Potsdam startet sozialplattform.de: ErstantrĂ€ge fĂŒr Sozialleistungen jetzt online
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 23:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen der schrittweisen Verwaltungsmodernisierung setzt die Landeshauptstadt Potsdam auf neue elektronische Verfahren fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Seit Oktober 2026 fĂŒhrt die Kommune die bundesweite Plattform sozialplattform.de ein, um ErstantrĂ€ge fĂŒr ausgewĂ€hlte UnterstĂŒtzungsleistungen digital zugĂ€nglich zu machen.
Wie der Tagesspiegel in einem Bericht vom 5. Oktober 2026 darlegte, zielt die EinfĂŒhrung darauf ab, Verwaltungsverfahren zu beschleunigen, ohne dabei die bewĂ€hrten analogen ZugĂ€nge aufzugeben.
Digitale ErstantrĂ€ge ĂŒber ein bundesweites System
Ăber die Plattform sozialplattform.de können Potsdamerinnen und Potsdamer zentrale HilfsantrĂ€ge kĂŒnftig elektronisch abwickeln. Der digitale Service deckt spezifische ErstantrĂ€ge ab. Dazu gehören AntrĂ€ge auf Grundsicherung im Alter sowie bei dauerhafter Erwerbsminderung. Zudem umfasst das Online-Angebot die Hilfe zum Lebensunterhalt sowie AntrĂ€ge auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Die technische Grundlage des Verfahrens stammt nicht aus der Potsdamer Stadtverwaltung selbst: Das Portal wurde federfĂŒhrend vom Sozialministerium Nordrhein-Westfalen entwickelt und steht Kommunen als bundesweites System zur VerfĂŒgung. Dadurch können StĂ€dte und Landkreise auf eine einheitliche Infrastruktur zurĂŒckgreifen, um BĂŒrgerleistungen nach modernen Standards abzubilden.
Beibehaltung postalischer AntrÀge und lokaler Sprechzeiten
Trotz des Ausbaus des digitalen Angebots bleibt der Zugang zu UnterstĂŒtzungsleistungen fĂŒr Personen ohne Internetanschluss oder digitale Vorkenntnisse gewĂ€hrleistet. Die Antragstellung auf dem Postweg ist weiterhin uneingeschrĂ€nkt möglich.
ErgĂ€nzend dazu setzt die Stadt auf persönliche UnterstĂŒtzung vor Ort. Beratungstermine im Sozialamt finden regelmĂ€Ăig an zwei Tagen pro Woche statt: Dienstags und donnerstags stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie am Nachmittag von 13 bis 18 Uhr fĂŒr Anliegen zur VerfĂŒgung.
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FĂŒr organisatorische AuskĂŒnfte und Kontaktmöglichkeiten verweist die Verwaltung auf die Behördennummer 115 sowie auf das behördeneigene Portal vv.potsdam.de.
Ziele der kommunalen Verwaltungsmodernisierung
Hinter der EinfĂŒhrung der Plattform steht das Bestreben, Zugangsbarrieren zu senken und die behördlichen Bearbeitungsprozesse effizienter zu gestalten. Die Potsdamer Sozialbeigeordnete Brigitte Meier (SPD) erklĂ€rte, das Ziel der Umstellung liege in einem schnelleren und sichereren Zugang zu den jeweiligen Leistungen, der insbesondere lange Wartezeiten fĂŒr Antragstellende vermeiden helfe.
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Die Kombination aus bundesweiter Online-Infrastruktur und fortbestehenden Vor-Ort-Services soll gewÀhrleisten, dass die GewÀhrung existenzieller Hilfen verlÀsslich und bedarfsgerecht organisiert bleibt.
