Psychische Erkrankungen: 1,2 Milliarden Menschen weltweit betroffen
28.05.2026 - 08:30:16 | boerse-global.deÖffentliche Berichte wie der von Komiker Kalle Pohl über seine Erkrankung sowie neue Studienergebnisse zeigen: Die ganzheitliche Betreuung von Patienten wird zum Standard.
Psychoonkologie: Hilfe beginnt mit der Diagnose
Am 27. Mai 2026 betonte der klinische Gesundheitspsychologe Alain Nickels in Salzburg: Die psychische Begleitung von Krebspatienten muss bereits mit der Diagnosestellung einsetzen – nicht erst in der palliativen Phase.
Kalle Pohl hatte am 26. Mai öffentlich über sein Non-Hodgkin-Lymphom gesprochen. Die Diagnose erhielt er im Juli 2023. Nach sechs Blöcken Chemotherapie, die im Januar 2024 endeten, sind die Leberbefunde nicht mehr nachweisbar.
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Yoga gegen Krebsmüdigkeit: Studie belegt Wirkung
Sanftes Hatha-Yoga verbessert die Stimmung und Schlafqualität von Krebsüberlebenden. Das zeigt eine Phase-3-Studie des Wilmot Cancer Institute mit 410 Teilnehmenden über vier Wochen.
Die Ergebnisse werden am 1. Juni 2026 auf der ASCO-Jahrestagung in Chicago vorgestellt. Erstautorin Yuri Choi und Senior-Autorin Karen Mustian präsentieren die Daten dort im Detail.
Prävention: Jeder zweite Krebsfall ist vermeidbar
Rund 40 Prozent aller Krebsfälle gelten laut EU-Krebsplan als vermeidbar. Die PHARMIG betont anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2026: Der Rauchstopp ist ein entscheidender Hebel.
In Österreich werden jährlich rund 48.000 Neuerkrankungen registriert. Tabakkonsum gilt als Hauptursache für Lungenkrebs.
Globale Krise: 1,2 Milliarden Menschen psychisch krank
Die Dringlichkeit psychosozialer Unterstützung belegt eine Studie in The Lancet vom 26. Mai 2026: Weltweit leiden 1,2 Milliarden Menschen an einer psychischen Erkrankung – eine Verdopplung seit 1990.
Seit 2019 stiegen Depressionen um 24 Prozent, Angststörungen um 47 Prozent. Gleichzeitig erhalten nur neun Prozent der Betroffenen mit schweren Depressionen eine angemessene Behandlung.
Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) fordert verstärkte Maßnahmen gegen Einsamkeit. Barbara Haid warnte am 26. Mai 2026 beim Austrian Health Forum: Chronische Einsamkeit führe in einen Teufelskreis aus Depressionen und psychosomatischen Beschwerden.
Fortschritte in der Forschung
Neben der psychischen Begleitung entwickeln sich auch die medizinischen Therapien weiter. Eine Phase-2-Studie in Nature Medicine zeigt: Das Medikament Elraglusib verdoppelt bei metastasiertem Pankreaskarzinom die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem Jahr.
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Einem Forschungskonsortium aus Frankfurt, Marburg, Köln und Zürich gelang es zudem, defekte Tumorsuppressor-Proteine (p53) mit Mini-Antikörpern in Zellkulturen zu reaktivieren.
Am Ordensklinikum Linz startete am 26. Mai 2026 ein Projekt zur Risikoabschätzung bei schwarzem Hautkrebs. In Kooperation mit Teams aus Kopenhagen und Vancouver untersuchen Forscher zirkulierende Tumorzellen, um Prognosen in frühen Stadien zu verbessern.
Langzeitdaten der Universität Göteborg zeigen: Eine signifikante Gewichtsabnahme bei Frauen senkt das allgemeine Krebsrisiko um 22 Prozent – besonders bei adipositasassoziierten Tumorarten.
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