PocketMage: Open-Source-PDA mit E-Ink und OLED startet Crowdfunding
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 09:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein ungewöhnliches Gerät mischt den Markt für digitale Schreibwerkzeuge auf: Der PocketMage verbindet das Design klassischer PDAs mit moderner E-Paper-Technologie. Das Open-Source-Projekt des Entwicklers Ashtf aus Arizona startete diese Woche auf der Plattform Crowd Supply.
Zwei Displays für maximale Effizienz
Das Herzstück des PocketMage ist ein 3,1-Zoll-E-Ink-Bildschirm mit einer Auflösung von 320x240 Pixeln. Ergänzt wird er durch ein schmales 1,8-Zoll-OLED-Display (256x32 Pixel), das als sekundäre Anzeige für Statusmeldungen dient. Der Clou: Der stromsparende E-Ink-Schirm verbraucht nur beim Seitenwechsel Energie, während das OLED-Panel schnelle Rückmeldungen ermöglicht.
Angetrieben wird der Klapprechner von einem ESP32-S3-WROOM-1-Mikrocontroller mit 16 Megabyte Flash-Speicher und bis zu 8 Megabyte RAM. Ein microSD-Slot erweitert den Speicher auf bis zu 2 Terabyte. Die Eingabe erfolgt über eine vollständige QWERTY-Tastatur, ergänzt durch einen kapazitiven Touch-Schieberegler.
Open Source und individuell erweiterbar
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Das Betriebssystem basiert auf FreeRTOS und bietet eine „wizard-inspirierte" Benutzeroberfläche. Drittanbieter-Anwendungen sollen über einen digitalen Marktplatz namens Bazaar verfügbar sein. Da das gesamte Projekt unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht wird, können Nutzer sowohl Software als auch Hardware nach eigenen Wünschen anpassen.
Zur Konnektivität gehören WLAN und Bluetooth für drahtlose Datenübertragungen. Besonders interessant für Bastler: Ein Erweiterungsport unterstützt die Protokolle GPIO, I2C, SPI und UART – ideal für selbstgebaute Module.
Akkulaufzeit und Verfügbarkeit
Das PocketMage-Projekt zeigt: Ein digitales Notizbuch muss weder teuer noch proprietär sein. Mit ESP32 und E-Ink bauen Sie sich Ihr eigenes Gerät – und schonen dabei Ihre Augen. Dieser Report vergleicht E-Ink- und OLED-Displays für den Alltag. Display-Vergleichsguide anfordern
Der 1.200-mAh-Akku soll unter normaler Nutzung etwa eine Woche durchhalten. Geladen wird über einen USB-C-Anschluss. Die Abmessungen von 100x73x21,7 Millimetern machen das Gerät tatsächlich handlich genug für den täglichen Gebrauch.
Die Crowdfunding-Kampagne auf Crowd Supply hat ein Finanzierungsziel von 100.000 Dollar (rund 92.000 Euro). Interessenten können zwischen zwei Varianten wählen: Ein DIY-Bausatz für 185 Dollar (etwa 170 Euro) oder eine fertig montierte Version für 235 Dollar (rund 216 Euro). Die Auslieferung ist für den 25. März 2027 geplant.
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