Projekt PALAS: Bis zu acht Modellorte erproben sorgende Gemeinschaften
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit dem Projekt PALAS setzt das Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) auf eine gezielte StĂ€rkung lokaler UnterstĂŒtzungs- und Hilfestrukturen. Die Initiative, deren Bezeichnung fĂŒr âPerspektiven und Angebote fĂŒr Lokale Akteure in Sorgenden Gemeinschaftenâ steht, ist auf eine Gesamtlaufzeit von drei Jahren ausgelegt.
Das Vorhaben startete im Juli 2026 und lĂ€uft planmĂ€Ăig bis Juni 2029. Die inhaltliche und praktische Umsetzung liegt beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Im Mittelpunkt steht das Ziel, sogenannte sorgende Gemeinschaften zu etablieren, um BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in unterschiedlichen Lebens- und Versorgungsphasen im vertrauten Umfeld besser aufzufangen.
Breites BĂŒndnis fĂŒr die lokale Versorgung
Ein Schwerpunkt des Vorhabens liegt darin, bisher teils getrennt agierende Hilfs- und Beratungsstrukturen systematisch zu vernetzen. Das Bundesfamilienministerium sieht hierfĂŒr den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks vor, das Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und fachlichen Bereichen zusammenbringt.
Beteiligt werden Organisationen aus der Hospiz- und Palliativversorgung, Vertreter der kommunalen Verwaltung sowie FachkrÀfte aus der Sozialraum- und Quartiersarbeit. ErgÀnzt wird dieser Zusammenschluss durch Initiativen der Zivilgesellschaft, VerbÀnde der Freien Wohlfahrtspflege sowie Einrichtungen der Wissenschaft.
Bundesministerin Karin Prien unterstrich in diesem Kontext die Notwendigkeit integrierter AnsĂ€tze: Sorgende Gemeinschaften mĂŒssten professionelle Versorgungsangebote, die kommunale Verantwortung und bĂŒrgerschaftliches Engagement miteinander verbinden, um langfristig tragfĂ€hige Strukturen im unmittelbaren Lebensumfeld zu schaffen.
Das Bundesfamilienministerium plant, Erkenntnisse aus bis zu acht Modellstandorten systematisch als Good-Practice-Beispiele und Handbuch aufzubereiten. Wer heute schon eine sorgende Gemeinschaft aufbauen will, findet hier die wichtigsten Schritte und Rahmenbedingungen. Kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
Modellstandorte als Lernorte fĂŒr die Praxis
Um verlĂ€ssliche Erfahrungen fĂŒr den bundesweiten Transfer zu sammeln, setzt das Vorhaben auf den praktischen Einsatz vor Ort. Vorgesehen ist die Einrichtung von bis zu acht Modellstandorten. Die Auswahl soll dabei unterschiedliche regionale Gegebenheiten abbilden; einbezogen werden stĂ€dtische Gebiete, lĂ€ndliche Regionen sowie strukturschwache RĂ€ume.
KDA-VorstĂ€ndin Dr. Alexia Zurkuhlen bezeichnete die teilnehmenden Modellorte als Lernorte. An diesen Standorten soll im Alltag getestet werden, wie das Zusammenwirken zwischen hauptamtlichen FachkrĂ€ften, bĂŒrgerschaftlichen Initiativen und lokalen Verwaltungen gelingen kann und welche Rahmenbedingungen fĂŒr eine nachhaltige Kooperation erforderlich sind.
Praxishilfen fĂŒr eine breite Ăbertragbarkeit
Die aus der dreijÀhrigen Laufzeit gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht auf die ausgewÀhlten Standorte beschrÀnkt bleiben. Das Bundesfamilienministerium plant, die Ergebnisse systematisch auszuwerten und aufzubereiten.
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Vorgesehen ist die Dokumentation gelungener AnsÀtze in Form von Good-Practice-Beispielen sowie die Erarbeitung eines Handbuchs und konkreter Handlungsempfehlungen. Diese Materialien sollen anderen Kommunen, VerbÀnden und TrÀgern bundesweit als Leitfaden dienen, um eigenstÀndige sorgende Gemeinschaften aufzubauen und quartiersbezogene Netzwerke dauerhaft zu etablieren.
