Feuerwehr, Blackout

So bleibt die Feuerwehr beim Blackout einsatzfÀhig

20.05.2025 - 10:00:00 | pressetext.de

Pinkafeld - Eine Masterarbeit an der Hochschule Burgenland beschÀftigt sich mit der Möglichkeit, Feuerwehren im Blackout-Fall einsatzfÀhig zu halten. Photovoltaik kommt in den konzipierten Modellen genauso zum Einsatz wie Energiegemeinschaften und Batteriespeicher.

FĂŒr KrankenhĂ€user ist österreichweit die Notstromversorgung im Katastrophenfall geregelt. Bei Feuerwehren und der Polizei ist dem nicht so. Frederick Mann, Absolvent des Masterstudiengangs Nachhaltige Energiesysteme der Hochschule Burgenland hat sich darum in seiner Abschlussarbeit mit der Versorgung von FeuerwehrhĂ€usern im Krisenfall beschĂ€ftigt. Betreut wurde er dabei von Lektor Christian Doczekal, einem Experten fĂŒr nachhaltige Technologien und langjĂ€hrigem Feuerwehroffizier.

Kritische Infrastruktur besonders schĂŒtzen

StromausfĂ€lle, insbesondere großflĂ€chige Blackouts, sind eine ernstzunehmende Bedrohung fĂŒr unsere moderne Gesellschaft. Besonders in Krisensituationen sind Feuerwehren eine zentrale StĂŒtze. Doch auch sie benötigen Strom, um einsatzbereit zu bleiben. Ohne Strom funktionieren keine Kommunikationssysteme, keine Notbeleuchtung, keine technischen GerĂ€te und – aktuell noch Zukunftsmusik – keine elektrisch betriebenen Feuerwehrautos. Ein Konzept aus dem Hause Hochschule Burgenland könnte die Lösung bieten: ĂŒberdimensionierte Photovoltaikanlagen (PV) und Batteriespeicher auf FeuerwehrhĂ€usern in Kombination mit einer Energiegemeinschaft.

Die Ergebnisse der Masterarbeit von Frederik Mann zeigen, wie Feuerwehren unabhĂ€ngig von der Stromversorgung agieren können, gleichzeitig die Gemeinde nachhaltig unterstĂŒtzen und dabei auch noch wirtschaftlich bleiben. Der Student fertigte fĂŒr seine Abschlussarbeit zwei Modelle von Feuerwehren im Burgenland an – einer kleineren in Wolfau und einer grĂ¶ĂŸeren in Pinkafeld. Er analysierte die vorhandenen Notstromgeneratoren sowie die PlĂ€ne fĂŒr Energiesicherheit, aktuelle Satellitenbilder und Wetterdaten und erstellte Simulationen fĂŒr PV Anlagen auf den GebĂ€uden.

Sonnenenergie als Lösung

Die Idee ist simpel und dennoch visionĂ€r: FeuerwehrhĂ€user werden mit großflĂ€chigen PV-Anlagen und ĂŒberdimensionierten Batteriespeichern ausgestattet. Im Falle eines Blackouts decken diese Anlagen den Energiebedarf des Feuerwehrhauses vollstĂ€ndig und sichern so die EinsatzfĂ€higkeit. Gleichzeitig wird die Anlage im Alltag genutzt, um eine Erneuerbare Energiegemeinschaft (EEG) zu betreiben. "Das Feuerwehrhaus in Wolfau könnte durch dieses Modell auch im Worst-Case Szenario zwei Wochen lang im Winter mit minimaler Sonneneinstrahlung vollstĂ€ndig autark versorgt werden", erklĂ€rt Frederik Mann.

Finanzierung: Gemeinsam investieren, gemeinsam profitieren

Ein zentrales Element des Konzepts ist die Finanzierung. Die hohen Investitionskosten fĂŒr eine ĂŒberdimensionierte PV-Anlage und einen Batteriespeicher können durch die GrĂŒndung einer Energiegenossenschaft auf viele Schultern verteilt werden. Mitglieder der EEG, von Feuerwehrmitgliedern bis zu Betrieben, tragen durch ihre Beteiligung zur Kostendeckung bei und profitieren gleichzeitig von gĂŒnstigem Strom.

Die Einnahmen aus dem Stromverkauf reduzieren die Betriebskosten der Feuerwehr und ermöglichen langfristig eine Amortisation der Anlage. Dies macht das Konzept wirtschaftlich attraktiv und nachhaltig, wie auch die Berechnungen fĂŒr Wolfau und Pinkafeld zeigten.

Großer Zuspruch und offene Fragen

Frederick Mann und sein Betreuer prĂ€sentierten die Ergebnisse der Masterarbeit dem Netzwerk "green energy on fire", sowie österreichischen und deutschen FeuerwehrkrĂ€ften. "Das Interesse an den Modellen war groß, auch wenn vorerst noch keine reale Umsetzung geplant ist", so Mann. Denn: Probleme darstellen kann bei vielen Feuerwehren der fehlende Platz fĂŒr eine große PV-Anlage, die Organisation des Projekts aufgrund fehlender Personalressourcen - Stichwort Freiwilligkeit, sowie unser föderalistisches System mit enormem bĂŒrokratischen Aufwand.

Dennoch: die Konzepte liegen am Tisch und ein wichtiger Schritt in Richtung Krisensicherheit ist damit getan.

Facts zum Studiengang Studiengang: Masterstudium - 4 Semester - Technikstudium ergĂ€nzt um Aspekte aus Wirtschaft, Recht und Management; Akademischer Grad: Diplomingenieur/in fĂŒr technisch-wissenschaftliche Berufe - Dipl.-Ing./in; Organisationsform berufsbegleitend: Unterricht am Studienzentrum 10 Wochenenden pro Semester: i.d.R. Freitag 14.00 bis ca. 21.00 und Samstag von 8.30 bis ca. 17.15 Uhr, zusĂ€tzlich pro Semester zwei PrĂ€senzblöcke Donnerstag bis Samstag jeweils von 8.30 bis ca. 19.15 Uhr; StudienplĂ€tze: 40; Studienort: 7423 Pinkafeld, Steinamangerstraße 21; Sprache: Deutsch (erforderliches Sprachniveau mind. B2), einzelne Lehrveranstaltungen können in englischer Sprache abgehalten werden (erforderliches Sprachniveau mind. B2); StudiengebĂŒhren: keine.

Information und Anmeldung unter http://www.hochschule-burgenland.at.

(Ende)

Aussender: Hochschule Burgenland Ansprechpartner: Mag. Christiane Staab Tel.: +43 57707 3537 E-Mail: christiane.staab@hochschule-burgenland.at Website: www.hochschule-burgenland.at

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