Psychische, Belastung

Psychische Belastung: Zwei Drittel der Beschäftigten gestresst

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 22:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Zwei Drittel der Angestellten leiden unter Stress. Neue Tools und Führungsansätze sollen Fehlzeiten senken.

Psychische Belastung: Firmen setzen auf digitale Früherkennung
Führungskräfte und Teammitglieder arbeiten in einem modernen Büro zusammen, symbolisch für Stressmanagement und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Psychische Erkrankungen verursachen im Schnitt 31 Fehltage pro Fall. Unternehmen reagieren – mit digitalen Früherkennungstools und neuen Führungsmodellen.

Digitale Frühwarnsysteme gegen den Stress

Der Versicherer Helsana und das Unternehmen Klenico starteten am 15. Juli ein Pilotprojekt für Zusatzversicherte. Digitale Screening-Tools sollen psychische Belastungen frühzeitig erkennen. Die Idee: Bevor aus Stress eine Krankschreibung wird, greifen präventive Maßnahmen.

Auch das Handwerk zieht nach. Die Handwerkskammer Münster bietet am 11. August ein Online-Seminar zur psychischen Gefährdungsbeurteilung an. Leiter Thomas Melchert richtet sich gezielt an Betriebe, die vor einer Übergabe stehen. Für den medizinischen Nachwuchs veranstaltet die DGPM Sachsen-Anhalt vom 10. bis 12. September eine Summer School an der Universitätsmedizin Magdeburg.

Führungskultur als Erfolgsfaktor

Mitte Juli betonten Experten von Great Place To Work Österreich: Die Personalabteilung muss strategisch denken. Jörg Spreitzer erklärte, dass HR die Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur und Führung aktiv gestalte. Das wirke direkt auf Gesundheit, Motivation und wirtschaftlichen Erfolg.

Ein Blick auf die DAX-Vorstände zeigt klare Muster: Zwei Drittel wurden intern befördert. Die Gruppe ist oft männlich, zwischen 50 und 60 Jahre alt und deutsch. Experten fordern mehr externe Kandidaten und mehr Vielfalt. Das Thema „Female Leadership“ steht daher im Zentrum des 4. Westfälischen Frauen-Wirtschaftstages am 8. September im LWL-Museum Münster.

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Wer die steigenden Fehlzeiten durch psychische Belastungen eindämmen will, findet in diesem Report die wichtigsten Strategie-Hebel – von digitalen Früherkennungstools bis zur psychischen Gefährdungsbeurteilung. Jetzt kostenlosen HR-Report anfordern

Resilienz in der KI-Ära

In der Versicherungswirtschaft verändern sich die Anforderungen radikal. Marcus Loskant vom LVM-Vorstand sagte am 16. Juli: IT-Mitarbeiter brauchen zunehmend Kommunikationsfähigkeit, Resilienz und Experimentierfreude. Künstliche Intelligenz wird bei LVM bereits von 12.000 Mitarbeitern genutzt – primär für den Kundennutzen.

Die klassische Sozialpartnerschaft steht unter Druck. Eine Veranstaltung des Instituts der deutschen Wirtschaft am 21. Juli beleuchtet die Auswirkungen von demografischem Wandel, Strukturwandel und KI. Dr. Hagen Lesch und Dr. Gerhard Erdmann vom Arbeitgeberverband Stahl geben Impulse zur Resilienz des Systems.

Die innere Uhr als Produktivitätsfaktor

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Bevor aus Stress eine Krankschreibung wird, brauchen HR-Verantwortliche einen klaren Fahrplan für präventive Maßnahmen. Dieser Leitfaden liefert eine Checkliste für digitale Screening-Tools und konkrete Führungsimpulse. Früherkennungs-Fahrplan jetzt sichern

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Wer nach seinem biologischen Rhythmus arbeitet, ist leistungsfähiger. Starre Kernzeiten von 9 bis 17 Uhr widersprechen oft der inneren Uhr, die durch Genetik, Alter und Licht bestimmt wird. Flexible Arbeitszeitmodelle könnten hier Abhilfe schaffen.

Branchenübergreifender Austausch gewinnt an Bedeutung. In Limburg diskutierten Fachleute wie der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger, Dragoslav Stepanovi? und Prof. Axel Buether über Führung und Nachwuchssicherung im Handwerk. Eine Fortsetzung ist für den 15. April 2027 geplant.

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