Prostatakrebs: Nationales Screening könnte Sterblichkeit halbieren
Veröffentlicht am: 12.06.2026 um 04:22 Uhr | Redaktion boerse-global.deNeue Lasersysteme machen Eingriffe schonender, wÀhrend Standesvertreter ein bundesweites Screening fordern.
Moderne Lasertechnik in der Klinik
Seit Mai 2026 setzt die Klinik Kittsee im Burgenland ein modernes Holmium:YAG-Lasersystem ein. Es kommt primĂ€r bei der gutartigen ProstatavergröĂerung und in der Steintherapie zum Einsatz. Das Verfahren heiĂt Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP).
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Die Vorteile sind deutlich: kĂŒrzere Eingriffszeiten und weniger Blutungen. Patienten können oft schon am ersten Tag nach der OP nach Hause. Die Politik wertet die Technik als Vorbereitung auf kĂŒnftige Klinikstrukturen in Gols. Geplant sind zudem Slim- und Mini-HoLEP-Instrumente sowie die wasserdampfbasierte Rezum-Therapie.
Streit um nationale Screening-Programme
Die Wiener Ărztekammer plĂ€dierte im Juni 2026 fĂŒr ein strukturiertes, nationales Screening-Programm fĂŒr Prostatakrebs. Bisher basiert die FrĂŒherkennung vielerorts auf opportunistischen Tests, vor allem dem PSA-Wert. Laut Experten des AKH Wien fĂŒhrt das zu unfairer Ressourcenverteilung und Ăberdiagnosen.
Ein systematisches Screening könnte die Sterblichkeit bei Prostatakrebs SchĂ€tzungen zufolge um mehr als die HĂ€lfte senken. Mediziner fordern daher den Wechsel von anlassbezogenen zu organisierten Programmen. Das wĂŒrde die EffektivitĂ€t steigern und SpĂ€tfolgen fĂŒr das Gesundheitssystem reduzieren.
AufklÀrung und Beratung
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