Phishing-Kit, Kali365

Phishing-Kit Kali365: FBI warnt vor KI-gestützten Angriffen auf Microsoft

30.05.2026 - 00:30:20 | boerse-global.de

Aktuelle Hacker-Kampagnen nutzen KI und täuschen Entwickler-Tools vor. Deutsche Firmen melden hohe Schäden durch Cybervorfälle.

XRP’s Market Paradox: Technical Gloom Meets Institutional Accumulation - Foto: über boerse-global.de
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Sie imitieren Entwickler-Tools, kapern OAuth-Tokens und täuschen Ticketverkäufe vor. Die Bedrohungslage ist so ernst wie lange nicht.

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ClickFix-Kampagne imitiert Entwickler-Tools

Sicherheitsanalysten von Cyderes Howler Cell entdeckten heute eine neue Angriffswelle der ClickFix-Kampagne. Die Täter täuschen die Installation von Claude Code vor, um Schadsoftware einzuschleusen. Der Angriff nutzt einen speziellen MSHTA-Befehl, der eine manipulierte Datei lädt.

Die Schadsoftware umgeht die Sicherheitsprüfung der Antimalware Scan Interface (AMSI) und liest Browser-Zugangsdaten aus. Die gestohlenen Daten landen auf einem Server in Russland. Besonders tückisch: Nur eine einzige Datei bleibt auf der Festplatte, der Rest läuft im Arbeitsspeicher.

FBI warnt vor KI-gestütztem Phishing-Baukasten

Das FBI veröffentlichte heute eine Warnung vor dem Phishing-Kit Kali365. Seit April im Umlauf, wird es über verschlüsselte Messenger vertrieben. Das Kit nutzt den Device-Code-Flow von Microsoft aus, um OAuth-Tokens zu stehlen.

Damit umgehen Angreifer die Multifaktor-Authentifizierung und greifen direkt auf Outlook, Teams und OneDrive zu. Ein Echtzeit-Dashboard und KI-generierte Köder machen die Angriffe besonders gefährlich. Die Behörden empfehlen, den Device-Code-Flow einzuschränken.

Betrugswelle zur Fußball-WM 2026

Auch Fans sind im Visier. Sicherheitsforscher von Group-IB meldeten gestern Details zur Kampagne GHOST STADIUM. Seit August 2025 wurden über 4.300 betrügerische Domains registriert, die offizielle FIFA-Seiten perfekt imitieren.

Die Plattformen bieten gefälschte Premium-Tickets an. Die Schäden liegen laut Schätzungen zwischen 71 und 474 Millionen US-Dollar. Die Verbreitung läuft über Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken, die Tickets ab 60 Dollar versprechen.

Deutsche Unternehmen massiv betroffen

Die Bedrohungslage zeigt sich auch in Zahlen. Eine Deloitte-Umfrage unter Großunternehmen im DACH-Raum ergab: 97 Prozent der Firmen waren bereits von Cybervorfällen betroffen. Über 60 Prozent meldeten sechs oder mehr Vorfälle.

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Die Folgen sind gravierend: Über 90 Prozent der Unternehmen berichten von Reputationsverlusten, Umsatzeinbußen und Kurseinbrüchen. Rund zwei Drittel planen daher, ihre Sicherheitsbudgets aufzustocken. Im Schnitt investieren die Firmen bereits 19 Prozent ihrer IT-Budgets in Cybersicherheit.

Streaming-Hardware und Software-Verzeichnisse als Einfallstore

Bei Android-basierten Streaming-Geräten der Marke SuperBox entdeckte die Sicherheitsplattform Plume gestern eine versteckte Proxy-Software. Sie verwandelt das Gerät in einen Knotenpunkt für fremden Internetverkehr und leitet Login-Daten sowie Verifizierungscodes aus.

Parallel dazu wurde in der Git-Plattform Gogs eine Zero-Day-Lücke gemeldet. Angreifer können über manipulierte Pull-Requests fremden Code auf Servern ausführen. Weltweit sind über 2.400 solcher Server öffentlich erreichbar. Administratoren sollten sofort handeln.

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