PreussenElektra, Nvidia

PreussenElektra und Nvidia: Alte AKW-Standorte für KI-Rechenzentren geprüft

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Partner untersuchen frühere Kraftwerksareale als mögliche Rechenzentrumsstandorte; konkrete Investitions- und Standortbeschlüsse gibt es bislang nicht.
Weitläufiges Gelände eines stillgelegten Kernkraftwerks mit Strommasten und Industrieflächen in einer ländlichen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Energieunternehmen PreussenElektra und der Technologiekonzern Nvidia loten eine mögliche Nachnutzung stillgelegter Atomkraftwerke für künftige Rechenzentren aus.

Wie am 21. Oktober 2026 bekannt wurde, untersuchen die Eon-Tochter und Nvidia gemeinsam, ob frühere Kernkraftwerksstandorte in Deutschland für sogenannte KI-Fabriken geeignet sind. Die Prüfung versteht sich als ein erster Schritt und ist ergebnisoffen angelegt. Konkrete Investitions- oder Standortentscheidungen sind derzeit noch nicht mit den Untersuchungen verbunden.

Vorhandene Netzanbindung als Standortvorteil

Im Fokus der Überlegungen stehen die spezifischen Eigenschaften der bisherigen Nuklearstandorte. Nach Angaben von PreussenElektra bieten die Areale ideale Voraussetzungen für den Betrieb energieintensiver IT-Infrastruktur. Dazu zählen vor allem bereits etablierte Industrieinfrastrukturen, großflächige Grundstücke sowie direkte und leistungsfähige Anbindungen an das Stromnetz.

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Nvidia-Manager Markus Hacker erklärte am 21. Oktober 2026, dass ehemalige Kernkraftwerke eine wichtige Rolle für die nächste Generation von Rechenzentren spielen könnten. Der wachsende Bedarf an Rechenkapazitäten für Anwendungen der künstlichen Intelligenz erfordert enorme Mengen an elektrischer Energie und entsprechend dimensionierte Netzkapazitäten, wie sie an früheren Kraftwerksstandorten historisch bedingt bereits vorliegen.

Mehrere Standorte im Bundesgebiet unter Beobachtung

PreussenElektra zeichnet bundesweit für den Rückbau von acht Kernkraftwerken verantwortlich. Sämtliche dieser Anlagen sind mittlerweile dauerhaft abgeschaltet und befinden sich in unterschiedlichen Phasen des Rückbaus. Ziel des Unternehmens ist eine wertschöpfende und zukunftsträchtige Nachnutzung der freiwerdenden Industrieareale.

Zu den Standorten, die im Rahmen der Überlegungen eine Rolle spielen, zählen unter anderem Unterweser im Landkreis Wesermarsch, Stade sowie Grohnde im Landkreis Hameln-Pyrmont. Am stillgelegten Kernkraftwerk Grohnde könnte nach bisherigen Überlegungen künftig eine solche KI-Fabrik in Form eines leistungsstarken Rechenzentrums entstehen.

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Auch im Süden Deutschlands werden Flächen geprüft. Neben Schweinfurt rückt das Areal in Grafenrheinfeld in den Fokus der Analysen. Zudem wird der frühere Standort Ohu/Isar in die ergebnisoffene Prüfung einbezogen, um Möglichkeiten für künftige Technologieansiedlungen auf den bestehenden Konversionsflächen auszuloten.

Mehr zum Thema bei tagesschau.de: „KI-Fabrik statt AKW? NVIDIA prüft Standorte in Niedersachsen“

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