Prostatakrebs: Neuer Wirkstoff senkt PSA bei 82% der Patienten
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 19:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Brite wurde 68 Jahre alt.
Murnaghan war ĂŒber fĂŒnf Jahrzehnte fĂŒr Sender wie BBC, ITV und Sky News tĂ€tig. Seine Diagnose erhielt er im Juni 2025. Danach engagierte er sich als Botschafter fĂŒr die FrĂŒherkennung der Krankheit. Sein Fall zeigt: SpĂ€t diagnostizierte Tumore bleiben trotz moderner Medizin oft schwer behandelbar.
Prominente Schicksale schÀrfen das Bewusstsein
Neben Murnaghan machten in den letzten Monaten weitere Persönlichkeiten ihre Krebserkrankungen öffentlich. Der Komiker Torsten StrĂ€ter gab im FrĂŒhjahr 2026 eine Krebsdiagnose bekannt â erklĂ€rte jedoch im Juli 2026, die Krankheit besiegt zu haben. Die Schweizer Skilegende Roland Collombin starb im selben Zeitraum nach einem lĂ€ngeren Kampf gegen Kehlkopf- und Leberkrebs. Er wurde 75 Jahre alt.
Die FÀlle zeigen: Die VerlÀufe und Therapiemöglichkeiten unterscheiden sich je nach Krebsart erheblich.
Neue Hoffnung aus der Immuntherapie
Auf dem ASCO-Symposium in San Francisco prĂ€sentierten Forscher 2026 vielversprechende Ergebnisse einer Phase-1-Studie. Der Wirkstoff VIR-5500 ist ein sogenannter T-Zell-Engager â entwickelt fĂŒr Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs.
An der Studie nahmen 58 MÀnner teil. In der Gruppe mit der höchsten Dosierung zeigten sich deutliche Erfolge:
- Bei 82 Prozent der Patienten sank der PSA-Wert um mindestens 50 Prozent.
- Ăber die HĂ€lfte der Probanden (53 Prozent) erreichte eine Senkung von mindestens 90 Prozent.
- Bei 29 Prozent der Teilnehmer reduzierte sich der Wert um mindestens 99 Prozent.
Der leitende Forscher Johann de Bono berichtete von einem Patienten mit massiven Lebermetastasen. Nach sechs Behandlungszyklen waren keine Metastasen mehr nachweisbar. Die Nebenwirkungen stuften die Ărzte bei 88 Prozent der Teilnehmer als leicht ein.
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Parallel dazu veröffentlichten Forscher der UCLA eine Studie im Fachjournal iScience. Sie untersuchten den Einsatz von Kreatin zur UnterstĂŒtzung des Immunsystems. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin dendritische Zellen energetisch aufladen kann â das verbessert die FĂ€higkeit des Körpers, Tumore zu bekĂ€mpfen. Klinische Studien am Menschen sollen folgen.
England legt Milliardenplan gegen Krebs vor
Angesichts steigender Fallzahlen verabschiedete England Anfang Februar 2026 einen neuen Nationalen Krebsplan. Das Investitionsvolumen betrĂ€gt 2,3 Milliarden Pfund. Ziel: Die FĂŒnfjahresĂŒberlebensrate bis 2035 auf 75 Prozent steigern. Aktuell liegt der Wert bei etwa 60 Prozent.
Die Kernpunkte des Plans:
- 9,5 Millionen zusÀtzliche diagnostische Tests bis 2029
- Ein 28-Tage-Diagnosestandard fĂŒr 80 Prozent der Patienten bis MĂ€rz 2029
- Ausbau robotergestĂŒtzter Chirurgie auf 500.000 Eingriffe jĂ€hrlich bis 2035
Doch die personellen Herausforderungen sind enorm. Prognosen fĂŒr 2029 gehen von einem FachkrĂ€ftemangel von 39 Prozent in der Radiologie und 19 Prozent in der Onkologie aus.
WHO warnt vor drastischem Anstieg der KrebsfÀlle
Bis 2050 rechnet die WHO mit 70% mehr Krebsneudiagnosen. Doch es gibt Hoffnung: Ein 28-Tage-Diagnosestandard und neue Therapien wie VIR-5500 verbessern die Ăberlebenschancen enorm. Unser Report zeigt Ihnen, wie Sie die FrĂŒherkennung nutzen und Ihr Immunsystem stĂ€rken. Report zur Krebsvorsorge jetzt sichern
Auf globaler Ebene zeichnet sich eine dramatische Entwicklung ab. Die WHO rechnet bis 2050 mit 35 Millionen Neudiagnosen jĂ€hrlich â eine Steigerung von rund 70 Prozent gegenĂŒber 2024.
Als Hauptrisikofaktoren nennt die Organisation die alternde Bevölkerung, Rauchen, Alkoholkonsum, Ăbergewicht und Bewegungsmangel. Hinzu kommen massive Ungleichheiten beim Zugang zu Therapien: In einkommensstarken LĂ€ndern liegt die Ăberlebensrate bei Brustkrebs bei 85 Prozent, in Ă€rmeren Regionen erreicht sie oft nur 40 Prozent.
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