Phishing-Explosion, Device-Code-Angriffe

Phishing-Explosion: Device-Code-Angriffe um 1.380% gestiegen

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 11:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple stellt neues Sicherheits-Framework für iOS 27 vor, während Phishing-Angriffe um 1.380 Prozent zunehmen und die Polizei einen mutmaßlichen Bandenanführer fasst.

Smartphone-Sicherheit: Apple plant Schutz gegen KI-Phishing
Nahaufnahme eines Smartphones, das eine Phishing-E-Mail anzeigt, mit einer unscharfen Hand im Hintergrund, die das Telefon bedient. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Phishing-Angriffe und Social-Engineering-Methoden werden immer raffinierter – und KI macht die Betrugsversuche noch gefährlicher. Während die Polizei Erfolge gegen organisierte Banden meldet, arbeitet Apple an neuen Schutzmechanismen.

Zugriff in Antwerpen: Polizei fasst 19-jährigen Phishing-Anführer

Belgischen Ermittlern gelang ein Schlag gegen eine europaweit agierende Phishing-Bande. Sie nahmen einen 19-jährigen mutmaßlichen Anführer in einer Ferienunterkunft in Antwerpen fest – direkt nach seiner Rückkehr aus Dubai.

Die Gruppe soll einen Schaden von über 500.000 Euro verursacht haben. Ermittler schätzen die Summe sogar auf einen einstelligen Millionenbetrag. Die Täter gaben sich am Telefon und in Mails als Bankmitarbeiter aus. Sie nutzten gefälschte Bank-Webseiten, um vor allem ältere Menschen in Belgien und den Niederlanden zu schädigen.

Die Ermittlungen laufen seit Ende 2022. Bereits zuvor gab es Festnahmen in Rotterdam. Die gestohlenen Gelder wurden unter anderem über Kryptowährungen gewaschen.

„Trust Insights": Apple plant neues Sicherheits-Framework für iOS 27

Apple reagiert auf die wachsende Bedrohung durch Social Engineering. Mit iOS 27 soll das Sicherheitsframework „Trust Insights" kommen. Das System analysiert Verhaltensmuster, zeitliche Abläufe und den Nutzungskontext in Echtzeit.

Die Datenauswertung erfolgt laut Apple lokal auf dem Gerät. Nur ein anonymisierter Risikowert verlässt das iPhone. Das Framework unterteilt Bedrohungen in fünf Kategorien – darunter Zahlungsverkehr, Kontozugriff und Kommunikation.

Erkennt das System ein Risiko, können Apps Prozesse verlangsamen oder zusätzliche Authentifizierungen verlangen. Eine Besonderheit: Wer den Schutz deaktivieren will, muss eine verpflichtende Abkühlphase abwarten. Das soll verhindern, dass Angreifer die Sicherheit nach einem Zugriff sofort abschalten.

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Explosion bei Spezialangriffen: 1.380 Prozent mehr Device-Code-Phishing

Die Zahlen sind alarmierend. Device-Code-Phishing-Angriffe stiegen in den ersten vier Monaten des Jahres um 1.380 Prozent – im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025. Neue Methoden wie „Phantom Squatting" machen die Erkennung für Nutzer fast unmöglich. Dabei nutzen Kriminelle KI-halluzinierte Domains.

Auch etablierte Dienste bleiben nicht verschont. WhatsApp stoppte in Indien die Einführung von Benutzernamen. Tests hatten gezeigt, dass prominente Identitäten trotz Sicherheitsbarrieren missbräuchlich registriert werden konnten.

Google geht juristisch gegen den Missbrauch seiner Plattformen vor. Der Konzern reichte Klage gegen eine Gruppe ein, die KI-Modelle zur Erstellung täuschend echter Betrugsseiten nutzte.

BKA-Warnung: Falsche Mails fordern Ausweiskopien

Verbraucherschützer schlagen Alarm. In Deutschland kursieren gefälschte E-Mails im Namen des Bundeskriminalamts. Unter Androhung von Haftbefehlen fordern die Betrüger Kopien von Ausweisdokumenten. Auch Postbank-Kunden werden attackiert – mit gefälschten Warnungen vor einer Kontosperrung.

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82 Prozent der Verbraucher achten beim Online-Shopping nur auf den günstigsten Preis – und fallen so auf KI-generierte Betrugsseiten herein. Dieser Report hilft Ihnen, Phishing-Mails sicher zu erkennen und Ihre Daten zu schützen. Phishing-Erkennungs-Checkliste jetzt sichern

Die Kriminellen nutzen aktuelle Medienthemen als Köder. Im Umfeld der Erwartungen an GTA 6 kursieren gefälschte „Early Access"-Angebote. Ziel: Kryptowährungen stehlen oder Banking-Trojaner installieren.

Eine aktuelle Untersuchung zeigt: 82 Prozent der Verbraucher achten beim Online-Shopping vor allem auf den günstigsten Preis. 40 Prozent vertrauen niedrigen Preisen blind. Bereits mehr als ein Drittel der Nutzer hat finanzielle Verluste durch Online-Betrug erlitten.

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