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Play Store: Google verschÀrft Speicher-Anforderungen ab Februar 2027

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 03:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google verlangt ab 2027 effizientere Apps und automatische GerÀteanmeldung. Neue Grenzwerte sollen Speicher entlasten und Wechsel vereinfachen.

Google verschĂ€rft Play-Store-Regeln fĂŒr Speicher und Anmeldung
Ein modernes Smartphone liegt auf einem minimalistischen Schreibtisch mit ausgeschaltetem Bildschirm in einer BĂŒroumgebung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Google hat auf dem Android Developers Blog neue QualitĂ€tsanforderungen fĂŒr Apps im Play Store angekĂŒndigt. Ziel der Maßnahme ist es, den Speicherverbrauch von Anwendungen zu senken und den GerĂ€tewechsel fĂŒr Nutzer zu erleichtern. Die neuen Vorgaben treten in zwei Stufen in Kraft: Ab Februar 2027 mĂŒssen Entwickler striktere Speicherschwellen einhalten, ab April 2027 folgt eine Pflicht zur automatischen Anmeldung bei GerĂ€temigration.

Neue Schwellenwerte fĂŒr Speicher und Code

Konkret verlangt Google ab Februar 2027 von Play-Store-Apps die Einhaltung von Grenzwerten bei der dynamischen Speichernutzung, der Bitmap-Nutzung sowie bei der Code-Optimierung. Bei Letzterer muss die DEX-Code-Optimierung mit dem Tool R8 einen Wert von mindestens 25 Prozent erreichen. Zur UnterstĂŒtzung der Entwickler stellt Google zusĂ€tzliche Diagnose-Werkzeuge in der Play Console bereit.

Apps, die diese Schwellen ĂŒberschreiten, mĂŒssen laut den AnkĂŒndigungen mit Konsequenzen rechnen: Berichten zufolge drohen reduzierte Sichtbarkeit im Store sowie eingeschrĂ€nkte Veröffentlichungsmöglichkeiten. Teilweise ist auch davon die Rede, dass nicht konforme Anwendungen im Betrieb verlangsamt oder beendet werden können. Entwicklern bleibt damit ein Zeitfenster von mehreren Monaten, um ihre Anwendungen entsprechend zu optimieren.

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Parallel dazu hat Android 17 bereits pro-App-Speicherlimits eingefĂŒhrt, die zunĂ€chst auf Pixel-GerĂ€ten zum Einsatz kommen und schrittweise auf weitere Hersteller ausgeweitet werden sollen. Die Bandbreite dieser Limits reicht dabei von 4 bis ĂŒber 16 Gigabyte, je nach GerĂ€tekategorie.

Zero-Tap-Sign-In als zweite Stufe

Ab April 2027 kommt eine weitere Anforderung hinzu: Apps mit Login-Funktion mĂŒssen dann die sogenannte Zero-Tap-Sign-In-Funktion ĂŒber die Android Restore Credentials API unterstĂŒtzen.

Diese Funktion soll Nutzern die automatische Anmeldung ermöglichen, wenn sie ihr GerĂ€t wechseln – ohne manuelles Eingeben von Zugangsdaten. Auch hier drohen Apps ohne Umsetzung eine reduzierte Sichtbarkeit im Play Store. Spiele sind von dieser Pflicht vorerst ausgenommen.

Hintergrund: Knappheit bei Speicherchips

Als Hintergrund fĂŒr die neuen Anforderungen wird die aktuelle Lage auf dem Markt fĂŒr Speicherchips genannt. RAM-Preise sind zuletzt deutlich gestiegen, teilweise wird von einem Anstieg von rund 80 Prozent im zweiten Halbjahr 2026 berichtet, wodurch DRAM zur teuersten Komponente in vielen GerĂ€ten geworden sei.

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Hersteller reagieren darauf, indem sie den verbauten Arbeitsspeicher in neuen GerĂ€ten reduzieren – als Beispiel wird das Pixel 11 Pro genannt, das mit weniger RAM ausgestattet sein soll als frĂŒhere Modelle.

Vor diesem Hintergrund zielen Googles neue Vorgaben darauf ab, die Auswirkungen der Speicherchip-Knappheit fĂŒr Nutzer abzumildern, indem Apps effizienter mit dem vorhandenen Arbeitsspeicher umgehen. FĂŒr Entwickler bedeutet dies zusĂ€tzlichen Aufwand bei der Optimierung ihrer Anwendungen, insbesondere im Umgang mit Bitmaps, dynamischem Speicher und der Code-Kompilierung.

Wie stark einzelne App-Kategorien von den neuen Regeln betroffen sein werden, dĂŒrfte sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn Entwickler ihre Anwendungen an die neuen Diagnose-Tools in der Play Console anpassen.

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