Polizei-Handys, Pilotphase

Polizei-Handys: Pilotphase fĂŒr neue GerĂ€te startet Ende August

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 21:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach ĂŒber einem Jahr ohne Diensthandys testet die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern neue, besonders gesicherte EndgerĂ€te. Die Pilotphase beginnt Ende August in drei Revieren.

Polizei MV startet Pilotphase fĂŒr neue Diensthandys nach Cyberangriff
Ein verschlossenes Dienst-Smartphone liegt auf einem Schreibtisch vor unscharfen ServerschrÀnken in einem IT-Sicherheitszentrum. Illustration mit AI erstellt.

Nach dem Cyberangriff im Juni 2025 startet jetzt eine Pilotphase fĂŒr neue EndgerĂ€te. Die Beamten mussten ĂŒber ein Jahr ohne Diensthandys auskommen.

Komplexer Neuaufbau statt schnellem GerÀtetausch

Seit dem Hackerangriff im FrĂŒhsommer 2025 sind die Diensthandys der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern außer Betrieb. Das Innenministerium erklĂ€rt die lange Wartezeit mit einer grundlegenden Neuaufstellung der IT-Umgebung und Sicherheitsarchitektur – ein einfacher Hardware-Tausch sei nicht möglich gewesen.

Die neuen GerĂ€te erhalten einen eingeschrĂ€nkten Internetzugriff und laufen ĂŒber eine speziell gesicherte Infrastruktur. Der Testbetrieb startet Ende August in drei Polizeirevieren. Das Ministerium stellt klar: Die Sicherheit der Systeme habe Vorrang vor einer schnellen RĂŒckkehr zum Normalbetrieb.

Opposition ĂŒbt scharfe Kritik

Die CDU im Schweriner Landtag bemĂ€ngelt, die Polizei arbeite unter Bedingungen wie vor Jahrzehnten. Die AfD spricht von einem „Totalausfall mit Ansage“. Die Diskussion fĂ€llt in eine Zeit, in der die IT-Sicherheitslage staatlicher Stellen insgesamt angespannt ist.

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Cyberangriffe auf Behörden hÀufen sich

Der Vorfall in MV ist kein Einzelfall. In Ungarn traf ein Angriff der Gruppe ByteToBreach die Finanzverwaltung. Die TĂ€ter nutzten eine seit 2017 bekannte SicherheitslĂŒcke, erlangten Administratorrechte und verschlĂŒsselten Computer. Rund 229 Terabyte an Daten waren betroffen.

Liechtenstein meldete derweil neue Details zu einem Einbruch in ein Register zur GeldwĂ€schebekĂ€mpfung Ende Juli. Dort kopierten Angreifer Daten von rund 31.000 RechtstrĂ€gern. In der Schweiz stufte das Verteidigungsdepartement die Lösegeldzahlung des RĂŒstungskonzerns Ruag an die Gruppe Akira nach einem Angriff im Herbst 2025 als rechtlich zulĂ€ssig ein – die Kommunikation sei jedoch verbesserungswĂŒrdig gewesen.

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Warnung vor Messenger-Betrug und Desinformation

Parallel warnt die Polizei in MV vor Betrugsmaschen ĂŒber Messenger-Dienste. TĂ€ter ĂŒbernehmen Konten und fordern Geld von Kontakten. In Sanitz fielen mehrere Personen darauf herein und ĂŒberwiesen ĂŒber 3.000 Euro.

Zudem beobachten Sicherheitsbehörden eine Zunahme gezielter Desinformation vor den Landtagswahlen im September. Manipulierte Inhalte in sozialen Netzwerken sollen offenbar Einfluss auf die politische Stimmung nehmen – auch in Mecklenburg-Vorpommern.

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