PTBS-AlbtrÀume, Dronabinol

PTBS-AlbtrÀume: Dronabinol reduziert Belastung um 3,7 Punkte

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 07:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Charité-Studie belegt: Dronabinol reduziert PTBS-AlbtrÀume deutlich. Zudem zeigen Schlaf-Tourismus und Hirnstimulation vielversprechende Ergebnisse.

Schlafforschung: Cannabis-Wirkstoff gegen AlbtrÀume und neue TherapieansÀtze
Ein modern eingerichtetes Schlaflabor in gedimmtem, blauem Licht fĂŒr medizinische Regenerationsforschung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Schlafforschung macht Fortschritte: Eine Studie der Berliner Charité zeigt, dass der Cannabis-Wirkstoff Dronabinol PTBS-Patienten signifikant bei AlbtrÀumen hilft. Parallel liefern neue AnsÀtze aus Schlaf-Tourismus und Hirnstimulation vielversprechende Ergebnisse.

Dronabinol: AlbtrÀume deutlich reduziert

Eine am 5. August in Nature Medicine veröffentlichte Studie der Charité untersuchte die Wirkung von Dronabinol auf die Albtraumlast von 171 PTBS-Patienten, knapp 80 Prozent davon weiblich. Zehn Wochen lang erhielten die Probanden tÀglich 2,5 bis 15 mg des THC-Wirkstoffs oder ein Placebo.

Das Ergebnis: In der Wirkstoffgruppe sank die Belastung durch AlbtrĂ€ume um 3,7 Punkte auf einer achtstufigen Skala, in der Kontrollgruppe nur um 2,2 Punkte. Bei ĂŒber einem Drittel der Behandelten verschwanden die AlbtrĂ€ume sogar vollstĂ€ndig. Allerdings traten bei 8,0 Prozent der Dronabinol-Gruppe schwerwiegende unerwĂŒnschte Ereignisse auf – in der Placebogruppe gab es keine.

Schlaf-Tourismus: Drei Tage fĂŒr besseren Schlaf

Neben Medikamenten rĂŒcken auch verhaltensmedizinische Konzepte in den Fokus. Eine Pilotstudie der Partner Brain Sleep, NTT DX Partner und SOXAI, ebenfalls am 5. August vorgestellt, testete einen dreitĂ€gigen Spezialaufenthalt fĂŒr MĂ€nner mit Einschlafproblemen. Die durchschnittliche Einschlafzeit sank bei den zehn Teilnehmern von 16,3 auf 11,2 Minuten, die Schlafeffizienz stieg von knapp 85 auf ĂŒber 88 Prozent.

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Besonders bemerkenswert: Die Wirkung hielt an. Bei einer Nachkontrolle nach einem Monat lag die Einschlafzeit mit 12,5 Minuten weiterhin deutlich unter dem Ausgangswert.

Hirnstimulation: Neue Hoffnung bei Schizophrenie

Auch technologische Verfahren gewinnen an Bedeutung. Eine Studie in Molecular Psychiatry vom 5. August untersuchte die beschleunigte Theta-Burst-Stimulation (cTBS) bei Schizophrenie-Patienten. Die Forscher zielten auf das Default Mode Network (DMN) – ein neuronales Netzwerk, das fĂŒr Ruhephasen und Selbstreflexion zentral ist.

FĂŒnf Sitzungen der gezielten Stimulation reduzierten die KonnektivitĂ€t innerhalb dieses Netzwerks. Das Ergebnis: eine verbesserte Verarbeitungsgeschwindigkeit bei den Probanden. Besonders jĂŒngere Teilnehmer profitierten von dem Ansatz.

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Nykturie: Wenn nÀchtlicher Harndrang den Schlaf raubt

Fachleute des UniversitĂ€tsspitals ZĂŒrich weisen jedoch darauf hin, dass nĂ€chtliche Unruhe differenziert betrachtet werden muss. Nykturie – der mehrfache nĂ€chtliche Harndrang – ist oft ein Symptom fĂŒr organische Erkrankungen wie Diabetes, HerzschwĂ€che oder hormonelle VerĂ€nderungen. Eine genaue diagnostische AbklĂ€rung sei daher essenziell, bevor spezifische Therapien eingeleitet werden.

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