Plank-Weltrekord: DonnaJean Wilde hielt den Unterarmstütz 4:30 Stunden
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Extremleistungen im höheren Lebensalter verdeutlichen das Potenzial gezielter körperlicher Fitness. Als die Kanadierin DonnaJean Wilde am 21. März 2024 in der Magrath High School in Alberta einen Guinness-Weltrekord im Unterarmstütz aufstellte, rückte die Trainingsform des Planks weltweit in den Fokus. Sie hielt die statische Position über eine Zeitspanne von 4 Stunden, 30 Minuten und 11 Sekunden, was den Rekord für den längsten Plank einer Frau markierte.
In Medienberichten wurde die Athletin teils als 58-jährige Kanadierin aus Alberta, in anderen Berichten mit Verweis auf ihren Instagram-Auftritt als 61-Jährige sowie als fitteste Seniorin der Welt rezipiert. Die Leistung bietet Anlass, die sportwissenschaftlichen Hintergründe und gesundheitlichen Effekte des isometrischen Rumpftrainings genauer zu betrachten.
Wissenschaftliche Belege für isometrisches Training und Core-Fitness
Der Unterarmstütz beansprucht isometrisch mehrere Muskelgruppen zeitgleich, darunter Bauch, Rücken, Schultern, Gesäß und Beine, und kommt ohne Geräte aus. Mehrere sportwissenschaftliche Untersuchungen belegen den Nutzen dieses Belastungsprofils für ältere Menschen.
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Eine Metaanalyse im British Journal of Sports Medicine, die 270 Studien mit insgesamt 15.827 Teilnehmenden auswertete, zeigte, dass isometrisches Training den Blutdruck wirksam senken kann — im Schnitt um etwa 8 mmHg systolisch sowie um 4 mmHg diastolisch.
Zusätzlich untermauern weitere Fachpublikationen spezifische Vorzüge für die Zielgruppe. Eine im Jahr 2023 in BMC Women's Health veröffentlichte Untersuchung belegte, dass dreimal wöchentliches Krafttraining über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen die fettfreie Masse sowie die Griffkraft bei menopausalen Frauen verbessert.
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Eine weitere Studie aus dem Jahr 2025 in Frontiers in Public Health wies nach, dass gezieltes Core-Training die balance bei Erwachsenen ab 60 Jahren steigert.
Richtlinien für die praktische Umsetzung im Trainingsalltag
Für die breite Anwendung im Breitensport gelten gänzlich andere Parameter als bei mehrstündigen Rekordversuchen. Fachleute empfehlen ein strukturiertes Vorgehen in Intervallen mit einer Trainingshäufigkeit von drei- bis viermal pro Woche. Die Haltezeiten sollten schrittweise gesteigert werden:
- Für Einsteiger bieten sich Intervalle von 15 bis 20 Sekunden in drei bis vier Runden an.
- Fortgeschrittene können 30 bis 45 Sekunden in drei bis fünf Runden anpeilen.
- Sehr fitte Personen absolvieren Haltezeiten von 60 Sekunden und mehr über vier bis sechs Runden.
Zwischen den einzelnen Durchgängen werden Pausen von 20 bis 40 Sekunden angeraten. Zur Anpassung an unterschiedliche Leistungsniveaus existieren erleichterte Varianten, etwa die Ausführung auf den Knien oder abgestützt an einer Wand beziehungsweise an einem Tisch. Fortgeschrittene können die Intensität durch Schulter-Taps, Beinheben, den Seitstütz oder bewegte Plank-Varianten erhöhen.
Trotz der gesundheitlichen Vorteile erfordert die Übung eine korrekte Ausführung. Besondere Vorsicht ist bei vorbestehenden Rückenproblemen, einem Bandscheibenvorfall oder Schulterverletzungen geboten. Bei Warnsignalen wie stechenden Rückenschmerzen, Nackenspannungen oder einem Kribbeln in Armen oder Beinen sollte das Training unterbrochen werden.
