Phishing-Welle, Betrüger

Phishing-Welle: Betrüger nutzen Support-42 gegen Bankenkunden

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten E-Mails, die Zugangsdaten von Volksbank-Kunden stehlen wollen. Die Betrüger umgehen Spam-Filter mit speziellen Kennungen.

Phishing-Welle: VR-SecureGo-Nutzer im Visier von Betrügern
Eine Person hält ein Smartphone in den Händen, während sie vor einem Laptop in einer Büroumgebung sitzt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Verbraucherzentrale hat eine aktuelle Welle von Phishing-Angriffen identifiziert, die sich gezielt gegen die Kundschaft der Volks- und Raiffeisenbanken richtet. Im Zentrum der betrügerischen Aktivitäten steht die Sicherheits-App VR-SecureGo, wobei die Angreifer versuchen, durch technische Kniffe gängige Sicherheitsfilter zu umgehen.

Am 14. August 2026 wurde bekannt, dass Kriminelle verstärkt gefälschte E-Mails versenden, um sensible Zugangsdaten für das Online-Banking zu entwenden. Die Verbraucherzentrale wies darauf hin, dass die Betrüger dabei gezielt die Nutzer der VR-SecureGo-App ansprechen, die für die Freigabe von Transaktionen essenziell ist. Die Nachrichten tragen den offiziell klingenden Betreff „Aktualisierung Ihres Zugangs zur VR-SecureGo-App erforderlich“.

Technische Umgehung von Spam-Filtern

Besorgniserregend ist laut den Experten der Verbraucherschützer die methodische Vorgehensweise der Hintermänner. Um die automatisierten Spam-Filter der E-Mail-Provider zu überwinden, wird in den Nachrichten die Kennung „Support-42“ verwendet. Diese taktische Maßnahme dient dazu, die Glaubwürdigkeit der E-Mail zu erhöhen und eine Zustellung in den regulären Posteingang der Bankkunden zu gewährleisten.

Innerhalb der E-Mails wird ein dringender Handlungsbedarf suggeriert. Die Empfänger werden aufgefordert, ihren Zugang zur App zu aktualisieren. Um den psychologischen Druck zu erhöhen, setzen die Angreifer auf eine zeitliche Befristung.

In den aktuell kursierenden Varianten wird als Frist für die angebliche Aktualisierung der 11. August 2026 genannt. Da dieses Datum zum Zeitpunkt der Identifizierung der Welle bereits in der Vergangenheit lag, ist davon auszugehen, dass die Täter auf die Verunsicherung der Kunden setzen, die einen Verlust ihres Kontozugangs befürchten könnten.

Anzeige

Millionen Menschen nutzen täglich Online-Banking per Smartphone – ohne die richtigen Sicherheitsvorkehrungen ist das jedoch riskant. Experten warnen: Wer grundlegende Schutzmaßnahmen nicht kennt, riskiert Datenverlust und finanzielle Schäden. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Kontext der zunehmenden mobilen Finanznutzung

Die Zunahme solcher spezialisierten Betrugsversuche steht in einem breiteren Kontext der digitalen Transformation im Finanzsektor. Branchenanalysen für das Jahr 2026 verdeutlichen die wachsende Relevanz mobiler Anwendungen für finanzielle Angelegenheiten.

So wurde im laufenden Jahr bereits eine 2,4-fache Zunahme bei mobilen Steuerzahlungen registriert. Diese verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte für sensible Transaktionen macht die entsprechende Nutzerschaft zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminelle.

Die Masche zielt darauf ab, die Opfer über einen in der E-Mail enthaltenen Link auf eine gefälschte Website zu locken. Dort sollen persönliche Daten und Login-Informationen eingegeben werden, die dann unmittelbar in die Hände der Betrüger gelangen.

Anzeige

Angesichts von Millionen gehackter Konten pro Quartal in Deutschland ist der Schutz sensibler Zugänge wichtiger denn je. Ein kostenloser Report zeigt, wie Sie moderne Alternativen zu herkömmlichen Passwörtern bei Amazon, Microsoft oder WhatsApp sofort einrichten. Passkey-Report kostenlos herunterladen

Empfehlungen zum Schutz der Bankzugänge

Die Verbraucherschützer mahnen zur äußersten Vorsicht beim Umgang mit unaufgeforderten E-Mails, die zur Eingabe von Daten auffordern. Es wird dringend dazu geraten, keine in solchen E-Mails enthaltenen Links anzuklicken. Banken und Finanzinstitute fordern ihre Kunden grundsätzlich nicht per E-Mail dazu auf, sensible Sicherheitsdaten oder Aktualisierungen über externe Verknüpfungen einzugeben.

Kunden, die eine solche Nachricht erhalten haben, sollten diese unbeantwortet löschen und im Zweifelsfall direkt über die offiziellen Kanäle ihrer Bank Kontakt aufnehmen.

Wer bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben hat, sollte umgehend das betroffene Konto sperren lassen und die Sicherheitsabteilung seines Kreditinstituts informieren. Nur durch konsequente Wachsamkeit lassen sich die Risiken durch derart raffinierte Phishing-Kampagnen minimieren.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69948216 |