Phishing-Welle, SecureGo-Nutzer

Phishing-Welle: SecureGo-Nutzer von Consorsbank im Visier

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Betrüger attackieren SecureGo-Nutzer von Consorsbank und Volksbanken per SMS und E-Mail. Banken raten zu erhöhter Vorsicht.

Phishing-Welle gegen Consorsbank und Volksbanken: SecureGo-Nutzer im Visier
Eine besorgte Person hält ein Smartphone in einem modernen Büro und blickt auf einen Laptop-Bildschirm. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Sicherheitswarnungen weisen auf eine neue, koordinierte Welle von Phishing-Angriffen hin, die gezielt Kunden der Consorsbank sowie der Volksbanken ins Visier nimmt.

Im Fokus der Betrüger stehen dabei insbesondere Anwender der Sicherheits-App „SecureGo“, die für die Freigabe von Transaktionen genutzt wird. Experten mahnen zur erhöhten Vorsicht beim Umgang mit elektronischen Nachrichten, da die Angreifer versuchen, sensible Finanzdaten und Zugriffsrechte zu entwenden.

Gezielte Attacken auf Nutzer der SecureGo-App

Die derzeit beobachteten Angriffe zeichnen sich durch eine hohe Spezifität aus. Laut Informationen von Sicherheitsalarm richten sich die betrügerischen Aktivitäten explizit gegen Kunden, welche die „SecureGo“-App zur Absicherung ihres Online-Bankings verwenden. Da diese App ein zentrales Element in der Zwei-Faktor-Authentisierung darstellt, ist sie für Cyberkriminelle ein besonders attraktives Ziel.

Das Ziel der Täterschaft ist es, durch die Manipulation der Nutzer an die persönlichen Zugangsdaten für das Online-Banking zu gelangen. Darüber hinaus versuchen die Betrüger, Transaktionsnummern (TANs) abzugreifen.

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Mit diesen Informationen wären unbefugte Personen theoretisch in der Lage, eigenständig Überweisungen zu autorisieren oder Kontoeinstellungen zu verändern, was für die betroffenen Kunden erhebliche finanzielle Schäden nach sich ziehen kann.

Die Vorgehensweise der Betrüger über SMS und E-Mail

Die Verbreitung der Phishing-Versuche erfolgt über zwei klassische Kommunikationswege: E-Mail und Kurznachrichten (SMS). In vielen Fällen nutzen die Angreifer dabei die Methode des sogenannten „Smishing“ – eine Wortschöpfung aus SMS und Phishing.

Die Nachrichten sind oft so gestaltet, dass sie einen dringenden Handlungsbedarf vortäuschen. Beispielsweise wird behauptet, dass der Zugang zur „SecureGo“-App abgelaufen sei, reaktiviert werden müsse oder eine wichtige Sicherheitsaktualisierung erforderlich sei.

In diesen Nachrichten sind Links enthalten, die auf gefälschte Internetseiten führen. Diese Webseiten sind optisch kaum von den offiziellen Portalen der Consorsbank oder der Volksbanken zu unterscheiden.

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Werden dort Zugangsdaten oder Identifikationsmerkmale eingegeben, landen diese unmittelbar in den Händen der Hintermänner. Sicherheitsanalysten betonen, dass die Professionalität dieser Täuschungsversuche in den letzten Monaten stetig zugenommen hat, was die Erkennung der Betrugsversuche für Laien erschwert.

Schutzmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen für Kunden

Angesichts der aktuellen Bedrohungslage haben die betroffenen Banken und Sicherheitsdienste klare Handlungsempfehlungen für die Kunden formuliert. Die oberste Priorität ist es, Ruhe zu bewahren und keine übereilten Aktionen durchzuführen. Kunden werden dringend gebeten, keinesfalls auf Links in verdächtigen Nachrichten zu klicken. Ein Klick auf solche Verknüpfungen kann bereits ausreichen, um auf schadhafte Webseiten umgeleitet zu werden.

Des Weiteren wird davor gewarnt, sensible Daten wie Passwörter, PINs oder TANs preiszugeben. Seriöse Kreditinstitute fordern ihre Kunden niemals per E-Mail oder SMS dazu auf, solche vertraulichen Informationen auf einer Webseite einzugeben oder am Telefon mitzuteilen.

Die Banken raten dazu, verdächtige Nachrichten schlicht zu ignorieren und gegebenenfalls sofort zu löschen. Sollten sich Kunden unsicher bezüglich der Echtheit einer Mitteilung sein, wird empfohlen, nicht auf die Nachricht zu antworten, sondern eigenständig den offiziellen Kundenservice der jeweiligen Bank zu kontaktieren.

Hierbei sollten ausschließlich die bekannten Telefonnummern oder Kontaktformulare von der Rückseite der Bankkarte oder der offiziellen Webseite genutzt werden. Wer bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben hat, sollte umgehend sein Konto sowie den Online-Banking-Zugang sperren lassen.

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