Phishing-Welle: Betrüger geben sich als Finder aus
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 18:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Telekom hat eine dringende Warnung vor einer neuen Betrugsmasche veröffentlicht, die sich gezielt gegen Opfer von Smartphone-Diebstählen richtet. Kriminelle versuchen dabei, durch gefälschte Kurznachrichten im Namen von Apple oder Google Zugriff auf die entwendeten Geräte und die damit verknüpften Benutzerkonten zu erlangen.
Betrüger geben sich als ehrliche Finder aus
Nach Erkenntnissen der Telekom setzen die Täter auf eine perfide Strategie, um die Sicherheitsvorkehrungen moderner Smartphones auszuhebeln. Unmittelbar nach einem Diebstahl erhalten die betroffenen Besitzer Kurznachrichten, in denen sich die Absender als Finder des Geräts ausgeben. Diese SMS sind so gestaltet, dass sie den Anschein erwecken, direkt von den Herstellern Apple oder Google versendet worden zu sein.
In diesen Nachrichten werden die Opfer dazu aufgefordert, einem Link zu folgen, um ihr verloren geglaubtes Mobiltelefon zu lokalisieren oder zurückzuerhalten. Ziel dieser Phishing-Attacken ist es laut dem Telekommunikationsunternehmen, die Anmeldedaten der Nutzer abzugreifen. Mit diesen Informationen könnten die Diebe die Aktivierungssperren der Geräte deaktivieren, um das Diebesgut anschließend weiterverkaufen zu können.
Dringende Verhaltensempfehlungen für Betroffene
Die Telekom rät Betroffenen zu sofortigem Handeln, sobald ein Verlust bemerkt wird. Ein zentraler Aspekt der Sicherheit sei es, das Gerät unverzüglich über die offiziellen Portale der Hersteller als verloren zu markieren. Für Nutzer von Apple-Produkten ist dies über das Portal für die Gerätesuche möglich, Android-Nutzer sollten den entsprechenden Dienst von Google nutzen.
Die Telekom warnt vor raffinierten SMS-Tricks, doch auch beim täglichen Online-Banking lauern Gefahren für Ihre Kontodaten. Experten raten zu fünf konkreten Maßnahmen, um Ihr Smartphone wirksam gegen Hacker und Betrug abzusichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Ein wesentlicher Warnhinweis betrifft die Hinterlegung von Informationen für den Finder. Das Unternehmen rät dringend davon ab, Kontaktdaten wie alternative Telefonnummern auf dem Sperrbildschirm zu hinterlegen. Genau diese Informationen würden von den Tätern genutzt, um die Phishing-SMS an die Opfer zu versenden.
Zudem wird davor gewarnt, das gestohlene Smartphone aus der persönlichen Geräteliste des Apple- oder Google-Kontos zu entfernen. Eine Löschung aus dieser Liste würde die Diebstahlsicherungen deaktivieren und den Tätern die vollständige Kontrolle über die Hardware ermöglichen. Stattdessen sollten Betroffene in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Um die Erkennung neuer Betrugsmuster zu unterstützen, bittet die Telekom zudem darum, erhaltene Phishing-Nachrichten an die Kurzwahl 7726 zu melden.
Phishing-Angriffe werden immer perfider, da Kriminelle gezielt psychologische Schwachstellen ausnutzen. Dieser kostenlose Ratgeber enthüllt, wie Betrüger Ihr Smartphone ausspähen und mit welchen Schritten Sie Ihre digitale Identität schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Zusätzliche Schutzmaßnahmen für iPhone-Nutzer
Ergänzend zu den Warnungen des Mobilfunkbetreibers haben Branchenexperten von teltarif.de spezifische Sofortmaßnahmen für Besitzer von iPhones veröffentlicht. Auch hier steht die Aktivierung des Verloren-Modus über den Cloud-Dienst an erster Stelle. Dieser Schritt sei entscheidend, um den Zugriff auf private Daten zu sperren.
Sollte keine realistische Aussicht mehr auf eine Rückgabe des Geräts bestehen, empfehlen die Experten eine Fernlöschung der Daten. Dieser Prozess sollte jedoch erst eingeleitet werden, wenn alle anderen Versuche der Lokalisierung fehlgeschlagen sind. Auch hier gilt die strikte Regel: Das Smartphone darf unter keinen Umständen aus der „Wo ist?“-Liste entfernt werden, solange der rechtmäßige Besitzer den Zugriff der Diebe auf die Hardware verhindern möchte. Neben der Kontaktaufnahme mit der Polizei wird zudem geraten, umgehend den Mobilfunkanbieter zu informieren, um die SIM-Karte sperren zu lassen und Missbrauch bei Telefonaten oder mobilen Datenverbindungen zu verhindern.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
