Phishing-Welle: KI-Betrug um 1.200% gestiegen, Millionen gefÀhrdet
07.06.2026 - 07:17:54 | boerse-global.de
Die Masche ist perfide: BetrĂŒger verschicken SMS, in denen sie behaupten, gesammelte Treuepunkte wĂŒrden bald verfallen oder mĂŒssten dringend eingelöst werden. Ziel ist es, an sensible Bankdaten zu gelangen und unberechtigte Abbuchungen vorzunehmen.
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So funktioniert der Betrug
Die Nachrichten enthalten einen Link, der auf eine gefĂ€lschte Webseite fĂŒhrt. Diese sieht tĂ€uschend echt aus und imitiert die offiziellen Portale bekannter Supermarktketten. Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Kontoverbindungen oder Kreditkartendaten einzugeben â angeblich, um die Punkte zu sichern.
In Wirklichkeit wollen die Angreifer Geld stehlen oder sich Zugang zum Online-Banking verschaffen.
Die Polizei rÀt: Keine Links in unaufgeforderten Nachrichten öffnen. Keine persönlichen Daten preisgeben. Wer bereits hereingefallen ist, sollte sofort die Bank kontaktieren und Konten sowie Karten sperren lassen.
KI macht Phishing gefÀhrlicher
Die aktuelle Betrugswelle ist Teil eines globalen Trends. Die Zahl KI-gestĂŒtzter Phishing-Angriffe ist innerhalb von zwei Jahren um 1.200 Prozent gestiegen. Die Nachrichten wirken immer professioneller und sind fĂŒr Laien kaum noch als Betrug zu erkennen.
Internationale Behörden wie das FBI beziffern die weltweiten Verluste durch CyberkriminalitĂ€t fĂŒr 2025 auf rund 19,2 Milliarden Euro â ein Plus von 26 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.
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Die TĂ€ter nutzen zunehmend Daten aus frĂŒheren Lecks, etwa einem Vorfall bei einer groĂen Hotel-Buchungsplattform im April 2026. Auch Messenger wie WhatsApp werden fĂŒr gezielte Attacken eingesetzt.
BGH-Urteil: Kunden haften bei FahrlÀssigkeit
Wer auf solche Maschen hereinfĂ€llt, kann teuer bezahlen â und zwar dauerhaft. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) von Anfang MĂ€rz 2026 macht das deutlich.
Das Gericht entschied: Wer nach einem betrĂŒgerischen Anruf TANs weitergibt, handelt grob fahrlĂ€ssig. Im konkreten Fall verlor eine Kundin fast 40.000 Euro, weil sie mehrere Transaktionsnummern preisgab.
Moderne Sicherheitsverfahren wie das chipTAN-Verfahren erfĂŒllen laut BGH die notwendigen Anforderungen. Bei solchem Fehlverhalten haften Kunden selbst fĂŒr den Schaden.
Auch neue SchutzmaĂnahmen helfen nur bedingt: Die automatische Erkennung von Betrugsanrufen auf bestimmten Smartphones â erst Anfang Juni eingefĂŒhrt â kann die persönliche Wachsamkeit nicht ersetzen.
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