Psychische Erkrankungen: Fehltage steigen um 50 Prozent
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Nachfrage nach Stressbewältigung und mentaler Gesundheit treibt die Angebote auf Rekordniveau. Krankenhäuser, Volkshochschulen und Kirchen reagieren auf einen massiven Bedarf.
Psychische Erkrankungen: Fehltage steigen um 50 Prozent
Der TK-Gesundheitsreport 2025 liefert die Zahlen: Psychische Erkrankungen verursachten durchschnittlich 3,75 Fehltage pro Person – ein Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber 2019. Kein Wunder also, dass die Versorgung ausgebaut wird.
Das Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn in Rosdorf bei Göttingen eröffnete Anfang Juli eine neue psychosomatische Institutsambulanz für Erwachsene. Zielgruppe: Patienten mit komplexen Krankheitsbildern, bei denen eine reguläre ambulante Therapie nicht ausreicht. Auch der Passauer Wolf in Bad Griesbach stockte seine Zimmer für das Präventionsprogramm „RV Fit“ der Deutschen Rentenversicherung auf – speziell für Gewichtsreduktion und Stressbewältigung.
Volkshochschulen setzen voll auf Gesundheit
Die VHS-Programme für das zweite Halbjahr 2026 zeigen: Gesundheit ist das Top-Thema. Die VHS Erkrath etwa plant über 3.300 Unterrichtsstunden – davon 887 im Bereich Gesundheit. Eine Schnupperwoche startet am 31. August. Die VHS Krefeld/Neukirchen-Vluyn bietet rund 1.000 Veranstaltungen, davon 46 als Bildungsurlaub anerkannt. Und die VHS Bremen-Nord stellt ab August 162 Kurse in Gesundheit, Kunst und IT auf die Beine.
Die Fehltage durch psychische Erkrankungen sind seit 2019 um 50 Prozent gestiegen. Dabei gibt es viele niederschwellige Angebote – von VHS-Kursen bis zu Bildungsurlauben. Unser Report zeigt Ihnen, wie Sie die richtigen Formate finden und mit einer 5-Minuten-Routine Stress im Büro abbauen. Jetzt kostenlosen Präventions-Report anfordern
Neue Formate drängen in den Markt: Die VHS im Vogelsbergkreis integriert das Training „KAHA“ – eine Mischung aus Tai Chi, Qi Gong und Yoga. In Wasserburg bietet der Kneipp-Verein Ende Juli Schnupperstunden in Qigong an.
Achtsamkeit auf der Alpe: Spezialformate gefragt
Klassische Kurse allein reichen nicht mehr. Spezialisierte Formate verbinden Achtsamkeit mit Naturerfahrungen. In Immenstadt im Allgäu gibt es anerkannte Bildungsurlaube unter dem Titel „Meditation & Achtsamkeit auf einer Alpe“ – mit Methoden wie MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction). In Osnabrück startete im Juli ein vierteiliges Seminar zum Verhältnis zwischen Mensch und Natur, das Schöpfungsethik mit praktischer Selbsterfahrung kombiniert.
Parallel entstehen niederschwellige Angebote gegen soziale Isolation. In Landau riefen kirchliche Träger und die Stadtverwaltung die Initiative „GemEinsam“ ins Leben – Bewegung und Gespräche als Begegnungsmöglichkeit. In Bochum-Harpen eröffnete am 21. Juli ein Gesundheitscafé. Dr. Sabine Lorenz und Physiotherapeut Marc Henkel betonten bei der Eröffnung: Präventive Bewegung und mediterrane Ernährung beugen etwa Hüftarthrose vor.
Immer mehr Berufstätige suchen nach Wegen, psychischen Belastungen vorzubeugen. Ob Qigong-Schnupperstunde, MBSR-Bildungsurlaub oder KAHA-Training – die Auswahl ist riesig. Unser Leitfaden hilft Ihnen, das passende Angebot zu identifizieren und in Ihren Alltag zu integrieren. Präventions-Leitfaden jetzt sichern
Kirchen schaffen RĂĽckzugsorte
Auch kirchliche Einrichtungen reagieren. Neben Telefonseelsorge und „Plaudernetzen“ entstehen physische Rückzugsorte: Klimaoasen in Wien und Salzburg, „Plauderbankerln“ im öffentlichen Raum. In Osnabrück bietet der „Kraftraum Matthäus“ seit Juli wöchentliche Kurzmeditationen in der Matthäuskirche an – eine strukturierte Auszeit im Alltag.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
