Postinfektiöse, Erkrankungen

Postinfektiöse Erkrankungen: Marburger Symposium am 11. November

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
UniversitÀt und UKGM vereinen Projekte im CEPIS; ein Symposium soll Forschung, Versorgung und Gesundheitspolitik vernetzen.
Ein modernes, steriles biomedizinisches Forschungslabor mit hochwertigen AnalysegerÀten und wissenschaftlichen Instrumenten. Illustration mit AI erstellt.

Die Erforschung postinfektiöser Erkrankungen gewinnt in der biomedizinischen Landschaft zunehmend an Bedeutung. Am Wissenschaftsstandort Marburg bĂŒndeln die Philipps-UniversitĂ€t Marburg und das UniversitĂ€tsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) ihre wissenschaftlichen und klinischen AktivitĂ€ten, um komplexe Krankheitsbilder wie Long COVID sowie die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) eingehender zu analysieren.

Einen Schwerpunkt dieser fachĂŒbergreifenden Vernetzung bildet das fĂŒr den 11. November 2026 angesetzte Erste Marburger Symposium zu postinfektiösen Erkrankungen, das Wissenschaft, Patientenversorgung und Gesundheitspolitik zusammenfĂŒhren soll.

BĂŒndelung der Forschung im Marburger Zentrum CEPIS

Die Philipps-UniversitĂ€t Marburg und das UKGM forschen bereits seit dem Jahr 2020 an den SpĂ€tfolgen von Infektionen. Die Projekte und klinischen KapazitĂ€ten sind im Zentrum fĂŒr postinfektiöse Syndrome (CEPIS) zusammengefasst.

Um die Mechanismen der Erkrankungen aufzuklĂ€ren und diagnostische sowie therapeutische AnsĂ€tze voranzutreiben, warb der Standort in den vergangenen fĂŒnf Jahren mehr als 10 Millionen Euro an Fördermitteln von Bund, LĂ€ndern und der EuropĂ€ischen Union ein.

Die wissenschaftliche Arbeit stĂŒtzt sich dabei auf mehrere spezialisierte Verbundprojekte. Dazu gehören der Forschungsverbund MIRACLE, der sich mit ME/CFS befasst, sowie das Projekt PROGRESS zur Untersuchung der Versorgungsstrukturen bei Long COVID.

ErgĂ€nzt werden diese Initiativen durch die VerbĂŒnde SYMPTOM-AI und VITAL. DarĂŒber hinaus beteiligen sich die Philipps-UniversitĂ€t Marburg und das UKGM am bundesweiten Verbund LongCARE sowie am Netzwerk UniversitĂ€tsmedizin.

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Epidemiologische Dimension nach Angaben des Robert Koch-Instituts

Die Notwendigkeit verbesserter Diagnose- und BehandlungsansÀtze verdeutlichen aktuelle Bestandsaufnahmen zur Verbreitung der Krankheitsbilder. Laut einer Bestandsaufnahme des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2026 zeigen epidemiologische Studien bei etwa 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 lÀnger anhaltende Beschwerden.

FĂŒr Deutschland geht das Robert Koch-Institut von vermutlich mehreren Hunderttausend Betroffenen aus. Eine genaue Erfassung der Betroffenenzahlen gestaltet sich jedoch weiterhin schwierig, weshalb exakte Angaben bislang als unzuverlĂ€ssig gelten. Das breite Spektrum an Symptomen sowie diagnostische Herausforderungen erschweren eine prĂ€zise epidemiologische Erfassung im Gesundheitssystem.

InterdisziplinÀrer Austausch auf dem Marburger Symposium

Vor diesem Hintergrund soll das Erste Marburger Symposium zu postinfektiösen Erkrankungen am 11. November 2026 den Austausch zwischen Forschung, klinischer Praxis und Gesundheitspolitik vertiefen. Die Veranstaltung ist fĂŒr den Zeitraum von 9 bis 17 Uhr im Auditorium des UniversitĂ€tsklinikums Marburg angesetzt und wird in einem hybriden Format ausgerichtet.

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In Deutschland geht das Robert Koch-Institut von vermutlich mehreren Hunderttausend Betroffenen aus — doch eine genaue Erfassung gilt bislang als unzuverlĂ€ssig. Wer wissen will, wie Forschung und Versorgung bei postinfektiösen Syndromen zusammenwachsen sollen, findet im kostenlosen Leitfaden eine klare Einordnung der Strukturen und eine Checkliste fĂŒr den eigenen Weg durch den Diagnosealltag. Checkliste und Einordnung jetzt sichern

Im Rahmen der Tagung findet zudem eine Podiumsdiskussion statt, an der Tanja Raab-Rhein, Francesco De Meo, Stefanie von Wietersheim sowie Martin Till von der BARMER Hessen teilnehmen. Ziel des Dialogs ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in Versorgungsstrategien fĂŒr Betroffene einzubinden.

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