Photoshop: Adobe startet KI-Editor mit Skizzen und Textbefehlen
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Adobe hat eine öffentliche Beta-Version seines neuen AI Assisted Editor für Photoshop veröffentlicht. Das Werkzeug erlaubt es, Bilder per Skizze und Textprompt gleichzeitig zu bearbeiten und richtet sich damit an Nutzer, die klassische Retusche-Workflows mit KI-gestützten Eingaben kombinieren wollen.
Skizzen und Sprache kombiniert
Kernstück der Neuerung ist ein Markup-Tool, mit dem Anwender direkt auf dem Bild skizzieren und diese Markierungen mit Textbefehlen verknüpfen können.
Die KI setzt die Anweisungen um und legt die Ergebnisse als separate Ebenen an, sodass ursprüngliche Bildinformationen erhalten bleiben und Änderungen rückgängig gemacht werden können. Bearbeitungen lassen sich damit über natürliche Sprache steuern, ohne dass Nutzer manuell durch Menüs navigieren müssen.
Neben dem AI Assisted Editor bringt Adobe weitere Funktionen in die Beta ein: eine Light Adjustment Layer zur nachträglichen Lichtkorrektur, ein Instruct-Edit-Werkzeug mit Masken auf Basis von Firefly Image 5, dynamische Textfelder sowie eine direkte Anbindung an das Adobe-Stock-Panel. Zum Funktionsumfang zählen zudem Prompt to Edit, automatische Hintergrundentfernung, Generative Expand und Generative Fill sowie das erwähnte AI-Markup-Werkzeug.
Preise und Verfügbarkeit
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Für den Zugang zu Photoshop mit dem AI Assisted Editor verlangt Adobe einen monatlichen Preis von 23 US-Dollar. Photoshop selbst ist regulär ab 22,99 US-Dollar pro Monat erhältlich. Zeitweise bietet Adobe zudem einen Rabatt von 50 Prozent auf Creative Cloud Pro an, wodurch die ersten drei Monate für 34,99 US-Dollar zu haben sind.
Einordnung in den KI-Bildmarkt
Die Veröffentlichung reiht sich in eine Phase ein, in der generative KI-Werkzeuge zunehmend tief in etablierte Kreativsoftware integriert werden. Erst kürzlich hatte Google DeepMind mit Gemini Omni 1.1 Flash ein Modell vorgestellt, das Videoszenen von bis zu 40 Sekunden Länge in 4K-Auflösung erzeugen kann – ein Hinweis darauf, dass sich der Wettbewerb zwischen den großen Anbietern nicht mehr allein auf Standbilder beschränkt, sondern zunehmend auch bewegte Inhalte umfasst.
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Für Adobe bedeutet der Schritt eine weitere Verzahnung klassischer Bildbearbeitung mit generativen Modellen der eigenen Firefly-Reihe. Durch die Ausgabe der KI-Ergebnisse als separate, editierbare Ebenen bleibt der bisherige Photoshop-Workflow grundsätzlich erhalten, während gleichzeitig neue, sprachbasierte Bedienkonzepte hinzukommen.
Ob sich der AI Assisted Editor über die Beta-Phase hinaus als fester Bestandteil der Photoshop-Suite etabliert, dürfte auch davon abhängen, wie Nutzer die zusätzlichen monatlichen Kosten gegenüber dem regulären Photoshop-Abonnement bewerten.
