Phishing, Erfolgsquote

Phishing mit KI: Erfolgsquote springt von 12% auf 54%

Veröffentlicht: 23.06.2026 um 10:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kriminelle nutzen zunehmend KI fĂŒr Phishing und erzielen Erfolgsquoten von 54 Prozent. Enkeltrick und Schockanrufe verursachen MillionenschĂ€den.

KI-gestĂŒtzte Betrugswelle: Phishing-Erfolgsquoten explodieren
Eine Ă€ltere Hand hĂ€lt ein Smartphone mit einer betrĂŒgerischen Nachricht. Im Hintergrund eine verschwommene Silhouette eines BetrĂŒgers. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Sicherheitsanalysen zeigen: Kriminelle setzen verstĂ€rkt KI ein, um ihre Erfolgsquoten massiv zu steigern. Gleichzeitig hĂ€ufen sich FĂ€lle von Enkeltrick und Schockanrufen – mit oft existenzbedrohenden Folgen.

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TÀuschend echt: KI macht Phishing gefÀhrlicher

Die Zahlen sind alarmierend. Rund 86 Prozent aller Phishing-Angriffe der letzten sechs Monate nutzten KI-Technologien. Der Grund liegt auf der Hand: WĂ€hrend klassische Attacken nur bei etwa 12 Prozent der Opfer Erfolg haben, liegt die Quote bei KI-gestĂŒtzten Angriffen bei satten 54 Prozent.

Die wirtschaftlichen Folgen sind gigantisch. FĂŒr 2024 beziffern Experten die weltweiten Verluste durch Betrug auf rund 850 Milliarden Euro. Besonders perfide: TĂ€ter ĂŒbernehmen kompromittierte Konten und verschicken tĂ€uschend echte GeschĂ€ftsdokumente – Rechnungen, KontoauszĂŒge – in perfektem Deutsch, Englisch oder Französisch.

Sicherheitsforscher von Kaspersky warnten Anfang der Woche vor einer großangelegten Malware-Kampagne ĂŒber WhatsApp. Die Dokumente enthalten Schadsoftware, die Angreifern Fernzugriff auf die GerĂ€te der Opfer verschafft.

Hessen und NRW: Seniorinnen im Visier

Die abstrakten Warnungen werden in diesen Tagen erschreckend konkret. In Hirzenhain verlor eine Frau 5.000 Euro ĂŒber WhatsApp. Die TĂ€ter gaben sich als Verwandte aus und forderten Bargeld.

Noch hĂ€rter traf es eine 92-JĂ€hrige in Wuppertal-Katernberg. Per Schockanruf spiegelten BetrĂŒger eine Notlage ihres Sohnes vor. Die Seniorin ĂŒbergab Bargeld und Schmuck – der Schaden geht in den sechsstelligen Bereich.

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Auch in Frechen-Habbelrath schlugen Kriminelle zu. Sie gaben sich als Bankmitarbeiter aus und entwendeten einer Seniorin EC-Karte samt PIN. Der Schaden liegt im vierstelligen Bereich.

Bereits am Freitag, den 19. Juni 2026, erbeuteten Enkeltrick-BetrĂŒger in Bischofsheim mehrere tausend Euro. Die Polizei sucht nach einem 30 bis 40 Jahre alten Mann im dunklen Sportanzug.

Schutzmaßnahmen: Google startet KI gegen KI

Die Behörden schlagen zurĂŒck. Google hat eine Funktion zur Erkennung gefĂ€lschter Anrufe fĂŒr Android-GerĂ€te gestartet. Sie soll verdĂ€chtige Muster in Echtzeit identifizieren.

Parallel dazu lĂ€uft in Bayreuth eine gemeinsame Kampagne von Polizei, Sparkasse und lokalen Medien. Ziel: AufklĂ€rung ĂŒber Callcenterbetrug, Love Scamming und Schockanrufe. Allein in Oberfranken verursachte Callcenterbetrug 2025 SchĂ€den von ĂŒber zwei Millionen Euro.

Die Devise der VerbraucherschĂŒtzer: Bei unaufgeforderten Nachrichten oder Anrufen misstrauisch bleiben. Wer nach Geld oder sensiblen Daten gefragt wird, sollte Angehörige ĂŒber offizielle KanĂ€le kontaktieren. Im Verdachtsfall: Bank informieren und Anzeige erstatten.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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