PlayStation, Sony

PlayStation: Sony stoppt Disc-Produktion ab Januar 2028

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 22:58 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Sony stellt die Fertigung von PlayStation-Spielen auf Disc bis Januar 2028 ein und rüstet sein Werk in Österreich auf Mikrolinsen um.

Sony beendet PlayStation-Disc-Produktion bis 2028
Eine PlayStation-Spiel-Disc löst sich in digitale Daten auf, symbolisiert den Wandel von physischen Medien zu digitalen Downloads. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das gab das Unternehmen heute bekannt und läutet damit das endgültige Ende der physischen Spiele-Ära ein.

Fabrik in Österreich wird umgerüstet

Herzstück des Wandels ist das Sony-Werk im österreichischen Thalgau. Die Anlage, die täglich rund 600.000 Discs prägt – zur Hälfte PlayStation-Titel –, wird zur Produktion optischer Mikrolinsen umgebaut. Sony investiert 30 Millionen Euro in die Umrüstung, die Großserienfertigung der neuen Komponenten soll bis 2027 anlaufen.

Am 1. Juli informierte der Konzern die 300 Beschäftigten über die Neuausrichtung. Statt Entlassungen plant Sony die Umschulung der Belegschaft für die Mikrolinsen-Produktion. Bis 2028 soll die Disc-Fertigung am Standort auf rund zehn Prozent des heutigen Niveaus sinken.

Was mit alten und neuen Spielen passiert

Für Spiele, die vor Januar 2028 erscheinen, können Verlage weiterhin Nachdrucke bestellen. Das sichert den Fortbestand physischer Sammlungen – allerdings mit geänderten Bestellprozessen.

Titel nach dem Stichtag erscheinen nicht mehr auf Disc. Stattdessen will Sony Download-Codes in physischen Verpackungen anbieten. Der Handel kann so weiterverkaufen, ohne die Kosten für Produktion und Logistik tragen zu müssen.

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Digitalisierung als logischer Schritt

Die Entscheidung überrascht kaum. Bereits im Juni sprach PlayStation-CEO Hideaki Nishino vom Wandel hin zu einem „echten digitalen Plattformgeschäft". Sony hatte die Weichen schon früher gestellt: 2022 wurden die Fertigungssparten umstrukturiert, 2023 folgte die digitale Ausrichtung der Konsolen-Hardware.

Die Zahlen geben dem Konzern recht: Im Geschäftsjahr 2025 entfielen zwischen 80 und 85 Prozent aller Softwareverkäufe für PS4 und PS5 auf digitale Downloads. Ex-Manager Shawn Layden bezeichnete den Schritt als wirtschaftliche Notwendigkeit – die digitalen Einnahmen überträfen die physischen inzwischen bei weitem.

Widerstand aus der Community

Nicht alle Spieler begrüßen die Entwicklung. Kritiker befürchten Probleme bei der Spielekonservierung und das Ende des Gebrauchtmarkts. Digitale Lizenzen lassen sich anders als Discs nicht weiterverkaufen. Eine Petition gegen den Schritt hat bereits über 57.000 Unterschriften gesammelt.

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Ausblick auf PlayStation 6

Branchenbeobachter rechnen damit, dass die nächste Konsolengeneration – vermutlich die PlayStation 6 – kein Laufwerk mehr enthalten wird. Erste Berichte deuten auf einen Marktstart im Herbst 2027 hin. Dann wäre der Kreislauf geschlossen: Die Hardware käme ohne Disc-Laufwerk, die Software ohnehin nicht mehr auf Disc.

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