unit (NPU) verfügen, die eine Leistung von mindestens 40 TOPS (Trillion Operations Per Second) erbringt.

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Da diese Hardware-Voraussetzungen darauf ausgelegt sind, komplexe Modelle permanent vorzuhalten, bietet die nun gesichtete Software-Option einen Ausgleich für Nutzer, die ihre Ressourcen lieber für klassische Anwendungen oder eigene Datenbestände reservieren möchten.

Ob und wann die versteckte Funktion aus der experimentellen Vorschauversion 26300.8553 in die regulären stabilen Versionen von Windows 11 übernommen wird, bleibt derzeit abzuwarten. Es ist jedoch ein deutliches Signal, dass Microsoft die Kritik an der automatischen Belegung von Systemspeicher durch KI-Features aufgreift und flexiblere Konfigurationsmöglichkeiten für professionelle Anwender vorbereitet.

Die Möglichkeit, KI-Komponenten modular zu verwalten, könnte die Akzeptanz der neuen Systemgeneration erhöhen, indem sie den Nutzern die Entscheidungshoheit über ihre lokale Hardwareumgebung zurückgibt.

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