Psoriasis-Arthritis, Betroffenen

Psoriasis-Arthritis: Bis zu 35 Prozent der Betroffenen entwickeln Gelenkentzündungen

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 19:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fachleute betonen frühe Erkennung, abgestimmte Behandlung und psychosoziale sowie ernährungsmedizinische Begleitung bei Psoriasis.
Ein heller, moderner medizinischer Behandlungsraum mit natürlichem Licht in einer klinischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Behandlung von Schuppenflechte und psoriatischer Arthritis erfordert ein enges Zusammenspiel unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen. Auf Fachtagungen wie dem von Johnson & Johnson organisierten Simposio Innovara 2026 in Madrid fordern Experten eine Abkehr von isolierten Behandlungspfaden.

Rund 300 Spezialisten aus der Rheumatologie und Dermatologie sprachen sich dort für eine frühzeitige, fächerübergreifende Versorgung aus, um den Krankheitsverlauf nachhaltig zu verbessern.

Das Risiko von Gelenkbeteiligungen frühzeitig erkennen

Ein zentrales Thema bei der Betreuung von Betroffenen ist der Übergang von rein kutanen Symptomen zu entzündlichen Gelenkerkrankungen. Nach Angaben auf dem Simposio Innovara 2026 können bis zu 35% der Psoriasis-Patienten im Verlauf eine Psoriasis-Arthritis (PsA) entwickeln.

Die anwesenden Fachleute unterstrichen dabei den systemischen Charakter der Erkrankung, der sich keineswegs auf die Haut beschränke, sondern neben Gelenkbeteiligungen häufig auch mit weiteren Komorbiditäten einhergehe.

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Vor diesem Hintergrund sprachen sich die Experten in Madrid für eine beschleunigte Differenzialdiagnose aus. Um Folgeschäden an den Gelenken zu vermeiden, müsse die Kooperation zwischen Fachdisziplinen gestärkt und durch den Einsatz therapeutischer sowie technologischer Innovationen ergänzt werden.

Internationale Initiativen zur Vernetzung der Fachbereiche

Die Notwendigkeit einer engen fachübergreifenden Abstimmung wird auch über den europäischen Raum hinaus diskutiert. Im Rahmen einer Fachveranstaltung der Patienten- und Fachorganisation APPEAP im Colegio Santa Elena in Asunción, die mit formaler Unterstützung der Sociedad Paraguaya de Dermatología stattfand, befassten sich Mediziner mit ähnlichen Schwerpunkten.

Der Rheumatologe Rodrigo Acosta widmete sich dort ebenfalls der psoriatischen Arthritis und unterstrich die Bedeutung einer funktionierenden Koordination zwischen Dermatologie und Rheumatologie.

Auf derselben Tagung beleuchteten weitere Referenten zusätzliche Dimensionen der Versorgung. María Paz Fabio thematisierte dabei die Interchangeabilität von Biologika und Biosimilaren, während Romina Contreras über den Einsatz von Topika sowie die gesundheitlichen Risiken nicht kontrollierter Hausmittel referierte.

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Ganzheitliche Aspekte in der Patientenversorgung

Neben rein medikamentösen Fragestellungen rücken zunehmend Begleitfaktoren der Therapie in den Fokus interdisziplinärer Konzepte. Im Rahmen der Veranstaltung in Asunción wies die Psychologin Simone Canelada auf die erheblichen psychischen Folgen hin, die durch eine verzögerte Beschaffung von Medikamenten entstehen können. Ergänzend dazu stellte Silvana Alfieri die Rolle der Ernährung als therapeutische Ergänzung bei chronisch-entzündlichen Prozessen vor.

Die Diskussionen verdeutlichen, dass eine erfolgreiche Therapie bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis eine umfassende Betrachtung erfordert, die von der frühen Diagnose bis zur psychosozialen und ernährungsmedizinischen Begleitung reicht.

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