Prostata-Mittel, ProstaOne

Prostata-Mittel ProstaOne: Kloster erstattet Anzeige wegen Namensmissbrauchs

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 11:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Kloster erstattete Anzeige und warnt vor unbefugter Produktwerbung sowie möglichen Risiken für Geld und persönliche Daten.

Santuario della Verna warnt vor gefälschter Werbung für ProstaOne
Die alten, verwitterten Steinmauern eines abgelegenen Franziskanerklosters in der toskanischen Berglandschaft bei Morgendämmerung. Illustration mit AI erstellt.

In der Vermarktung von Gesundheitsprodukten im Internet treten vermehrt Fälle auf, in denen renommierte Institutionen ungefragt als Referenz herangezogen werden. Ein aktuelles Beispiel für diese irreführende Praxis betrifft das Santuario della Verna, ein bekanntes Franziskanerkloster in der italienischen Provinz Arezzo.

Die dort ansässigen Mönche sehen sich gezwungen, öffentlich vor einer gezielten Online-Täuschung zu warnen, bei der ihr Name und ihre religiöse Tradition missbraucht werden, um ein vermeintliches Heilmittel für Prostatabeschwerden zu vertreiben.

Die Masche mit der religiösen Tradition

Im Zentrum der Warnung steht das Produkt mit der Bezeichnung "ProstaOne". In verschiedenen Werbeanzeigen im Internet wird dieses Präparat als wirksames Mittel bei Prostataproblemen dargestellt.

Um die Glaubwürdigkeit des Produkts zu steigern, greifen die Urheber der Anzeigen auf eine fiktive historische Herleitung zurück. Demnach werde behauptet, das Mittel stehe in einer direkten Verbindung zu einem alten, wertvollen Manuskript aus dem Santuario della Verna.

Wie aus Berichten vom 2. Oktober 2026 hervorgeht, werden in diesen Werbeformaten zudem Personen erfunden, die dem Kloster angehören sollen. Es fallen Namen wie „fra Luca“ und „Padre Tommaso“, die als religiöse Autoritäten präsentiert werden, um das Vertrauen potenzieller Käufer zu gewinnen.

Die Frati della Verna stellten jedoch klar, dass es sich bei diesen genannten Personen um rein fiktive Charaktere handelt, die in keinerlei Verbindung zur tatsächlichen Gemeinschaft des Klosters stehen. Neben "ProstaOne" kursieren laut Mitteilungen auch Informationen über weitere angebliche Wundermittel, die auf ähnliche Weise beworben werden.

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Klare Distanzierung und rechtliche Schritte

Die Leitung des Klosters in Chiusi della Verna hat auf diese Vorfälle mit einer deutlichen Stellungnahme reagiert. In einer Mitteilung, die auch über die sozialen Kanäle der Ordensgemeinschaft verbreitet wurde, erklärten die Verantwortlichen bereits Anfang Oktober 2026, dass keinerlei Verbindung zu den beworbenen Produkten besteht.

Das Kloster betonte, dass es zu keinem Zeitpunkt die Nutzung seines Namens oder seines Ansehens für den Vertrieb von Gesundheitsprodukten autorisiert hat.

Um der unrechtmäßigen Verwendung ihrer Identität entgegenzuwirken, hat das Santuario della Verna bereits juristische Konsequenzen gezogen und Anzeige erstattet. Die Ordensbrüder erklärten, sie seien völlig unbeteiligt an der Herstellung, dem Vertrieb oder der Bewerbung von "ProstaOne" oder ähnlichen Präparaten.

Warnung vor finanziellen Risiken und Datendiebstahl

Über die irreführenden Heilversprechen hinaus warnen Experten und die betroffenen Mönche vor weiteren Gefahren, die mit diesen Online-Angeboten einhergehen. Ein zentraler Aspekt ist der Schutz privater Informationen. In einem öffentlichen Hinweis, über den am 2. Oktober 2026 berichtet wurde, riefen die Frati dazu auf, keinesfalls Käufe über diese dubiosen Kanäle zu tätigen.

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Besonders kritisch wird die Preisgabe persönlicher Daten bewertet. Hinter den Anzeigen könnten Strukturen stehen, die darauf abzielen, sensible Nutzerinformationen zu sammeln. Die Warnung umfasst daher nicht nur das Risiko, Geld für wirkungslose oder nicht autorisierte Produkte auszugeben, sondern auch den möglichen Missbrauch persönlicher Daten im Zuge des Bestellvorgangs.

Das Santuario della Verna appelliert an die Öffentlichkeit, bei entsprechenden Werbeeinblendungen äußerste Vorsicht walten zu lassen und die Informationen kritisch zu hinterfragen.

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