Phishing-Angriffe: Device-Code-Attacken steigen um 1.380 Prozent
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 14:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Kriminelle nutzen KI fĂŒr hochautomatisierte Attacken â von tĂ€uschend echten Audio-Deepfakes bis zu autonomen Phishing-Bots.
Device-Code-Phishing wÀchst rasant
Sicherheitsforscher schlagen Alarm: In den ersten vier Monaten 2026 stiegen Device-Code-Phishing-Angriffe um 1.380 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025. Die TĂ€ter setzen auf sogenannte agentische KI (AVDE) â autonome Systeme, die Phishing-Szenarien in Echtzeit an das Verhalten ihrer Opfer anpassen.
Ein weiteres Problem: Phantom-Domains. Sie entstehen aus KI-Halluzinationen und werden von Angreifern gezielt registriert, um Schadsoftware zu verbreiten. Google klagte bereits gegen eine chinesische Hackergruppe, die das KI-Modell Gemini missbraucht haben soll. Das FBI zerschlug zudem das Popa-Botnet mit rund zwei Millionen infizierten GerÀten.
Audio-Deepfakes: Eine Millionenstimme
Das Bundesamt fĂŒr Cybersicherheit (BACS) und die Kantonspolizei Schwyz warnen vor einer Zunahme von Audio-Deepfakes. In einem gemeldeten Fall fĂŒhrte eine manipulierte Stimme zu einem Betrugsschaden in Millionenhöhe. Die TĂ€ter imitieren Angehörige oder Vorgesetzte und setzen ihre Opfer unter Zeitdruck, um GeldĂŒberweisungen zu erzwingen.
Auch der politische Raum ist betroffen. Ein KI-generiertes Video behauptete fÀlschlicherweise, das Bundesverfassungsgericht habe ein Urteil zu einem erfundenen Wahlgesetz gefÀllt. Das angebliche Urteil vom 20. Januar 2026 existiert nicht.
Device-Code-Phishing-Attacken sind um 1.380 Prozent gestiegen â KI-generierte Mails und Deepfakes tĂ€uschen selbst Experten. Mit dem kostenlosen Sicherheits-Guide haben Sie die 3 Sofort-Schritte, eine Deepfake-Erkennungs-Checkliste und den iOS-27-Update-Guide immer griffbereit. Kostenlosen Sicherheits-Guide anfordern
GTA 6 als Köder fĂŒr BetrĂŒger
Der Rabattdruck im Online-Handel macht Verbraucher anfĂ€llig. Laut einer McAfee-Umfrage priorisieren 82 Prozent der Befragten das gĂŒnstigste Angebot, 40 Prozent vertrauen bei hohen Rabatten blind. 37 Prozent haben bereits Geld durch Online-Betrug verloren. KI-generierte Phishing-Mails sind fĂŒr 70 Prozent der Nutzer schwer erkennbar. Besonders hĂ€ufig: gefĂ€lschte BestellbestĂ€tigungen und Lieferdienst-Benachrichtigungen.
Der Release von GTA 6 am 19. November 2026 lockt Kriminelle an. Sie betreiben gefĂ€lschte Early-Access-Webseiten, die Fans in Krypto-Fallen locken oder Banking-Trojaner verbreiten. Seit Mai 2026 ist zudem der Trojaner Ousaban in Spanien und Portugal aktiv â er versteckt Schadcode in Bildern mittels Steganographie.
Apple schlĂ€gt zurĂŒck: âTrust Insightsâ gegen Social Engineering
Betrifft Sie das? 70 % der Nutzer erkennen KI-Phishing-Mails nicht. Die kostenlose Risiko-Checkliste zeigt Ihnen die aktuellen Betrugsmaschen und wie Sie sich in 3 Schritten schĂŒtzen. Checkliste per E-Mail sichern
Apple reagiert auf die komplexen Betrugsmuster. Mit iOS 27 kommt im Herbst 2026 das Framework âTrust Insightsâ. Es erkennt Social-Engineering-Versuche in Echtzeit auf dem GerĂ€t, indem es Interaktionsmuster und Kontextdaten analysiert â ohne private Inhalte zu durchsuchen.
Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt derweil vor Phishing-Mails, die unter dem Namen der Behörde mit Haftbefehlen drohen. Ziel ist der Diebstahl von Ausweisdokumenten. Experten raten: Keine AnhÀnge öffnen, bei Verdacht einen zweiten Kommunikationskanal zur Verifizierung nutzen.
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