Phishing-Welle, DKB

Phishing-Welle: DKB und Sparkassen im Visier, Frist bis 15. Juli

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 06:02 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Südkoreanisches Kreditinstitut baut mit Polizei und neuen Systemen Schutz gegen Betrugsmaschen aus.

Woori Bank startet Kooperation gegen Voice-Phishing-Angriffe
Eine Hand hält ein Smartphone mit einem schwebenden, holografischen Vorhängeschloss. Im unscharfen Hintergrund sind Polizisten und Banker zu sehen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mit einer neuen Kooperation will sie schneller reagieren.

Strategische Allianz zwischen Finanzsektor und Behörden

Am 10. Juli unterzeichnete die Bank eine Absichtserklärung mit der Gangbuk-Polizeistation in Seoul. Ziel ist ein besserer Informationsaustausch über aktuelle Betrugsmethoden. Zudem wird ein dediziertes Kommunikationssystem für schnelle Reaktionszeiten eingerichtet.

Verdächtige Transaktionen sollen künftig in Echtzeit gemeldet werden. So lassen sich Gelder sofort sichern. Geleitet wird das Projekt von Jeon Jaehong, einem ehemaligen Experten der Kriminalpolizei für Finanzdelikte.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase mit der Jungbu-Polizeistation Anfang des Jahres plant die Woori Bank nun eine landesweite Ausweitung. Parallel investiert das Institut in die Modernisierung seiner Betrugserkennungssysteme.

Ein aktueller Erfolg: In Dangjin verhinderte eine Bankmitarbeiterin am 11. Juli, dass ein Kunde 200 Millionen Won an Betrüger verlor. Sie schöpfte Verdacht, als der Kunde eine neue OTP-Karte beantragte. Auf seinem Smartphone waren bereits Fernsteuerungs-Apps installiert.

Massive Phishing-Welle gegen deutsche Bankkunden

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In Deutschland warnt die Verbraucherzentrale zeitgleich vor einer neuen Welle betrügerischer E-Mails. Betroffen sind Kunden der DKB, der Sparkassen und der Volksbanken. Die Täter nutzen gefälschte Sicherheitshinweise, um Zugangsdaten abzugreifen.

Bei der DKB werden Kunden kontaktiert, ihre App-Registrierung laufe am 15. Juli ab. Tippfehler in den Betreffzeilen – etwa „lauft“ statt „läuft“ – sind ein deutliches Indiz für Betrug. Ähnliche Maschen beobachten Experten bei den Sparkassen mit einem angeblichen „S-pushTAN-Update“. Bei den Volksbanken wird eine Frist zur Aktivierung eines Sicherheitssystems bis zum 17. Juli suggeriert.

Doch nicht nur digital wird betrogen. Physische Betrugsversuche durch sogenannte Schockanrufe häufen sich. Allein im Saarland wurden am 10. Juli über 30 Fälle registriert. Die Täter gaben sich als Polizeibeamte aus und forderten Kautionen für angebliche Unfälle von Angehörigen. In einem Fall erbeuteten sie Wertsachen im fünfstelligen Bereich. In Pirmasens verlor ein 69-Jähriger am selben Tag eine vierstellige Summe an falsche Polizisten.

Technologische Aufrüstung und rechtliche Einordnung

Die Professionalisierung der Angreifer nimmt zu. Am 10. Juli wurde eine Phishing-as-a-Service-Plattform namens „Forg365“ identifiziert. Für 400 US-Dollar monatlich stellt sie Werkzeuge bereit, um Microsoft-365-Konten zu übernehmen. Zudem erzielen KI-gestützte Phishing-Versuche eine deutlich höhere Klickrate als herkömmliche Methoden.

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International geraten Banken rechtlich stärker unter Druck. Der belgische Kassationshof entschied am 29. Juni in einem Grundsatzurteil: Banken können bei Entschädigungsforderungen nicht pauschal auf grobe Fahrlässigkeit der Kunden plädieren. Die Beweislast liegt primär beim Kreditinstitut.

Auf globaler Ebene verzeichnen Sicherheitsbehörden jedoch auch Erfolge. Im Rahmen der Interpol-Operation „First Light“ wurden rund 293 Millionen US-Dollar sichergestellt und über 5.800 Verdächtige festgenommen. Das unterstreicht die Dimensionen der international organisierten Finanzkriminalität.

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