Psychische, Belastung

Psychische Belastung: Prominente setzen auf bewusste Auszeiten

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 12:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Zendaya und Katja Riemann legen Karrierepausen ein. Der Trend zur Entschleunigung in der Filmbranche gewinnt an Bedeutung.

Zendaya und Katja Riemann: Stars gönnen sich Auszeit
Eine Hollywood-Schauspielerin meditiert entspannt in einem sonnendurchfluteten Raum mit Blick auf eine grüne Landschaft. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neben den Dreharbeiten sind es vor allem die endlosen Pressetouren und die Dauerpräsenz in sozialen Medien, die an die Substanz gehen. Immer mehr Künstler ziehen deshalb die Reißleine – und gönnen sich bewusste Auszeiten.

Zendaya macht Schluss – zumindest vorerst

Ein prominentes Beispiel: Zendaya. Die US-Schauspielerin hatte ein Mammutjahr hinter sich. Fünf Projekte – darunter „The Odyssey“, „Spider-Man: Brand New Day“, „Dune: Part Three“, „The Drama“ und die dritte Staffel von „Euphoria“ – hat sie abgedreht und vermarktet. Die Folge: totale Erschöpfung.

Bei einer Filmpremiere in New York am 16. Juli kündigte sie an, jetzt erstmal eine Pause zu machen. „Ich werde für eine Weile von der Bildfläche verschwinden“, erklärte sie. Keine neuen Verpflichtungen, keine Drehs, keine Interviews. Ziel: Ruhe finden, privat abschalten, regenerieren.

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Damit folgt sie einem Trend, den Kollegen wie Tom Holland bereits vorgelebt haben. Für die Zeit nach der Pause ist übrigens schon eine Sprechrolle in „Shrek 5“ geplant. Zendaya setzt also ganz bewusst auf strategische Belastungssteuerung.

Auch Katja Riemann bremst

Der Trend zur Entschleunigung ist längst nicht auf Hollywood beschränkt. Katja Riemann, eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands, verkündete am 17. Juli über soziale Medien eine Sommerpause – auf unbestimmte Zeit. Ihr Grund: dringendes Bedürfnis nach Erholung.

Die Reaktionen aus der Branche? Positiv. Kollegin Katy Karrenbauer zeigte Verständnis. Die Akzeptanz für solche Rückzüge wächst – ein deutlicher Kontrast zum traditionellen Bild des immer verfügbaren Künstlers.

Während neue Produktionen wie das Drama „23 000 Leben“ (seit 17. Juli auf Netflix) oder das für Herbst geplante Sportdrama „Nasty“ mit Jenna Ortega den Nachschub an Inhalten sichern, wird der Ruf nach nachhaltigeren Arbeitsweisen immer lauter.

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Tragische Ereignisse rücken psychische Gesundheit in den Fokus

Wie ernst die Lage ist, zeigen tragische Vorfälle. Am 10. Juli starb der Broadway- und Seriendarsteller Josh Grisetti mit nur 44 Jahren durch Suizid. Sein Tod erschütterte die Branche und rückte die psychischen Herausforderungen von Filmschaffenden in den Fokus.

Nur eine Woche später starb die Oscar-Preisträgerin Brenda Fricker im Alter von 81 Jahren. Solche Zäsuren führen immer wieder zu Debatten über Lebensqualität und die Balance zwischen Erfolg und Gesundheit.

Experten sind sich einig: Wenn einflussreiche Persönlichkeiten wie Zendaya oder Riemann öffentlich über Erholungsphasen sprechen, hilft das, das Stigma um mentale Erschöpfung abzubauen. Langfristig könnten so gesündere Arbeitsstrukturen in der Kreativwirtschaft entstehen.

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